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Studentenleben live

Payback - wir schlagen zurück

Egal wo man ist, überall kann man Stempel, Aufkleber oder Punkte sammeln, um dann irgendwelche vermeintlich unschlagbaren Angebote oder Rabatte zu bekommen. Jeder weiß, dass es sich eigentlich nicht lohnt, und einen nur dazu bringt, dem einen Laden treu zu bleiben, aber trotzdem macht sammeln irgendwie Spaß. Schließlich waren wir ja alle mal Jäger und … Sammler.

Ein solches „unschlagbares Angebot“ hat zum Beispiel ein Buchladen ganz in der Nähe meiner Uni.

Bei einem Einkauf von zehn gibt es einen Stempel, bei 20 Euro zwei Stempel und so weiter. Beim zehnten Stempel gibt es dann einen Kaffee im Café nebenan. Ich muss also mindestens 100 Euro in diesem Buchladen lassen, um einen Kaffee zu bekommen? Da hole ich mir doch den Kaffee lieber einfach so und die Bücher gebraucht aus dem Internet. Wobei man da natürlich akzeptiert, dass die Paketausfahrer unter miserablen Bedingungen schuften.

Enttäuscht war ich auch, als Alnatura anfing, das Payback-Punktesystem einzuführen. Die Produkte sind zwar alle Bio, aber die sonstige Firmenphilosophie scheint die gleiche zu sein wie überall sonst auch: Profit. Dazu gehört auch herauszufinden, welche Altersgruppe was gerne kauft und in welchen Mengen. Und nichts ist leichter, als einen gläsernen Konsumenten zu schaffen. Man gibt einfach kleine Anreize. So wie eine Punktekarte zum Beispiel. Doch eine Kassiererin hat sich offensichtlich vorgenommen, das System mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Neulich stand ich an ihrer Kasse und ein Mann vor mir machte einen großen Einkauf. Als er die obligatorische Frage, ob er denn Paybackpunkte sammle verneinte, fragte sie mich: „Sammeln Sie denn Punkte?“. Natürlich sammle ich Punkte, aber ich hatte die Karte nicht dabei. Sie antwortete enttäuscht: „Schade, dann hätten wir das Kundenprofil so richtig durcheinanderbringen können!“

Deswegen benutze ich auch die Karte meines Vaters und hoffe, Payback wenigstens damit auf eine falsche Fährte zu führen. Leider bekommt er aber dafür auch die „unschlagbaren“ Rabatte.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jan 20, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jan 20, 2014

Studentenleben live

Endspurt Uni

Ich genieße es derzeit noch einmal voll und ganz, nach dem letzten Jahr Arbeiten im Freiwilligendienst wieder Studentin zu sein. Vor allem, weil ich Zeit habe, mich intensiv mit selbstgewählten Themen auseinanderzusetzen. Im letzten Jahr beim Freiwilligendienst war dies nicht im gleichen Umfang möglich. Ich glaube, diese Freiheit, die ich jetzt während des Studiums genieße, ist geradezu einzigartig im Leben.

Dennoch, es werden immer mehr meiner Kommilitonen und Kommilitoninnen mit ihrer Masterarbeit und Verteidigung fertig. Es wird spürbar, dass der Endspurt losgeht! So spekuliere ich schon seit Wochen über ein passendes Thema für die Masterarbeit und bin auf der Suche nach Fragestellungen, obwohl ich noch zwei, drei andere Hausarbeiten zu schreiben habe. Bei jedem Referat, habe ich das Gefühl, es wäre das letzte und das Studienende ist wieder einen Schritt näher.

Ich wünsche mir langsam, auch mit dem Studium fertig zu werden und mir neue Bereiche außerhalb der Wissenschaft zu erobern - weniger Theorie und mehr Praxis. Auch möchte ich endlich das Gefühl loswerden, ich müsste dringend noch was Lesen oder Schreiben. So schaue ich erwartungsvoll ins neue Jahr, denn noch muss ich mich bis zum Abschluss etwas gedulden.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jan 20, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jan 20, 2014

Studentenleben live

Die Sache mit dem Sport

Wie wohl ungefähr jede Frau, die sich unter Zeugen pünktlich zu Silvester ein besseres Jahr in einer besseren Welt mit einer besseren Figur versprochen hat, war ich letzte Woche tatsächlich in einem Fitnessstudio. Für mich stand das zwar nicht auf meiner persönlichen To-do-Liste für 2014, aber es gibt da hin und wieder solche Menschen, die es irgendwie schaffen, einen Pakt mit meinem Gewissen zu schließen und mich dann zu komischen Dingen überreden. Dieser Mensch trat dieses Mal in Gestalt einer Kommilitonin, Nachbarin und Freundin auf, und das komische Ding manifestierte sich in der Filiale einer Fitness-Kette.

Nachdem ich mir mehrfach glaubhaft versichern lassen hatte, dass dort auch wirklich stark übergewichtige Frauen, wie man sie aus Scripted-Reality-Formaten und Abnehm-Sendungen kennt, vertreten sind, und ich nicht die einzige jenseits jeglicher Kondition und Muskelkraft sein würde, kreuzten wir also zu meinem Probetraining auf und nahmen natürlich gleich den härtesten aller Kurse – es sollte ja auch was bringen. Irgendetwas in meinem Kopf hatte meine körperliche Verfassung ein bisschen runtergespielt und mir verklickert, dass es ja gar nicht so schlecht um mich stünde, ich hätte ja immerhin überhaupt mal Sport getrieben, ab und an wäre ich ja sogar eine Runde joggen gewesen, laut BMI-Tabelle wäre ich ja auch im Rahmen des Normalgewichts und überhaupt.

Leichtsinnig, wirklich leichtsinnig. Die Trainerin kam in den Raum und ihre ersten Worte waren: „Für die, die zum ersten Mal hier sind: Lasst euch nicht von den ersten Übungen irritieren, es wird schon noch härter!“ Die erste Übung kam, war mir eigentlich hart genug und ich hatte Angst. Die zweite, dritte, vierte Übung kam und meine Angst behielt ihre Existenzberechtigung. Am Ende der Stunde war ich beinahe tot und der festen Überzeugung, mich in diesem Fitnessstudio anzumelden oder eine andere Alternative zu finden. Einen Kampfsportverein vielleicht, denn so konnte es ja nicht weitergehen. Nun, was tat ich? Ich aß die Süßigkeiten, die wir von der Trainerin als Neujahrsgeschenk bekamen, verkündete allen stolz meine neuen verspäteten Vorsätze und entschuldigte mit meinem Muskelkater jegliches Ausbleiben körperlicher Aktivitäten für die nächste Woche.

Vielleicht ist es eben doch immer dasselbe, diese Sache mit dem Sport. Und vielleicht sind Vorsätze wirklich nicht dazu prädestiniert, dass ihnen auch etwas nachgesetzt wird. Im Moment habe ich jedenfalls tragischerweise noch genug Ausreden, das Ganze nach hinten zu verschieben. Um mein Ziel realistisch zu formulieren: Rein hypothetisch ist es mir unter Umständen ja irgendwie möglich, meinen vagen Plan in den Semesterferien weiter auszufeilen und dann eventuell einen Sport zu beginnen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jan 17, 2014