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Studentenleben live

Erlösende Ferien

Am 31. Januar waren die Klausuren endlich geschafft. Nachdem die erste Prüfung nicht allzu gut lief, waren alle anderen Klausuren dafür gut zu meistern, was mich sehr erleichterte. Am Freitag sah man die Erstis schon anstoßen und feiern, da diese vor uns, den Drittsemestern, fertig geworden waren. Das machte mich ganz schön neidisch. Aber zwei Stunden später hatten auch wir endlich Ferien! Um das gebührend zu feiern, bin ich mit einer Freundin Mittagessen gegangen, bevor ich mit dem Zug nach Hause fuhr. Bei meiner Familie wollte ich mir eine entspannte Zeit machen.

Nachdem ich einige Bewerbungen für einen neuen Minijob und das Praxissemester im diesjährigen Wintersemester geschrieben hatte, waren mein Freund und ich erst einmal ein paar Tage Skifahren. Das war wunderschön, weil wir auch Glück mit dem Wetter hatten. Als wir zurückkamen und ich meine Mails checkte, waren zwei Einladungen angekommen: eine zum Probearbeiten in einem örtlichen Supermarkt und eine weitere zu einem Vorstellungsgespräch wegen des Praktikums. Vielleicht kann ich also im Winter bei einer sehr großen Firma arbeiten. Es läuft im Moment wirklich alles glatt, denn, was soll ich sagen? Den Job im Supermarkt habe ich bekommen!

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Feb 26, 2014
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Feb 26, 2014

Studentenleben live

Vom Tod der Elektrogeräte

Alles begann vor ein paar Wochen. Ich wusste bis dahin nicht, dass irgendeine tiefergehende Beziehung zwischen meinem Computer und meinem Fernseher bestand, aber es muss sich um eine starke emotionale Bindung gehandelt haben, oder immerhin um Gruppenzwang, als beide kurz nacheinander verstarben. Der PC raffte sich zwar kurz noch einmal auf, aber es war zu spät. Ich will nicht zu dramatisch werden, aber ein bisschen erinnerte mich das Szenario durchaus an Romeo und Julia. Und wenn ich schon keinen Sinn darin sehe, dass mich beide nahezu zeitgleich verlassen mussten, dann möchte ich darin wenigstens Poesie sehen.

Ohne meinen PC bin ich wirklich aufgeschmissen. Nicht mal wegen des Internets, aber schon allein wegen meiner mühsam, liebevoll und kleinschrittig verfassten To-do-Listen. Man mag das Fanatismus nennen oder Vergessens-Paranoia, das tu ich hin und wieder ja auch selbst, aber ich brauche das einfach. In meinem Kopf ist kein Platz für Struktur und auch nicht in meinem Zimmer Ich schätze, genau darin liegt der Grund verborgen, warum ich so auf Ordnung in digitalen Dokumenten poche. Es fängt damit an, dass ich eine Datei besitze, in der ich immer etwa 15 Ideen für neue Blogartikel aufgelistet habe. Ich habe eine Liste mit Büchern, die ich noch lesen muss will sollte, weil irgendjemand, dessen Meinung mir mehr oder minder wichtig ist, sie mir empfohlen hat. Genauso ist es mit Filmen. Dann habe ich natürlich noch eine ganz klassische To-do-Liste mit banalem Zeug wie dem Putzplan, eine Liste mit meinen Zielen für das laufende Jahr, eine Liste mit bisher ungenutzten lyrischen Ergüssen, die darauf warten, in irgendein Gedicht eingeflochten zu werden, ein Dokument mit lauter Links zu literarischen Ausschreibungen, an denen ich letztendlich ohnehin nicht teilnehme, weil ich den Einsendeschluss immer verpasse.

Ich habe Menschen mit derartigen Strukturbedürfnissen eigentlich immer als besonders unsympathisch und verkrampft empfunden, aber da diese Dateien-Struktur niemals mein Denken erreicht, kann ich mich noch ganz gut aushalten. Eine Weile hatte ich sogar eine Liste über sämtliche Einkünfte und Ausgaben. Jetzt jedenfalls tue ich all die Dinge, von denen ich noch auswendig weiß, dass sie erledigt werden müssen, habe meine manuell erstellten Listen, lebe aber täglich mit dieser Angst, irgendetwas vergessen zu haben.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Feb 25, 2014

Studentenleben live

Bundesmusikparade

Ich interessiere mich überhaupt nicht für Militär- und Blasmusik. Marschkapellen finde ich albern. Und niemals könnte ich mir das Ganze vier Stunden lang anhören, geschweige denn, dass ich Geld dafür ausgeben würde. Eher müsste man mich dafür bezahlen. Das alles weiß ich heute. Als ich mich frohen Mutes freiwillig dafür meldete, anlässlich der Bundesmusikparade für die Kriegsgräberfürsorge Flyer zu verteilen und Spenden zu sammeln, harrte ich gespannt der Dinge, die dort auf mich warteten und freute mich sogar auf ein bisschen Tamtam. Aber man kann es auch übertreiben.

Mir war nicht ganz ersichtlich, warum wir Flyer über unsere Jugendarbeit an 90-Jährige verteilten, aber nach getaner Arbeit hockte ich mich erwartungsvoll in die mit rund 5.000 Menschen gut gefüllte Festhalle – und schlug Mund und beide Backen auf: Man hätte vorher drauf kommen können, aber irgendwie haute es mich dann doch um, dass es eine Musikparade war. Mit Uniformen, marschieren, Militärgruß und so weiter. Und noch viel mehr war ich erstaunt darüber, dass diese Menschen offensichtlich sehr viel Geld dafür ausgegeben hatten und dass sie es vier Stunden aushielten! Nach einer halben Stunde musste ich den Saal verlassen und mich erholen. In der Pause sammelten wir Spenden ein und unterhielten uns mal hier, mal da. Ich konnte das alles irgendwie nicht ganz ernst nehmen. Als die Holländer am Ausgang noch einmal anfingen zu spielen, da musste ich einfach lauthals johlend meinen Beifall kundtun. Einer der Holländer lachte, rief seine Kollegen zusammen und wir machten unter lautem Gelächter ein Foto. Wenigstens nehmen sie sich selber auch nicht allzu ernst.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Feb 25, 2014