interaktiv

Studentenleben live

Meine Chefin will mein Skript

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

07.02.2014

Ja, ihr lest richtig. Meine Chefin ist sehr an den Unterrichtsmaterialien für meinen „Customer and Consumer Behaviour“-Kurs interessiert. Als ich ihr erzählte, dass ich heute eine Prüfung in diesem Fach hätte, wollte sie ganz genau wissen, welche Themeninhalte wir in der Vorlesung behandelt hatten. Sie war wirklich nicht mehr zu bremsen. Ich übertreibe nicht! Ich musste sie sogar daran erinnern, dass ich das Büro jetzt unbedingt verlassen und mich auf den Weg zur Uni machen müsse, um nicht zu spät zu kommen. Sie findet dieses Thema einfach so wahnsinnig interessant und möchte ihren Wissendurst unbedingt stillen. Ein gutes Vorbild, wenn ihr mich fragt. Denn nicht nur im Marketing gibt es rasante Veränderungen zu beobachten.

Wir leben heutzutage in einer schnelllebigen Welt. Trends kommen und gehen. Was morgen gehypt wird, ist übermorgen schon wieder old school. Um mit dieser Entwicklung mitzukommen, braucht es nicht nur viel Zeit und Geduld, sondern auch die nötige Disziplin. Schließlich muss gelesen werden, was das Zeug hält: Blogs, Magazine, Pressemitteilungen, Trendstudien… Ihr wisst ja, wovon ich spreche. Lebenslanges Lernen eben. Das wurde uns doch schon in der Schule angepriesen. Und die Lehrer hatten recht – wie man sehr gut am Beispiel meiner Chefin beobachten kann. Die Marketingbücher und -skripte, die sie während ihrer Uni-Zeit gelesen und studiert hat, sind doch heute alte Schinken. Einige Standardwerke bleiben natürlich das Must-Have in jedem Marketingregal. Aber für die Mehrheit gilt: überholt, verstaubt und einfach nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Ich stelle mir gerade vor, wie ich später meinen Kindern erzähle (unter denen hoffentlich zumindest bei einem ebenfalls das Herz für Marketing schlägt), was ich alles in der Uni gelernt habe und mit welchen Mega-Trends ich meine Berufskarriere gestartet habe. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich einen gewissen Kommentar zu hören bekommen werde, den ich meinen Eltern auch schon das eine oder andere Mal an den Kopf geworfen habe: „Das ist doch schon tausend Jahre her und ja wohl sowas von out. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das mal der absolute Hype war…“ Wir werden es sehen.

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