Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Journalistische Recherche vor Ort (Teil 8)

Nach dem Interview mit dem Sportjournalisten der „A Bola“ versuchte ich anhand der Kontakte, die er mir gegeben hatte, jemanden von Benfica oder Sporting zu erreichen. Leider vergeblich. Zwar sprach ich mit einer PR-Mitarbeiterin von Benfica, die die Anfrage an ihren Chef weiterleiten wollte, doch bis zum Ende der Reise hatte sie noch immer keine Antwort erhalten und musste mir deshalb absagen.

Bei den Fans hatte ich mehr Glück. Ein weiteres Treffen, diesmal mit Mitgliedern der Ultra-Gruppierung „Brigada Sporting“, brachte mir am vorletzten Tag der Reise nochmal die Meinung von den Rängen näher. Wir trafen uns in ihrer Zentrale in den Katakomben des Stadions, wo sie sich im Gespräch zunächst über die horrenden Gehälter der Stars beklagten, aber auch unterstrichen, dass ihr Verein, Sporting Lissabon, alles versuche, um Kosten einzusparen. Zum Beispiel durch den Verkauf von Spielern mit hohen Salären. Des Weiteren schilderten auch sie mir Fälle von Fans, die sich kein Ticket mehr leisten könnten, weil sie durch die Krise arbeitslos geworden seien.

Die beiden abschließenden Interviews in Lissabon hatten mir noch einmal sehr interessante Einblicke geliefert und so trat ich mit ordentlich Material für meinen Abschlussbericht die Rückreise nach Deutschland an. Im Gepäck: viele tolle Geschichten und eine klare Empfehlung an euch da draußen: Falls ihr Zeit und Lust habt, euch mal ausführlich und vor allem vor Ort mit einem Thema der Europäischen Union auseinanderzusetzen, bewerbt euch bei der „Schwarzkopf Stiftung Junges Europa“ für ein Reisestipendium. Es ist eine tolle Möglichkeit aus dem oftmals theoretischen Uni-Alltag auszubrechen und Zusammenhänge direkt in einem oder mehreren Ländern eurer Wahl zu recherchieren. Für mich war das eine interessante, abwechslungsreiche Erfahrung, die ich nur jedem ans Herz legen kann!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Dec 30, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Dec 30, 2013

Studentenleben live

Ein westälisches Publikum

„Bielefeld Slam 2013“. Die diesjährigen deutschsprachigen Poetry-Slam Meisterschaften, die im letzten Jahr in Mannheim und Heidelberg ein voller Erfolg gewesen waren, sollten nun im sagenhaften Bielefeld stattfinden. Nicht weit von zu Hause, in der Stadt, die es verschwörungstechnisch gar nicht gibt. Das feierten wir natürlich.
Im letzten Jahr hatte meine Schwester sich viereinhalb Stunden lang in den Zug gesetzt, um live mitzuerleben, wie die Stadthalle in Heidelberg tobte, während der Slamer auf der Bühne alles gab. Meine Erwartungen an das nördliche Revival der Veranstaltung waren dementsprechend hoch und wurden von den vortragenden Poeten auch nicht enttäuscht. Wir saßen hinten links in der Ecke, johlten und klatschten, wie es sich für einen guten Slam gehört, und stellten plötzlich fest, dass wir die einzigen waren. Es herrschte einfach Stille im Publikum. Beim Auf- und beim Abgang der Darsteller wurde höflich geklatscht, der Rest war Schweigen. Etwas schockiert von dieser Unlust schaute ich mich um. Ziemlich entnervte Gesichter ob der Randale, die aus unserer Ecke kamen. Offensichtlich war man hier nicht gewillt, den Abend zu feiern. Plötzlich war ich wieder zu Hause. Nicht in dem Zuhause, das ich mir manchmal in den buntesten Farben ausmale, wenn es in Heidelberg regnet, sondern da, wo die Leute steif auf den Stühlen sitzen und sich nicht begeistern lassen. Wo Ausgelassenheit als Frevel gilt und an Karneval die Sau rausgelassen wird, aber das auch nur im Münsterland und nicht in Ostwestfalen. Hier war ich doch nicht daheim! Und dann ignorierte ich die steifen Gesichter um mich herum und tat meinen Beifall kund, wie es sich gehörte für den größten Poetry Slam Deutschlands.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2013
Autor: Inga
Rubrik: studium
Dec 19, 2013

Studentenleben live

Sport, Sport, Sport

In Mexiko wurde ich sehr oft gefragt, was ich denn vermissen würde. Meine Standard-Antwort war „Schokolade“. Doch mittlerweile bin ich mir sehr sicher, dass dies nicht stimmte. Es fehlte mir was ganz anderes: Das Schwitzen und Pochen in den Adern.

Seit meiner Rückkehr nach Magdeburg segle ich auf einer Welle der Glückseligkeit, denn ich kann wieder regelmäßig Sport treiben. Nach einem Jahr und zahlreichen missglückten Versuchen, ein geeignetes Fitnessstudio in Mexiko-Stadt zu finden, genieße ich es, hier wieder so viele Möglichkeiten zu haben, und koste dies voll aus.

Kein Smog mehr, der beim Laufen in der Nase brennt, keine Straßenkreuzung nach der anderen und keine Gefahr, wenn es schon dunkel ist. Die Laufschuhe stehen vor der Tür und nach den ersten anstrengenden Runden macht es wieder richtig Spaß. Magdeburg ist eine wunderbare Stadt zum Joggen. Sie ist wunderbar grün und durch Parks und über die Elbe schlängeln sich viele verträumte Wege.

... Und auch das Schwimmen. In Mexiko war dies beinahe unmöglich. Für die einzige staatliche Schwimmhalle in meinem Stadtteil hätte ich mich bewerben müssen, mit einem Gesundheitszeugnis, Passfoto, und so weiter. Die privaten Bäder sind nur über eine Clubmitgliedschaft zugänglich – ein sehr exklusives Unterfangen. Ein Hoch auf die öffentlichen Volksbäder in Deutschland, 50-Meter-Bahnen und Studentenrabatte. Ich bin begeistert!

.Aber was vermisse ich an Mexiko? Antwort: Quesadillas. Doch wer weiß, die Sonne, die Landschaften oder das Kulturangebot wären auch gute Antworten.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Dec 17, 2013
Autor: Anni
Rubrik: studium
Dec 17, 2013