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Studentenleben

Mehr Freiheit oder mehr Probleme?

Mit der Studentenzeit verbindet man seit jeher Freiheit. Freiheit von den Eltern, vom Zuhause, vom Gewohnten, ja sogar von manchen Freunden. Alles steht einem offen, endlich beginnt der eigene Weg. Tausend Möglichkeiten warten darauf, entdeckt zu werden. Doch so frei fühlt sich das gar nicht immer an. Plötzlich hat man seinen eigenen Haushalt zu führen, den man zwar etwas schleifen lassen kann, der aber trotzdem gemacht werden will. Dinge wie Rundfunkgebühren und Nichtveranlagungsbescheinigungen erwarten einen – Hilfe, woher soll ich wissen, wie man damit umgeht? Noch greift mir meine Mutter unter die Arme, was die günstigsten Bankoptionen oder Versicherungen angeht, doch irgendwann muss ich auch das alleine schaffen.

Zudem drängt sich im Bachelor immer mehr die Frage auf, in welche Richtung es danach gehen soll, ob und wo ich mich für einen Master bewerben will. Obwohl große Auswahl große Freiheit bedeuten müsste, fühle ich mich gleichzeitig erdrückt von all den Optionen, da ich Angst habe, irgendwas zu verpassen – sonst bin ich nämlich selbst dran schuld. Insgesamt überwiegt aber natürlich das schöne Gefühl, auf eigenen Beinen stehen zu können und das Leben nach eigenen Regeln voll auszukosten.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 4, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 4, 2013

Studentenleben live

Berufsmöglichkeiten für Kulturwissenschaftler (Teil 2)

Einen klar abgesteckten Berufszweig für Kulturwissenschaftler gibt es wohl nicht. Das ist eher ein breites Feld. Ein flüchtiger Bekannter erzählte mir vor kurzem, dass er und zwei seiner ehemaligen Kommilitonen bei einem Flughafen, in der Friedensforschung und der Buchhaltung eines Unternehmens arbeiten.

In Frage kommt aber beispielsweise auch der journalistische Bereich, etwa ein Verlag, eine Agentur, ein Radio- oder Fernsehsender. Zwei meiner Freundinnen haben zum Beispiel Praktika beim ZDF und arte gemacht.

Ich überlege, meinen Master in Kommunikationswissenschaften zu machen, um in Richtung Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation gehen zu können, weil ich zum einen gerne schreibe und zum anderen glaube, dass man damit nicht zu sehr spezialisiert ist und somit die Chancen auf einen Job steigen.

Andere Jobmöglichkeiten bieten sich etwa bei internationalen Organisationen, schließlich beschäftigen wir uns im Studium viel mit interkultureller Kommunikation und Ethnologie. Eine weitere Freundin von mir absolviert gerade ein Praktikum bei der Leitstelle für Integration Koblenz.

Außerdem kann man noch in kulturellen Institutionen arbeiten (weshalb ich ein Praktikum im Rhein-Museum gemacht habe) oder in den Tourismus- und Veranstaltungsbereich gehen (wie ich bei meinem Praktikum bei der Koblenz-Touristik).

Als letztes Beispiel fallen mir noch wissenschaftlichen Instituten wie etwa die Goethe-Institute ein, denn in einem kulturwissenschaftlichen Studium lernt man auch wissenschaftlich zu Schreiben.

Ich finde, man sollte sich nicht zu früh auf einen Bereich festlegen, sondern erst einmal ein gutes Studium hinlegen, bei dem man aber durchaus Augen und Ohren offen halten sollte.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Sep 25, 2013

Studentenleben live

Alltagsabenteuer

Hier im Surfcamp kehrt langsam Routine ein. Wir essen unsere Nudel abwechselnd mit roter oder weißer Soße, pilgern täglich auf die Düne, um die Wellen zu begutachten und besprechen immer um 10.15 Uhr wer welche Kurse übernimmt und wer das Abendessen zubereitet.

Da kommt einem ein bisschen Abwechslung doch sehr gelegen. Ein relativ alter VW-Bus hatte sich auf dem sehr sandigen Campingplatz-Boden eingegraben. Die vordere Achse steckte einen guten halben Meter im Sand. Der in der vorherigen Nach gefallene Regen hatte die Lage noch verschlimmert. Ein Entkommen aus eigener Kraft war dem Bus unmöglich geworden.

Zum Glück des Pechvogels allerdings ist eine meiner Team-Kolleginnen mit einem Jeep unterwegs. Nach Ende der Saison plant sie nämlich, über Portugal und Spanien per Fähre bis runter nach Süd-Marokko zu touren, wo sie den Winter über ein Forschungssemester verbringen wird. Doch Allradantrieb und ein Abschleppseil reichten leider nicht, um den schweren Bus aus seinem Loch zu holen. Was allerdings wäre ein Jeep ohne das nötige Zubehör? Zufälligerweise bemerkten wir schließlich die Sandbleche auf der Ladefläche, eingepackt in unscheinbare graue Laken. Mit ihnen und ein paar Spaten, mit denen wir die Reifen freilegten um die Bleche zu positionieren, schafften wir den T4 schließlich aus seinem Grab.

Um eine Menge Erfahrung und zwei Sixpacks Bier reicher machten wir uns einigermaßen stolz auf den „Heimweg“. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das ganze in Marokko dann nicht mehr nötig sein wird!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Sep 23, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Sep 23, 2013