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Studentenleben live

Bundesmusikparade

Ich interessiere mich überhaupt nicht für Militär- und Blasmusik. Marschkapellen finde ich albern. Und niemals könnte ich mir das Ganze vier Stunden lang anhören, geschweige denn, dass ich Geld dafür ausgeben würde. Eher müsste man mich dafür bezahlen. Das alles weiß ich heute. Als ich mich frohen Mutes freiwillig dafür meldete, anlässlich der Bundesmusikparade für die Kriegsgräberfürsorge Flyer zu verteilen und Spenden zu sammeln, harrte ich gespannt der Dinge, die dort auf mich warteten und freute mich sogar auf ein bisschen Tamtam. Aber man kann es auch übertreiben.

Mir war nicht ganz ersichtlich, warum wir Flyer über unsere Jugendarbeit an 90-Jährige verteilten, aber nach getaner Arbeit hockte ich mich erwartungsvoll in die mit rund 5.000 Menschen gut gefüllte Festhalle – und schlug Mund und beide Backen auf: Man hätte vorher drauf kommen können, aber irgendwie haute es mich dann doch um, dass es eine Musikparade war. Mit Uniformen, marschieren, Militärgruß und so weiter. Und noch viel mehr war ich erstaunt darüber, dass diese Menschen offensichtlich sehr viel Geld dafür ausgegeben hatten und dass sie es vier Stunden aushielten! Nach einer halben Stunde musste ich den Saal verlassen und mich erholen. In der Pause sammelten wir Spenden ein und unterhielten uns mal hier, mal da. Ich konnte das alles irgendwie nicht ganz ernst nehmen. Als die Holländer am Ausgang noch einmal anfingen zu spielen, da musste ich einfach lauthals johlend meinen Beifall kundtun. Einer der Holländer lachte, rief seine Kollegen zusammen und wir machten unter lautem Gelächter ein Foto. Wenigstens nehmen sie sich selber auch nicht allzu ernst.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Feb 25, 2014

Studentenleben live

Unbegrenzte Möglichkeiten

Manchmal frage ich mich tatsächlich, ob es nicht praktischer wäre, wenn wir in einer sozialistischen Planwirtschaft leben würden. Man stelle sich vor, das Supermarkt-Kühlregal würde nicht 50 verschiedene Joghurt-Sorten beherbergen, sondern nur vier. Wir würden nicht 15 Minuten damit verbringen, uns entscheiden zu müssen, ob wir lieber Rhabarber-Holunder oder doch Cranberry-Sanddorn kaufen wollen. Wir hätten die Wahl zwischen Erdbeere, Kirsche, Banane und vielleicht noch Johannisbeere – und gut ist. Keine quälenden Abwägungen mehr.

Ähnlich geht’s mir bei der Wahl des Master-Studiengangs. Die Auswahl ist unglaublich groß, nahezu unbegrenzt. Das ist auf der einen Seite natürlich schön, ein wahnsinniger Fortschritt im Vergleich zu früher (analog zur heutigen Auswahl an Joghurt-Sorten, die ja auch viele Vorteile bringt). Auf der anderen Seite stellt es einen jedoch auch vor die Wahl: Welches Angebot nehme ich nun wahr? Und verpasse ich nicht etwas, wenn ich das nehme?

Eines steht auf jeden Fall fest, liebe Abiturienten: Der Entscheidungsstress „welchen Bachelor soll ich denn jetzt nehmen“ wird nicht euer letzter sein – vorausgesetzt ihr wollt noch einen Master dranhängen. Bis dahin, da bin ich mir sicher, wird die Zahl der Studiengänge sogar noch um ein Vielfaches höher sein. Die der Joghurt-Variationen aber wahrscheinlich auch.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2014
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 24, 2014

Studentenleben live

Hausarbeiten & Prokrastination

Bald schon werden das rhythmische Klackern und taktische Zehn-Finger-tippen wieder mein Leben bestimmen – es geht an das Hausarbeitenschreiben. Viele meiner Freunde haben größere Probleme damit und schieben es auf, soweit es nur geht. Jede Zeile kostet sie eine Mordsüberwindung. Dieses Phänomen, die Prokrastination, war auch meine furchtbarere Begleiterin bei den ersten beiden Arbeiten.

Seitdem habe ich zum Glück verschiedene Tricks entwickelt, wie ich meinem eigenen Unmut beikommen kann und es frühzeitig schaffe, mich an den Schreibtisch zu setzen: Zunächst geht es ganz klassisch mit Aufräumen los – der Schreibtisch muss entrümpelt werden. Wenn sich zu viel drauf stapelt, ist es zu leicht, sich abzulenken. Nur der PC, ein oder zwei Bücher sowie Notizmaterial dürfen bleiben.

Danach, und dies ist ein sehr persönliches Ritual, zünde ich mir eine dicke Stumpenkerze an. Sie ist mein Zeitmesser. Ich hoffe ich schaffe alle drei Hausarbeiten mit dieser einen Kerze ...

An Tagen, an denen ich so richtig unmotiviert bin, setze ich mir Zeitlimits. Dann arbeite ich beispielsweise eineinhalb Stunden konzentriert durch und gehe danach eine Runde raus oder gönne mir etwas anderes. Es ist für mich auch sehr wichtig, mindestens eine schöne Aktivität am Tag zu planen. Das kann ein Kochabend mit Freunden oder ein Besuch in der Schwimmhalle sein. Da ich nicht in der Bibliothek schreibe, ist es sehr wichtig, diese Aktivitäten zu planen, um ab und an zu entkommen.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Feb 20, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Feb 20, 2014