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Studentenleben live

Hausarbeiten & Prokrastination

Bald schon werden das rhythmische Klackern und taktische Zehn-Finger-tippen wieder mein Leben bestimmen – es geht an das Hausarbeitenschreiben. Viele meiner Freunde haben größere Probleme damit und schieben es auf, soweit es nur geht. Jede Zeile kostet sie eine Mordsüberwindung. Dieses Phänomen, die Prokrastination, war auch meine furchtbarere Begleiterin bei den ersten beiden Arbeiten.

Seitdem habe ich zum Glück verschiedene Tricks entwickelt, wie ich meinem eigenen Unmut beikommen kann und es frühzeitig schaffe, mich an den Schreibtisch zu setzen: Zunächst geht es ganz klassisch mit Aufräumen los – der Schreibtisch muss entrümpelt werden. Wenn sich zu viel drauf stapelt, ist es zu leicht, sich abzulenken. Nur der PC, ein oder zwei Bücher sowie Notizmaterial dürfen bleiben.

Danach, und dies ist ein sehr persönliches Ritual, zünde ich mir eine dicke Stumpenkerze an. Sie ist mein Zeitmesser. Ich hoffe ich schaffe alle drei Hausarbeiten mit dieser einen Kerze ...

An Tagen, an denen ich so richtig unmotiviert bin, setze ich mir Zeitlimits. Dann arbeite ich beispielsweise eineinhalb Stunden konzentriert durch und gehe danach eine Runde raus oder gönne mir etwas anderes. Es ist für mich auch sehr wichtig, mindestens eine schöne Aktivität am Tag zu planen. Das kann ein Kochabend mit Freunden oder ein Besuch in der Schwimmhalle sein. Da ich nicht in der Bibliothek schreibe, ist es sehr wichtig, diese Aktivitäten zu planen, um ab und an zu entkommen.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Feb 20, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Feb 20, 2014

Studentenleben live

École Normale Supérieure in Paris

Nachdem mich weder das Collège de France, noch die Sorbonne richtig überzeugen konnten, ging ich zur École Normale Supérieure kurz ENS. Ich fand den Eingang nicht sofort, lief an einigen elektronisch gesicherten Türen vorbei und fürchtete, auch hier nicht ohne Probleme hineinzukommen. Doch dann kam ich zum Haupteingang – weit geöffnet, ohne Wärter und sogar ohne Ausweiskontrolle. Wieder war es ein ziemlich altes Gebäude, wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert, mit quadratischem Innenhof. Alles war sehr gepflegt, es gab einen kleinen Springbrunnen in der Mitte, ein paar Bäume und Parkbänke.

Mitten im Hof standen ein paar Studenten zusammen. Ich sprach sie an und fragte, wo denn das Institut für Philosophie sei. Einer antwortete: im Haus Louis Pasteur. Also machte ich mich auf den Weg. Das Institut war in einem kleinen Haus untergebracht, gleich rechts vom Haupteingang. Ich betrat einen schmalen, düsteren Flur, alles wirkte wie in einem früheren Jahrhundert, nur die gedruckten Aushänge warn aus heutiger Zeit. Auf einem kleinen Tisch lag ein Stapel roter Hefte, das Vorlesungsverzeichnis des internationalen philosophischen Kolloquiums. Ich nahm eines der Hefte mit, um es in einem Café zu studieren.

Draußen kam ich am Schaufenster eines Immobilienmaklers vorbei und sah einige Aushänge mit kleinen und kleinsten Wohnungen, die zu vermieten sind. Ein kleines Zimmer mit zwölf Quadratmetern kostet hier 550 Euro. Eine Ein-Zimmer-Wohnung sogar 700 Euro. Vielleicht ist Leipzig ja doch nicht so übel?

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 19, 2014
Autor:
Rubrik: studium
Feb 19, 2014

Studentenleben live

Dreiste Verhältnisse

Die Welt der Praktikumsangebote in Berlin ist faszinierend. Zum einen, weil es eine Vielzahl von tollen Stellen an interessanten Orten gibt. Und zum anderen, weil viele Arbeitgeber der Ansicht sind, dass das Sammeln von Praxiserfahrungen Lohn genug ist und sie nicht auch noch zusätzlich ein Gehalt zahlen müssen. Das Wort „faszinierend“ ist hierbei noch eine milde Umschreibung – „dreist“ würde es wohl eher treffen. Doch so lange es genügend Studierende gibt, die sich freiwillig ausbeuten lassen, wird das so weitergehen. Übrigens: Nahezu alle Bundesministerien gehören in diese Kategorie, öffentlich-rechtliche TV-Sender auch. Also gerade die Institutionen, die eigentlich genug Mittel hätten, um ein angemessenes Salär zu zahlen. Ich habe mich entschlossen, solche Angebote zu ignorieren.

Seit Dezember arbeite ich nun in der Pressestelle des Bundesverbandes von Bündnis90/Die Grünen. Ein Praktikum, das a) Spaß macht, weil es einen interessanten Einblick in die Arbeit einer politischen Partei in Deutschland gewährt, und b) bezahlt wird. Insofern bin ich froh, dass ich die Chance, Praxiserfahrung zu sammeln, nochmal genutzt und die Bachelorarbeit um ein Semester verschoben habe – auch wenn es, dass muss ich zugeben, anstrengend ist, 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, nebenbei noch Bewerbungen für Masterstudiengänge zu schreiben und sich zu entscheiden, welches Thema man für die Abschlussarbeit wählt.

Aber: Wenn man sich zum Ziel gesetzt hat, nach dem Studium als Journalist zu arbeiten, muss einem klar sein, dass man bereits während der akademischen Ausbildung Praxiserfahrung sammeln muss. Das ist manchmal hart und anstrengend, aber es wird über kurz oder lang (so zumindest meine Hoffnung) auch belohnt werden.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2014
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 18, 2014