interaktiv

Studentenleben live

Erstaunliche Gestalten

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

03.12.2013

Ich lerne in meinem Studium immer wieder faszinierende Dinge, die mir klar machen, dass ich es trotz mancher Hürden eigentlich echt toll finde. Diese Woche gab es so einen Moment in einer Vorlesung, die der Vortragende mit folgenden Worten einleitete: „So, dann machen wir jetzt mal weiter mit dem Aussterben“. Er hatte eigentlich nicht die Absicht, einen Witz zu machen, lachen mussten wir Zuhörer aber trotzdem.

Inhaltlich sollte es in der Vorlesung um Aussterbeereignisse gehen. Dass die Dinos mal auf unserer Erde wandelten und dann durch ein solches Aussterbeereignis von der Bildfläche verschwunden sind, das weiß vermutlich jeder. Aber auch unzählige andere skurrile Gestalten sind nicht mehr präsent auf unserem grünen Planeten.

Da wäre zum Beispiel der Dodo, ein fetter, zutraulicher Vogel ohne Talent zum Fliegen, dessen Naivität ihm zum Verhängnis wurde. Er lebte auf Inseln im Indischen Ozean und zeigte keine Scheu vor Menschen, die sich einen Spaß daraus machten, die trotteligen Vögel einen nach dem anderen zu erschlagen. Ähnlich bescheuert ist der Grund für das immer noch anhaltende Amphibiensterben vielerorts: ein afrikanischer Frosch, der früher auf irgendeine Weise als Schwangerschaftstester verwendet wurde, wurde aus diesem Grund von Menschen auf andere Kontinente gebracht. Blöd nur, dass mit dem Frosch ein Pilz einreiste, der seither zum Aussterben vieler Amphibienarten geführt hat. Sehr erschreckend finde ich auch das Schicksal der amerikanischen Wandertaube. Noch im vorletzten Jahrhundert gehörte sie zu einer der häufigsten Vogelarten der Welt. Das wussten auch die Siedler Nordamerikas und erlegten die Tiere scharenweise, denn es gab ja so viele davon. Der Mensch schaffte es doch tatsächlich, diese Vögel auszurotten. Viele faszinierende Tiere, wie das Nashorn, müssen indes auch um ihr Überleben bangen. Nicht zuletzt, weil in asiatischen Kulturkreisen die irrsinnige Vorstellung besteht, das Horn der Tiere steigere die Potenz. Es ist auffallend, dass die viele Beispiele vor allem menschgemachte Aussterbeereignisse sind. Es gibt leider noch unzählige weitere Beispiele dafür. Was mir in dieser Vorlesung klar wurde, ist, dass es auf unserer Welt unheimlich faszinierende Wesen gibt. Für mich ein klarer Beweis dafür, dass es einen kreativen Schöpfer gibt. Und dass es unsere Pflicht ist sorgsam mit diesen Geschöpfen umzugehen.

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