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Studentenleben live

Leipziger Uniradio - teuflisch gut

Autor:

Rubrik:
studium

23.01.2014

Vor ein paar Tagen habe ich wieder beim Uni-Radio Mephisto 97.6 mitgemacht und habe ein Buch rezensiert. Für die sechs Minuten Sendezeit habe ich abgesehen von der Lektüre des Buches bestimmt acht Stunden gebraucht, um meinen Text zu schreiben, einzusprechen, zu schneiden und so weiter. Die Zitate hat ein Kollege für mich eingesprochen, er hat schon deutlich mehr Übung im Sprechen, sodass bei ihm das Schneiden deutlich schneller ging.

Vier Stunden pro Tag sendet das Uniradio auf der Frequenz 97,6, die wir uns mit einem anderen Leipziger Radiosender teilen. Unsere Räumlichkeiten und die Ausstattung sind sehr professionell. Alles ist da – Aufnahmestudio, Computer, Schneideprogramme, Server, Online-Redaktion. Ein paar Professoren aus dem Studiengang Journalismus und aus Kommunikations- und Medienwissenschaften betreuen das Ganze. Einen kompletten Überblick habe ich noch nicht, aber hier sind bestimmt regelmäßig 50 Studenten, die den Betrieb aufrechterhalten. Meine Buchrezension lief im Feuilleton „Kultstatus“. Daneben gibt es auch reine Nachrichtensendungen, Politik und Zeitgeschehen, Musiksendungen, Satire und was uns eben sonst noch einfällt.

Allerdings ist es ziemlich zeitintensiv. Wer hier in der Chefredaktion arbeitet oder auch nur jede Woche einen Beitrag bringen will, der muss eigentlich ein Urlaubssemester nehmen. Wer freiberuflich bei einem Radiosender wie dem MDR oder Deutschlandfunk arbeitet, bekommt laut meinen Recherchen für eine fünfminütige Sendung zwischen 100 und 200 Euro. Das ist gar nicht so viel, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit hinter so ein paar Minuten steckt. Beim Uniradio bekommt man gar kein Geld, immerhin aber kostenlose Rezensionsexemplare oder freien Eintritt ins Kino, wenn man den Film bespricht.

Für mich, der ich Kulturwissenschaften studiere, und noch nicht weiß, was ich damit mal machen werde, ist es eine super Sache. Journalismus ist für mich schon eine Perspektive. Mal sehen, was daraus wird. In Zukunft werde ich jedenfalls häufiger mitmachen.

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