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Studentenleben live

Kleine Flucht nach Italien - Teil 2

Porträtfoto Blogger "Max"Eigentlich hatte ich gehofft, wir würden am zweiten Tag schon in den Bergen wandern, doch wir schaffen es bis zum Abend per Anhalter nur bis ein Stück südlich von Rom. Aber am nächsten Tag erreichen wir schon recht bald Neapel und kommen noch ein Stück weiter gen Süden. Von dort wandern wir in die Berge, entlang einer ziemlich steilen Küste. Hier wachsen noch mehr Zitronen- als Olivenbäume. Vereinzelt auch Khaki, Kiwi und Johannisbrot. Manche Orte sind schon sehr touristisch, andere Orte – wenige Kilometer entfernt – wurden davon verschont. In einem Laden kaufen wir uns Weißbrot, Tomaten und Käse. „Ingredienti: Latte die Pecora“ steht auf dem Pecorino – das bedeutet auf Italienisch einfach Schafmilchkäse. Und Wein natürlich. Während wir die nächsten Tage teils wandern, teils trampen und in Olivenhainen und Weinbergen übernachten, essen wir fast nichts anderes und kommen uns doch wie Könige vor – Könige der Straße.

„Unser Palast ist das luftige Zelt“ heißt es in einem Lied, das wir zusammen singen und auf der Gitarre begleiten. Als es in einer Nacht ein wenig regnet werden wir, weil wir ohne Zelt aufgebrochen sind, ein wenig nass. Doch am nächsten Tag kommen wir ans Meer. Die Sonne scheint, wir breiten die Schlafsäcke zum trocknen aus und gehen baden. Wir sind ganz alleine am Strand, die Touristen haben sich schon recht rar gemacht und den Italienern ist es wohl schon zu kalt. Wir aber genießen das Meer und die Sonne in vollen Zügen.

Mehr als eine Woche Uni wollen wir nicht schwänzen und so müssen wir schon bald wieder zurück. So wie auch die Hinreise etwas mehr als zwei Tage dauerte, ist es auch auf dem Rückweg. Sechs bis siebenhundert Kilometer kann man also selbst in Italien an einem Tag trampen, obwohl es dort noch unüblicher zu sein scheint, als in hier in Deutschland. Mit neun Euro am Tag haben wir auf unserer Reise nicht mehr, sondern eher weniger als zuhause ausgegeben. – Sich am Morgen an die Straße zu stellen und ohne Geld dafür ausgeben zu müssen am Abend in einem anderen Land zu sein, das nenne ich Freiheit. Freiheit, die man auch als Student haben kann, wenn man sich auf dieses kleine Abenteuer einlässt.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Nov 21, 2013
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Rubrik: studium
Nov 21, 2013

Studentenleben live

Mastersuche

Zunächst war ich erleichtert, als ich endlich wusste, für welches Fach ich mich im Bachelor entschieden sollte. Der Gedanke an einen anschließenden Master kam zwar immer wieder auf, ich habe ihn aber konsequent beiseitegeschoben. Jetzt bin ich im fünften Semester und im sechsten muss ich mich um einen Masterplatz bewerben. Bei der Bewerbung mache ich mir weniger Sorgen um meine Noten als darum, dass ich mit meinem kulturwissenschaftlichen Bachelor die Voraussetzungen für einen Master zum Beispiel in Kommunikationswissenschaft nicht optimal erfülle. Uns wurde im Studium immer gesagt wie wichtig es ist, Generalisten wie uns zu haben und dass wir damit überall arbeiten könnten – niemand hat uns gesagt, dass wir dafür erst eine Hochschule finden müssen, die uns für ein Masterstudium akzeptiert. Oft lese ich Formulierungen wie „Zulassungsbedingung ist ein medienwissenschaftlicher oder vergleichbarer Bachelor“ –ein wenig habe ich mich schon mit Medien auseinandergesetzt, geht das also jetzt?

Ich habe vor allem mit speziellen Suchportalen für Masterstudiengänge gesucht. In denen kann man die Fachrichtung einstellen und sich dann durch die Ergebnisse graben. Zu beachtende Faktoren sind der Inhalt, die Zulassungsbedingungen, der Kostenfaktor und auch die Entfernung. Nachdem ich mir einige rausgesucht hatte, habe ich mir alle genauer angeschaut und sie bewertet.

Dass ich nicht wirklich auf einen Master außer Kulturwissenschaft passe, macht mir schon Bauchschmerzen, denn mich zieht es eher in die Kommunikationswissenschaft oder Öffentlichkeitsarbeit. Deshalb werde ich sehr viele Bewerbungen schreiben und das Beste hoffen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Nov 19, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Nov 19, 2013

Studentenleben live

Ist denn schon wieder Weihnachten?

Ehrlich gesagt frage ich mich das schon seit Ende September, als ich das erste Mal Lebkuchen, Spekulatius & Co. in den Supermärkten bestaunen durfte. Vor anderthalb Wochen ist mir dann die Weihnachtsdekoration in verschiedenen Kaufhäusern aufgefallen: Tannenbäume, Weihnachtssterne und Geschenke. Alles wohl bedacht platziert, um den Kunden frühestmöglich in die kauffreudige Weihnachtsstimmung zu versetzen. Bei einigen Leuten funktioniert es tatsächlich. Das schlägt wohl nicht nur auf den Geldbeutel, sondern höchstwahrscheinlich auch auf den Magen: Wer kann bitte drei Monate in Folge tonnenweise Pfeffernüsse essen? Egal, ich freue mich jedenfalls schon riesig darauf, in wenigen Wochen die Beobachtung zum Kaufverhalten in einem sehr bekannten Kaufhaus Berlins zu starten.

Mein Professor für Konsumenten- und Kaufverhalten erlaubt sich und seinen Studenten jedes Jahr diesen kleinen Spaß. Er hat schon zugegeben, dass er diese „außerordentliche“ Veranstaltung auch gerne dafür nutzt, um selbst seine letzten Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Ich vermute stark, dass er sich dann gemeinsam mit vielen anderen in einer von Zeitdruck gejagten Menschenmasse wiederfindet, die sich mehr von emotionalen als von rationalen Kaufentscheidungen leiten lässt. Ja, auch Marketer können auf die altbewährten Maschen der Konsumindustrie hereinfallen. Gerade in der Weihnachtszeit ist dies öfter zu sehen, schließlich haben wir Marketer auch ein Herz und ein Nervensystem, das auf bestimmte Reize reagiert. Der Unterschied mag wahrscheinlich nur darin liegen, dass wir uns denken: Und wieder ein Beweis dafür, dass emotionales Marketing so erfolgreich ist!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 15, 2013