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Studentenleben live

Top oder Flop

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

18.09.2013

Ein Studium muss man planen – so heißt es immer. Am besten sollte man schon beim Abitur wissen, wie es konkret weitergehen soll und wo man sein Auslandsjahr verbringt. Anhand dieser völlig ausgereiften Pläne wählt man dann eine Uni. Dass das nur selten der Realität entspricht, ist wahrscheinlich allen klar und auch ganz gut so. Man kann aber nicht leugnen, dass man mit den Planungen für einen Auslandsaufenthalt oder einen Studienortwechsel früh anfangen muss. Es klingt in den Broschüren zwar immer alles ganz einfach, aber nichts ist undurchsichtiger und verwirrender als die Univerwaltung. Ich habe oft den Eindruck, dass hier die eine Hand nicht weiß, was die andere tut und wenn man Pech hat, wird man von einer Stelle zur nächsten geschickt, ohne das Geringste erreicht zu haben. Wenn man es dann doch geschafft habe sollte, alle notwendigen Unterlagen beim richtigen Büro noch innerhalb der Frist abzugeben und vielleicht sogar ein Eignungsgespräch hinter sich hat, kommt der entscheidende Moment: Ob man angenommen wird, weiß nur die Univerwaltung. Und man muss hoffen, dass die zuständige Sachbearbeiterin (es sind doch meist Frauen) nicht mit dem falschen Fuß aufgestanden ist und gerade heute schlechte Laune hat. Ob man in ein paar Wochen oder Monaten an das andere Ende von Deutschland ziehen kann oder weit in die Welt hinausgehen darf, hängt von höheren Mächten / Verwaltungsbeamten ab. Unweigerlich kommt mir das Bild von Kaisern im alten Rom in dem Sinn, wie sie im Kolosseum sitzen und mit ihrem Daumen nach oben oder unten zeigen. Es ist eine nervige Zeit, in der man ständig gefragt wird : „Und, hast du schon Antwort? Weißt du jetzt schon, wo es hingeht nächstes Jahr?“ und man immer wieder allen interessierten Freunden und Familienmitgliedern klar machen muss, dass man es ja selbst langsam gern wüsste, aber immer noch auf die Antwort wartet. Man hat schon keine Lust mehr, sich den gewünschten Ausgang vorzustellen und legt sich stattdessen einen „Scheiß-egal-Pelz“ an. Damit man nicht am Boden zerstört ist, egal wie das Urteil der Verwaltungscaesaren ausfallen sollte: Top oder Flop.

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