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Studentenleben live

Zwei Welten mit einem Ziel (Teil 2)

Morgens um neun alberten wir noch herum. Unser Frühstück tauften wir – uns über jede politische Couleur lustig machend – „Das antifaschistische Aktionsfrühstück“ und bei Twitter verfolgten wir empörte Parolen der linken Naziblockierer über das Verhalten der Polizei und über den Stand der Dinge und der Neonazis. Danach ging es ab auf die Meile der Demokratie, den Stand aufbauen. Innerhalb kürzester Zeit standen die Friendenstaubenflugmaschine und das Nazi-Bullshit-Bingo. Während das Basteln der Friedenstauben eher die kleineren Gäste anzog, wurde das Bingo zu einem echten Publikumsgag. Ganze Menschentrauben versammelten sich zeitweise um unseren Stand und versuchten zu erraten, ob die vorliegenden Zitate von Demokraten oder aus der rechten Szene stammten. Irgendwann wurde es uns zu kalt am Stand und wir gingen uns kurz die Beine vertreten.

Twitter sagte uns, dass der Aufmarsch der Rechten auf der anderen Seite der Elbe stattfinden würde, also beschlossen wir kurzerhand, vom „Bratwurst-Antifaschismus“ zu den „richtigen“ Linken zu wechseln. Wie zu erwarten war, waren sämtlich Elbbrücken gesperrt als wir ankamen. In zwei bis drei Reihen standen die Polizisten hinter ihren Absperrgittern und auf der Brücke stauten sich die Polizeiautos. Irgendwo faselte ein vermummter Autonomer etwas über Absperrung durchbrechen. Der schwarze Mob schloss sich ihm an und gemeinsam pöbelten sie die Polizei an. Auf unserem Weg zurück zur Meile holten uns plötzlich News über den Verbleib der Neonazis und damit auch der Autonomen ein: Bauzäune zerschmetternd, Steine und Böller werfend rannten sie zu hunderten gen Norden, verfolgt von einer deutlichen Minderheit an Polizisten. Bescheuert. Morgens hatten sie noch „friedlich“ Gleise blockiert, damit der Aufmarsch nicht stattfinden kann. Das hatte wenigstens den Anschein einer sinnvollen Begründung. Jetzt sah es nach Randale pur aus. Teurer Spaß.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Feb 12, 2014

Studentenleben live

Das Recht des Stärkeren, Zweirad gegen Vierrad

Mein großer Ärger ist etwas verpufft, weswegen ich mich nun mit ein paar Vorschlägen, melde, wie man das Miteinander auf Bayreuths Straßen erleichtern könnte. Hoffentlich liest das hier irgendjemand vom städtischen Straßenplanungsamt.

1. Fahrradstreifen sind zwar schön, aber es ist hinterhältig, diese im Nichts beginnen und wieder enden zu lassen. Fahrradfahrer können leider nicht beamen. Es ist ihnen somit nicht möglich, ausschließlich nur auf diesen sporadisch angelegten Fahrradstreifen zu fahren.

2. Ein Fahrradweg, der mit einem Gehsteig zusammenfällt, ist keine gute Idee. Der Fahrradfahrer muss die unmoralische Entscheidung treffen, entweder kleine Kinder und Hunde umzumähen oder sich auf der Autostraße selbst von den Vierrädern ummähen zu lassen.

3. Und zu guter Letzt: Vielleicht sollten Autofahrer mal daran erinnert werden, dass Fahrradfahrer mit ihrem umweltschonenden Gefährt die gleichen Rechte im Straßenverkehr haben wie die abgasproduzierenden Verkehrsteilnehmer auf vier und mehr Rädern.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Feb 12, 2014

Studentenleben live

Ein Wochenende in Braunschweig

Seit vier Jahren fahren meine Mutter und ich einmal im Jahr zu zweit in den Urlaub. Und auch wenn es immer nur Wochenendtrips sind, beschreibt das Wort Urlaub unsere Ausflüge sehr gut, denn wir genießen die gemeinsame Zeit und nutzen sie zum Austausch und zur Erholung. Ich schätze diese Wochenenden sehr.

Unser allererster Ausflug ging in den winterlichen Norden nach Kühlungsborn an die Ostsee, beim zweiten Mal eroberten wir Lüneburg und seinen Weihnachtsmarkt. Als Vorbereitung für meine große Reise nach Mexiko verlegten wir den dritten Urlaub ganz pragmatisch in meinen Heimatort Magdeburg und kochten Rote-Bete-Suppe. Dieses Mal fuhren wir nach langem Überlegen ins benachbarte Braunschweig.

Bei der Stadtführung tauchten wir ein in die Geschichte der Stadt, welche ihren Namen weder der Farbe noch der Stille verdankt, sondern vielmehr der Brandrodung oder ihrem Gründer. So ganz entschieden ist dies nicht. Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: Die Stadt ist viel schöner als ihr Name! Die Altstadt von Braunschweig ist geziert von Fachwerkhäusern, dazwischen finden sich aber auch immer wieder moderne Gebäude. Sie verströmt spürbar ein Hauptstadtflair und wirkt viel größer als das kleine, verschlafene Magdeburg.

Auch der Weihnachtsmarkt ist viel größer und beim Schmökern auf diesem entdeckten wir viele nette Kleinigkeiten und kauften manche Geschenke. Besonders toll war ein Stand mit hausgemachtem Senf, an dem wir uns von der scharfen Bärlauchvariante bis zum süßen Sanddorn-Chili-Mix durchkosteten und am Ende am liebsten von jedem Glas drei mitgenommen hätten. Und auch der warme, rauchige Duft, der über dem Markt in der Luft hing, verführte zum Genuss und so futterten und schlürften wir uns durch das Angebot der Buden. Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub mit meiner Mutter!

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Feb 11, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Feb 11, 2014