interaktiv

Studentenleben live

Bilanz

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

07.03.2014

Warnhinweis: Dieser Text kann Spuren von Hochmut enthalten. Der Konsum kann unter Umständen auch eine deprimierende Wirkung auf den Leser haben und ist daher mit Vorsicht zu genießen. Es war nicht die Zielsetzung dieses Beitrags, eine pessimistische Sicht auf das eigene Leben zu begünstigen. Vielmehr sollte lediglich gezeigt werden, dass die Welt sich mal schneller und mal langsamer zu drehen und es für alles die richtige Zeit zu geben scheint.

„Meine Zeit ist jetzt. Mein Jahr ist 2014.“ So ungefähr kündigt wohl jeder alkoholgeschwängert, sich selbst überzeugen wollend oder wenigstens irgendjemand anderen, die große Wende an, nachdem er die ersten Silvesterraketen über sich registriert und beschlossen hat, dass dies der richtige Moment für große Worte ist. Genau das habe ich auch gesagt und niemals damit gerechnet, dass es so ausgehen würde.

Ich weiß nicht, was mit mir passiert ist. Ich war schon immer relativ spontan, aber ich war mindestens genauso gut darin, einfach nur zu reden. Ideen zu haben und Pläne, aber gerade nur so konkret, dass man nicht wirklich handeln musste und es noch eine glaubwürdige Ausrede gab, noch keinen Schritt weiter mit seinen Vorhaben zu sein. Aber dieses Jahr scheint vieles ein bisschen anders zu sein. Meine To-do-Liste für 2014 füllt sich schon jetzt mit Häkchen: Ich habe schon fast das zweite der mir vorgenommenen Bücher ausgelesen, ich werde morgen das Studentendorf verlassen und mit einer Freundin zusammen in eine schönere Wohnung umziehen. Ich habe einen Platz für ein Auslandssemester in Israel bekommen (das heißt, die Ziele „neue Sprache lernen“ und „ins Ausland reisen“ werden voraussichtlich erreicht) und ich bin seit Anfang Februar Mitglied in einem Kampfsportverein und gehe regelmäßig zum Thaiboxen (obwohl ich niemanden gefunden habe, der mit mir zusammen dort hingeht). Mit so einer Bilanz habe ich wirklich niemals gerechnet und ich muss sagen: Ich bin mehr als stolz auf mich! Es tut unwahrscheinlich gut, sein eigenes Leben ein bisschen so zu gestalten, wie man es gern auf einer Leinwand sehen würde.

Diesen Artikel teilen