Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Meine Chefin will mein Skript

Ja, ihr lest richtig. Meine Chefin ist sehr an den Unterrichtsmaterialien für meinen „Customer and Consumer Behaviour“-Kurs interessiert. Als ich ihr erzählte, dass ich heute eine Prüfung in diesem Fach hätte, wollte sie ganz genau wissen, welche Themeninhalte wir in der Vorlesung behandelt hatten. Sie war wirklich nicht mehr zu bremsen. Ich übertreibe nicht! Ich musste sie sogar daran erinnern, dass ich das Büro jetzt unbedingt verlassen und mich auf den Weg zur Uni machen müsse, um nicht zu spät zu kommen. Sie findet dieses Thema einfach so wahnsinnig interessant und möchte ihren Wissendurst unbedingt stillen. Ein gutes Vorbild, wenn ihr mich fragt. Denn nicht nur im Marketing gibt es rasante Veränderungen zu beobachten.

Wir leben heutzutage in einer schnelllebigen Welt. Trends kommen und gehen. Was morgen gehypt wird, ist übermorgen schon wieder old school. Um mit dieser Entwicklung mitzukommen, braucht es nicht nur viel Zeit und Geduld, sondern auch die nötige Disziplin. Schließlich muss gelesen werden, was das Zeug hält: Blogs, Magazine, Pressemitteilungen, Trendstudien… Ihr wisst ja, wovon ich spreche. Lebenslanges Lernen eben. Das wurde uns doch schon in der Schule angepriesen. Und die Lehrer hatten recht – wie man sehr gut am Beispiel meiner Chefin beobachten kann. Die Marketingbücher und -skripte, die sie während ihrer Uni-Zeit gelesen und studiert hat, sind doch heute alte Schinken. Einige Standardwerke bleiben natürlich das Must-Have in jedem Marketingregal. Aber für die Mehrheit gilt: überholt, verstaubt und einfach nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Ich stelle mir gerade vor, wie ich später meinen Kindern erzähle (unter denen hoffentlich zumindest bei einem ebenfalls das Herz für Marketing schlägt), was ich alles in der Uni gelernt habe und mit welchen Mega-Trends ich meine Berufskarriere gestartet habe. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich einen gewissen Kommentar zu hören bekommen werde, den ich meinen Eltern auch schon das eine oder andere Mal an den Kopf geworfen habe: „Das ist doch schon tausend Jahre her und ja wohl sowas von out. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das mal der absolute Hype war…“ Wir werden es sehen.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 7, 2014

Studentenleben live

Das Recht des Stärkeren: Zweirad gegen Vierrad

Das Leben stellt dich manchmal auf harte Proben. Und oft genug wird man von seinen Mitmenschen gereizt und in schwierige Situationen gebracht. All diese Schwierigkeiten bündeln sich meiner Meinung nach im Straßenverkehr, wo noch immer das Recht des Stärkeren gilt. Die Gleichberechtigung der Geschlechter hat in unserem Land zum Glück schon Hand und Fuß, aber wenn es um die Gleichstellung von Verkehrsteilnehmern mit zwei Rädern zu denen mit vier Rädern geht, stecken wir in vielen Teilen Deutschlands nach wie vor im Mittelalter.

Kurz gesagt: Man hat es nicht leicht als Fahrradfahrer im Bayreuther Straßenverkehr.
Ich muss zwar einräumen, dass es hier eine sehr schöne alte Bahnstrecke gibt, die nun ein Fahrradweg ist und als Ring fast um die ganze Stadt führt. Gemeinhin ist dieser idyllische Weg als „Uni-Highway“ bekannt, aber sobald dieser von einer Autostraße gekreuzt wird, hört die Idylle meist schon wieder auf. Morgens muss ich auf meinem Weg zur Uni an einer solchen Kreuzung oft lange auf die Gunst der Autofahrer warten, die mich nur selten passieren zu lassen.

Anders sieht es bei Ampeln aus, bei denen – oh, Wunder – den Fahrradfahrern sogar ein kleiner Streifen zugesprochen wird. Pech hat man dann nur, wenn dieser Fahrradstreifen sich schon auf der Kreuzung in Wohlgefallen auflöst. Dann kann man nur noch hoffen, hinter sich einen barmherzigen Autofahrer zu haben, der einen auch jenseits der Kreuzung als vollwertigen Verkehrsteilnehmer wahrnimmt.

Leider muss in Sachen Barmherzigkeit noch viel geschehen in den Köpfen der Bayreuther Autofahrer. Als ich vor kurzem beim Grünwerden der Ampel auf eine Straße abbiegen wollte, hupte mich doch tatsächlich so ein Vierrad von hinten an und überholte mich hupenderweise noch in der Kurve! Entschuldigt meine emotionsgeladene Formulierung, aber ich war wirklich stinksauer. Noch dazu, weil es sich diesmal um eine Kreuzung handelte, bei der ich von einer Straße ohne Fahrradstreifen in eine MIT Fahrradstreifen bog. Das heißt, ich war einen Meter nach seinem bescheuerten Überholmanöver sowieso nicht mehr im Herrschaftsgebiet der Vierräder!

Wenn mein Ärger verfolgen ist, überlege ich mir, was man machen könnte, um die Situation zu entschärfen.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Feb 6, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Feb 6, 2014

Studentenleben live

Studieren in Paris?

Mit Erasmus nach Paris zu gehen, das hatte ich mir vor kurzem überlegt. Wer in Frankreich was werden will, kommt an Paris kaum vorbei. Und wenn von irgendeiner großen Uni in Frankreich die Rede ist, dann ist das meist die Sorbonne in – genau: Paris.

Also bin ich für ein paar Tage dorthin gefahren und habe mir ein paar Unis angeschaut. Die Einrichtungen der Sorbonne sind über die ganze Stadt verteilt – es gibt die Sorbonne 4, Sorbonne 8 und so weiter. Die Nummern stehen dabei für die Stadtviertel, in denen das jeweilige Gebäude steht. Sorbonne 4 ist demnach im vierten Arrondissement, so werden die Stadtbezirke hier genannt. Die Erstsemester haben ihre Veranstaltungen in den eher außerhalb gelegenen Stadtvierteln in jüngeren Gebäuden. Da ich schon etwas länger studiere, bin ich zum alten Sorbonne-Gebäude im vierten Arrondissement gegangen.

Doch an jedem Eingang dieses alten Gebäudes aus dem 17. oder 18. Jahrhundert standen Wächter in blauer Uniform, denen man seinen Studentenausweis zeigen muss, um reingelassen zu werden. Ich habe es mit meinem Leipziger Studentenausweis probiert, aber der Wächter ließ mich nicht durch. Nur immatrikulierte Studenten hätten Zutritt. Ich bin also wieder gegangen – und habe einen jungen Kerl angesprochen, von dem ich dachte, er sei Student. Er meinte, ich solle es einfach noch mal bei einem anderen Wächter probieren und sagen, ich hätte meinen Ausweis vergessen, aber gleich eine Geschichtsvorlesung bei Professor XY. Das klang gut! Ich bedankte mich bei ihm und ging zu einem anderen Wächter. Dem gefiel meine Ausrede nicht so ganz, er zögerte, mich durchzulassen. Dann versuchte ich meine Geschichte ein bisschen auszuweiten und plötzlich sagte ich das Zauberwort – Erasmus. Je suis étudiant Erasmus... Ah! Erasmus! Fallait le dire tout de suite... Und was soll ich sagen: Es hat geklappt!

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 6, 2014
Autor:
Rubrik: studium
Feb 6, 2014