Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Top oder Flop

Ein Studium muss man planen – so heißt es immer. Am besten sollte man schon beim Abitur wissen, wie es konkret weitergehen soll und wo man sein Auslandsjahr verbringt. Anhand dieser völlig ausgereiften Pläne wählt man dann eine Uni. Dass das nur selten der Realität entspricht, ist wahrscheinlich allen klar und auch ganz gut so. Man kann aber nicht leugnen, dass man mit den Planungen für einen Auslandsaufenthalt oder einen Studienortwechsel früh anfangen muss. Es klingt in den Broschüren zwar immer alles ganz einfach, aber nichts ist undurchsichtiger und verwirrender als die Univerwaltung. Ich habe oft den Eindruck, dass hier die eine Hand nicht weiß, was die andere tut und wenn man Pech hat, wird man von einer Stelle zur nächsten geschickt, ohne das Geringste erreicht zu haben. Wenn man es dann doch geschafft habe sollte, alle notwendigen Unterlagen beim richtigen Büro noch innerhalb der Frist abzugeben und vielleicht sogar ein Eignungsgespräch hinter sich hat, kommt der entscheidende Moment: Ob man angenommen wird, weiß nur die Univerwaltung. Und man muss hoffen, dass die zuständige Sachbearbeiterin (es sind doch meist Frauen) nicht mit dem falschen Fuß aufgestanden ist und gerade heute schlechte Laune hat. Ob man in ein paar Wochen oder Monaten an das andere Ende von Deutschland ziehen kann oder weit in die Welt hinausgehen darf, hängt von höheren Mächten / Verwaltungsbeamten ab. Unweigerlich kommt mir das Bild von Kaisern im alten Rom in dem Sinn, wie sie im Kolosseum sitzen und mit ihrem Daumen nach oben oder unten zeigen. Es ist eine nervige Zeit, in der man ständig gefragt wird : „Und, hast du schon Antwort? Weißt du jetzt schon, wo es hingeht nächstes Jahr?“ und man immer wieder allen interessierten Freunden und Familienmitgliedern klar machen muss, dass man es ja selbst langsam gern wüsste, aber immer noch auf die Antwort wartet. Man hat schon keine Lust mehr, sich den gewünschten Ausgang vorzustellen und legt sich stattdessen einen „Scheiß-egal-Pelz“ an. Damit man nicht am Boden zerstört ist, egal wie das Urteil der Verwaltungscaesaren ausfallen sollte: Top oder Flop.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Sep 18, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Sep 18, 2013

Studentenleben live

Hochzeit

Als ich gerade durch das Fernsehprogramm gezappt habe, bin ich auf diese unsägliche Show „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“ gestoßen. Für mich ein brandaktuelles Thema, denn vor zwei Wochen habe auch ich standesamtlich geheiratet, vergangene Woche war die Hochzeit meiner besten Freundin und diese Woche sind wir schon wieder auf eine Hochzeit eingeladen. Ich weiß also so langsam, wovon ich spreche, wenn es um dieses Thema geht. Die Hochzeit meiner Freundin war ein wunderschönes Fest, das ich voll genießen konnte. Wie gut, das wir nicht wie diese Paare in der Fernsehshow total argwöhnisch sein müssen, sondern uns voll mit und für den andern freuen konnten. Was für eine schlimme Vorstellung, an der eigenen Hochzeit eine Art Jury dabei zu haben, die alles gnadenlos beurteilt. Allerdings war die Hochzeit meiner Freundin wirklich ein so außergewöhnliches und schönes Fest, dass sie ohnehin die Traumreise verdient hätte. Aber zum Glück geht es bei einer Hochzeit nicht darum, möglichst das größte und pompöseste Fest zu haben. Mein Mann und ich freuen uns sehr auf unseren kirchlichen Hochzeitstag, an dem wir vor vielen Anwesenden unser öffentliches „Ja“ für den anderen geben und um den Segen Gottes bitten wollen. Das ist doch Grund genug für ein rauschendes Fest!

Gestern sind wir an die Uni gefahren, weil wir in unserer gemeinsamen Wohnung noch kein Internet haben. Es hat mir richtig widerstrebt, dorthin zu gehen. Es gibt noch ein paar Aufgaben, die ich eigentlich fürs Studium erledigen sollte, aber durch den Hochzeitsmarathon gibt es dafür in meinem Kopf gerade keinen Platz. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass ich bei den ganzen offiziellen Gängen zur Studienkanzlei und anderen Ämtern wegen Namensänderung und Eheschließung nicht so ganz bei der Sache bin und permanent irgendwelche Formulare vergesse. Ich würde mich selbst gerade als ziemlich verwirrte Braut bezeichnen, die etwas überfordert ist. Hoffentlich verliere ich vor lauter Stress nicht aus den Augen, dass ja um einen großen Freudentag gehen soll!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 16, 2013
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 16, 2013

Studentenleben live

Berufsmöglichkeiten für Kulturwissenschaftler

Die große Frage an uns Kulturwissenschaftler lautet ja immer: Was wollt ihr damit machen? Erst gestern sprach mich wieder jemand darauf an. Zuerst blockte ich ab, weil ich es einfach schon zu oft beantworten musste. Als der Typ aber nicht locker ließ, bombardierte ich ihn mit solch einer Flut an Berufsmöglichkeiten, dass er danach nichts mehr gesagt hat. Denn in der Tat: Kulturwissenschaftler können ziemlich viele Berufe ergreifen – und eignen sich doch für fast nichts ausschließlich (wobei ich bezweifeln möchte, dass Leute, die einen klassischen Beruf lernen, den dann auch eins zu eins so ausführen können).

Alles und zugleich nichts können ist definitiv Segen und Fluch zugleich. Wir sind vielseitig einsetzbar, weil wir im Studium eine große Allgemeinbildung erhalten und viele Zugangswege zur Problemlösung aufgezeigt bekommen, und doch haben wir eindeutige Defizite neben jemandem, der explizit einen Beruf erlernt hat. Aber ist das nicht auch toll, dass man sich während des Bachelorstudiums immer noch ausprobieren und sich dann durch den Master spezialisieren kann? Heutzutage arbeiten die meisten Geisteswissenschaftler eh nicht direkt in dem Bereich, den sie gelernt haben. So ist zum Beispiel die Gleichstellungsbeauftragte an meiner Uni eigentlich Historikerin.

Ja, mir macht es manchmal auch Angst, nicht eine Sache richtig gut zu können. Aber Vielseitigkeit ist doch heutzutage immer mehr gefragt und wer will schon einen Fachidioten, der sich nicht auf Neuerungen einstellen kann?

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Sep 13, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Sep 13, 2013