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Studentenleben live

Semesterstart

Das neue Semester hat begonnen und überall summt und brummt, rauscht und raucht, klingelt und klappert es. Schnatternde Studenten soweit das Auge reicht.. Die Mensa platzt aus allen Nähten, die Bibliothekstür hört nicht auf zu rotieren. Fahrräder parken in der zweiten und dritten Reihe oder einfach mitten auf dem Weg. Überall stehen Kaffeetassen, leere, volle, halbvolle, mit und ohne Löffel. Es ist ein goldener Oktobertag – Altweibersommer, Sommer die Zweite. Auf der Sachsenbrücke (für manche der Inbegriff des Leipziger „Feelings“) tummeln sich wieder riesige Menschenmassen.

Für mich hat das zweite Semester im Master Kulturwissenschaften begonnen. Die erste Woche gleich mit einem Blockseminar – Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr zur Vorbereitung einer Ausstellung mit prächtigen alten Pflanzenbüchern aus dem Schatz der Universitätsbibliothek. Wir haben einige Katalogtexte geschrieben, Videointerviews geführt und Pläne zur Gestaltung des Ausstellungsraums gemacht. Das war eine Woche volle Konzentration. Im Gegensatz zum sonst ziemlich solitären Hausarbeiten-Schreiben eine ganz angenehme Arbeitsatmosphäre. Die verschiedenen Prüfungsleistungen müssen wir in der nächsten Woche erbringen, bevor die Ausstellung dann Mitte November eröffnet wird. Einer entwirft die Gestaltung der Vitrinen, einer kümmert sich um den Eingangsraum, eine Kommilitonin schreibt zu Werbezwecken einige Institutionen an und ich schneide die Videos zusammen. Endlich mal ein bisschen Praxis im Studium.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2013
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Rubrik: studium
Oct 25, 2013

Studentenleben live

Journalistische Recherche vor Ort (Teil 2)

Wie bereits berichtet, wollte ich also die Auswirkungen der Finanzkrise auf den Fußball in Portugals Liga und die Wechselwirkungen zur Gesellschaft untersuchen. Vor allem in Hinblick auf die absurde Situation, dass die Liga Transfersummen und Gehälter in Millionenhöhe zahlt, während der Staat kurz vor dem Bankrott steht. Weiter gefragt: Kann man bereits von einer Parallelwelt des Fußballs sprechen, die im Unterschied zum Staat ganz eigene Regeln und Werte entwickelt hat und nach diesen funktioniert? Wie bewerten die Fans diese paradoxe Situation? Gibt es Anhänger, die dagegen protestieren oder wird jener Zustand stillschweigend akzeptiert, während man zeitgleich gegen die Sparpolitik der Regierung auf die Barrikaden geht? Gibt es viele unter ihnen, die seit der Finanzkrise kein Geld mehr für eine Eintrittskarte aufbringen können?

Nachdem ich meine Bewerbung fristgerecht eingereicht hatte, hieß es erstmal: abwarten. Als ich nach ein paar Wochen schon fast vergessen hatte, dass noch eine Antwort ausstand, kam die frohe Nachricht. Die Jury hatte sich für mein Thema ausgesprochen und ein Stipendium bewilligt. Es konnte nun also tatsächlich losgehen.

Da ich geplant hatte, mit Verantwortlichen von Vereinen, Journalisten und natürlich Fans Interviews zu führen und diese als Basis meiner Erkenntnisse zu nehmen, musste ich jetzt Adressen und Kontakte recherchieren. Auch die Reiseroute legte ich fest. Starten wollte ich meinen dreiwöchigen Aufenthalt in Lissabon, um dann über Coimbra, Porto und Braga wieder zurück nach Lissabon zu fahren. Die jeweilige Dauer ließ ich noch offen. Ich buchte lediglich den Hin- und Rückflug.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Oct 25, 2013

Studentenleben live

Journalistische Recherche vor Ort

Bereits vor diesem Semester stand für mich fest, dass ich noch ein wenig Auslandsluft schnuppern wollte. Da die Organisation für ein Auslandssemester zu lang dauern würde, suchte ich nach anderen Möglichkeiten. Über Freunde und auch im Zuge eigener Recherchen war ich auf ein sehr interessantes Angebot der „Schwarzkopf Stiftung Junges Europa“ gestoßen. Diese bietet allen jungen Leuten bis 26 Jahre die Möglichkeit, zwischen drei und sechs Wochen auf Reisen zu gehen, indem sie das Vorhaben mit einer bestimmten Summe fördert. Bedingung: Man muss sich ein interessantes Thema mit EU-Bezug überlegen, welches man im Reiseland untersuchen möchte. Eine Jury entscheidet dann in einem Auswahlverfahren, welches Vorhaben gefördert wird. Ist man einer der Auserwählten, muss man die Erkenntnisse der Reise in Form eines Abschlussberichtes nach der Rückkehr an die Stiftung senden.

Nach dem Entschluss, mich für das Programm zu bewerben, startete ich mit einem ausgiebigen Brainstorming. An dessen Ende standen dann zunächst zwei Themen. Im Endeffekt entschied ich mich für eines in Portugal. Anlass war die immer noch anhaltende Finanzkrise der EU, die ja neben Griechenland vor allem auch mit Portugal in Verbindung gesetzt wird. Dieses Thema direkt vor Ort in Kombination mit einem bestimmten Bereich zu untersuchen, reizte mich sehr. Denn: In den Zeitungen hatte ich bereits viel über das Thema gelesen, doch wie sich die Krise im Land konkret äußert, kann durch das Lesen nur schwer vermittelt werden. Meine Fußballbegeisterung brachte mich dann auf die Idee. Warum nicht die Auswirkungen und Wechselverhältnisse der Finanzkrise auf den portugiesischen Fußball untersuchen? Zugegeben, es klingt zunächst ein wenig exotisch. Aber bei genauerem Hinsehen ergibt das durchaus Sinn. Wie genau, das erzähle ich euch im nächsten Blog.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Oct 22, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Oct 22, 2013