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Studentenleben live

Abschied

Das wars. Unsere gute alte Ersti-WG hat sich nun im fünften Semester komplett aufgelöst. Nur ich bin noch übrig geblieben. Bis vor Kurzem war Julia noch da, jetzt geht auch sie mit dem Erasmus-Programm ins Ausland und lässt mich mit den Nachmietern allein … Bei wem hocke ich mich nun bloß ins Zimmer und quatsche über Gott und die Welt? Bei Lisa in der Wohnung gegenüber? Fehlanzeige, auch sie geht im Januar für ein Semester nach Spanien. Bei ihrer Mitbewohnerin Marie? Nein, die ist auch nicht mehr lange da, weil sie – richtig – mit Erasmus nach Spanien geht! Wenn die alle wiederkommen, bin ich fertig mit meinem Bachelor und aller Wahrscheinlichkeit nach irgendwo auf der Welt, aber nicht mehr in Heidelberg.
Irgendwie konnten wir das den ganzen Sommer über richtig gut verdrängen, dass die „Clique“ sich langsam auflöst. Im Winter drückte uns das allen aufs Gemüt, aber jedem auf seine Art und Weise. Ich zog es vor in meinem Zimmer zu sitzen und Tee zu trinken, wenn die düsteren Wolken aufkamen, Julia hingegen verbrachte jede freie Minute mit der Clique und stresste mich ziemlich mit ihrem Gejammer darüber, wie stressig ihr Sozialleben sei, weil sie sich mit allen gleichzeitig verabredete. Ich taufte das Phänomen „Sozialstress“ und trank weiter meinen Tee.
Kurz vor Weihnachten war es dann soweit: Ich fuhr nach Hause in die Ferien, sie wollte am Tag nach Neujahr in ihre neue Heimat aufbrechen. Aber es gab ein Abschluss, einen fulminanten Abschluss: Wir luden alle zu uns in die WG ein und veranstalteten ein grandioses Weihnachtsessen. Aus der WG gegenüber schleppten wir Tische und Stühle herein, in der Wohnung über uns ließen wir unseren zweiten Braten im Ofen schmoren. Mit den spontan eingeladenen Helferlein waren wir 15 und feierten einen runden Abschied. Ich verkniff es mir zwar sehr lange, aber als ich dann den meisten unter ihnen Lebwohl sagen musste, kullerten dann doch die Tränen

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jan 30, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jan 30, 2014

Studentenleben live

Praktikum oder Masterarbeit

Neues Jahr, neue anstehende Entscheidungen – jedes Jahr dasselbe Spielchen. In diesem Jahr lautet es in meinem Fall: „Was willst du im Wintersemester 2014/15 tun: ein Praktikum absolvieren oder die Masterarbeit schreiben?“ Und natürlich hat beides seine Vor- und Nachteile. Wenn ich erst ein Praktikum mache, sammle ich wichtige Praxiserfahrung und kann das Berufsleben genießen, sprich: freie Wochenenden. Und nach dem Feierabend kann ich ohne schlechtes Gewissen meinen Hobbys nachgehen. Auf der anderen Seite würde sich mein Studium natürlich weiter in die Länge ziehen. Und es ist ja allseits bekannt, dass man mit einer Praktikumsvergütung nicht auf der Sonnenseite des Lebens steht. Wenn ich also gleich mit der Masterarbeit anfangen würde, könnte ich schneller ins echte Berufsleben einsteigen und entsprechend verdienen. In diesem Fall würde ich mir aber zusätzliche Praxiserfahrung entgehen lassen, die für meine Bewerbung Gold wert wäre. Aber diesen Aspekt könnte ich eigentlich auch mit meinem freiwilligen elfmonatigen Praktikum vor dem Master abdecken. So gesehen bräuchte ich die zusätzliche Praktikumserfahrung nicht unbedingt. Aus diesem Grund liebäugele ich eher mit der Variante Studienabschluss

Da ich in meinem Bachelorstudium eine theoretische Arbeit geschrieben habe, würde ich dieses Mal gern eine praxisorientierte Arbeit in einem Unternehmen schreiben. Der Vorteil: Ich kann Theorie und Praxis verbinden und bekomme dafür eine Vergütung, die mir hilft, über die Runden zu kommen. Also werde ich in den kommenden Wochen ein paar Bewerbungen verschicken. Drückt mir die Daumen!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 29, 2014

Studentenleben live

Leipziger Uniradio - teuflisch gut

Vor ein paar Tagen habe ich wieder beim Uni-Radio Mephisto 97.6 mitgemacht und habe ein Buch rezensiert. Für die sechs Minuten Sendezeit habe ich abgesehen von der Lektüre des Buches bestimmt acht Stunden gebraucht, um meinen Text zu schreiben, einzusprechen, zu schneiden und so weiter. Die Zitate hat ein Kollege für mich eingesprochen, er hat schon deutlich mehr Übung im Sprechen, sodass bei ihm das Schneiden deutlich schneller ging.

Vier Stunden pro Tag sendet das Uniradio auf der Frequenz 97,6, die wir uns mit einem anderen Leipziger Radiosender teilen. Unsere Räumlichkeiten und die Ausstattung sind sehr professionell. Alles ist da – Aufnahmestudio, Computer, Schneideprogramme, Server, Online-Redaktion. Ein paar Professoren aus dem Studiengang Journalismus und aus Kommunikations- und Medienwissenschaften betreuen das Ganze. Einen kompletten Überblick habe ich noch nicht, aber hier sind bestimmt regelmäßig 50 Studenten, die den Betrieb aufrechterhalten. Meine Buchrezension lief im Feuilleton „Kultstatus“. Daneben gibt es auch reine Nachrichtensendungen, Politik und Zeitgeschehen, Musiksendungen, Satire und was uns eben sonst noch einfällt.

Allerdings ist es ziemlich zeitintensiv. Wer hier in der Chefredaktion arbeitet oder auch nur jede Woche einen Beitrag bringen will, der muss eigentlich ein Urlaubssemester nehmen. Wer freiberuflich bei einem Radiosender wie dem MDR oder Deutschlandfunk arbeitet, bekommt laut meinen Recherchen für eine fünfminütige Sendung zwischen 100 und 200 Euro. Das ist gar nicht so viel, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit hinter so ein paar Minuten steckt. Beim Uniradio bekommt man gar kein Geld, immerhin aber kostenlose Rezensionsexemplare oder freien Eintritt ins Kino, wenn man den Film bespricht.

Für mich, der ich Kulturwissenschaften studiere, und noch nicht weiß, was ich damit mal machen werde, ist es eine super Sache. Journalismus ist für mich schon eine Perspektive. Mal sehen, was daraus wird. In Zukunft werde ich jedenfalls häufiger mitmachen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2014
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Rubrik: studium
Jan 23, 2014