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Studentenleben live

Trampen

Autor:

Rubrik:
studium

05.12.2013

Trampen ist immer wieder eine wunderbare Gelegenheit, sich ein wenig überraschen zu lassen. Du sitzt nah bei einem Menschen, den Du gar nicht kennst, und je nach Strecke habt ihr ein paar Minuten oder ein paar Stunden Zeit, euch über irgendetwas zu unterhalten. Beim Trampen habe ich schon von so vielen verschiedenen Berufen gehört, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Auch verworrene Lebensgeschichten, Abstürze und Aufstiege kamen vor. Es ist eine ganz spezielle Situation, die einem immer wieder erlaubt, ganz offen und frei miteinander zu reden. Man wird sich danach wahrscheinlich nie wieder sehen, kann deshalb eigentlich ziemlich offen und ehrlich über Hoffnungen, Sorgen und Ängste reden, Niederlagen eingestehen, Ärger ablassen.

Es gibt viele gute Gründe, einen Tramper mitzunehmen. Die Skepsis ist häufig groß und viele schauen uns Tramper an, als ob wir Straßenclowns oder Außerirdische wären, auch die Polizei verdächtigt uns manchmal, Gestalten des Zwielichts zu sein, aber zumindest an Raststätten und Tankstellen klappt es noch recht gut. Dort kann ich die Leute ansprechen und sie haben einen Augenblick Zeit, sich einen Eindruck von mir zu machen. Es gibt so viele Leute, die beruflich ständig quer durch Deutschland und noch weiter fahren. Sie verbringen Stunde um Stunde allein in einer rollenden Kiste, da freuen sie sich manchmal über einen netten und gesprächigen Beifahrer.

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