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Studentenleben live

Naziaufmarsch in Magdeburg

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

26.02.2014

Jedes Jahr versammeln sich zum 18. Januar Neonazis aus ganz Deutschland in Magdeburg. Offiziell kommen sie um den Opfern des Luftangriffes, der an diesem Tag stattfand, zu gedenken. Als geschlossene schwarze Masse marschieren sie durch die Stadt.

Zum Glück gibt es mittlerweile viele Gegenaktionen. Mit der „Meile der Demokratie“, welche die gesamte Innenstadt einnimmt, wird ein wichtiges Zeichen bürgerschaftlichen Engagements gesetzt. Auf der Meile präsentieren sich Organisationen aus allen Bereichen sozialer Trägerschaft und politischen Engagements. Dieses Jahr kamen noch einzelne „Meilensteine“ hinzu. Dies sind Aktionsstände, welche sich über die Stadt verteilten und an denen Infostände mit Kleinaktionen angesiedelt wurden, um Gegendemonstrationen besser über die Stadt zu verteilen.

Zudem kamen an diesem Tag Gegendemonstranten aus ganz Deutschland, um aktiv mit Einwohnern der Stadt zu demonstrieren, und natürlich, wie könnte es anders sein, wurden auch Polizisten aus ganz Deutschland einbestellt, um die Demonstranten voneinander fernzuhalten. Gut abgeschirmt, konnten die rund 800 Nazis am Ende doch noch drei Stunden durch die Stadt laufen. Viele Stadtteile wurden abgeriegelt und sämtlicher Verkehr im Zentrum kam zum Erliegen. Ich kam am Abend nicht mehr nach Hause, ohne meinen Ausweis vorzuzeigen und einige Absperrungen zu passieren.

Der 18. Januar ist ein Tag im Ausnahmezustand. Begleitet von der Hoffnung, den Neonazis ein für alle Male zu zeigen, dass es in Magdeburg keinen Platz für sie gibt.

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