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Studentenleben

Das Auswahlgespräch der Friedrich-Naumann Stiftung

Autor:

Rubrik:
studium

11.03.2014

In den nun folgenden Gesprächen, die zwischen 30 und 50 Minuten dauern würden, ging es im Wesentlichen um drei Dinge: die Begabung der Bewerber, ihre liberale Einstellung und ihr gesellschaftliches Engagement.

Da saßen nun vier Leute vor Martin, drei Männer und eine Frau. Sie begrüßten ihn nacheinander. Er durfte sich setzen, hatte einen Plastikbecher mit Wasser vor sich stehen. Dann stellten sie sich ihm vor – drei Leute aus der Wirtschaft, einer etwa bei dem Beratungsunternehmen McKinsey, und ein Physikprofessor.

Zunächst fragten sie ihn etwas skeptisch, was das denn überhaupt sei – Kulturwissenschaften? Martin erklärte: Das sei eine Mischung aus Geschichte, Philosophie und Soziologie. In der Geschichte gehe es weniger um die Geschichte von Kaisern und Königen, sondern darum, wie die Menschen so gelebten haben. Es geht also mehr um gesellschaftliche Phänomene als die Handlungen Einzelner. Die Gesprächspartner waren wenig beeindruckt. Anschließend fragten sie ihn, welche Zeitung er empfehlen könne? Er gab zurück: Eigentlich nicht eine allein, sondern lieber viele verschiedene. -Also auch die Bild? Ja, selbst in die sollte man ab und an reinschauen, meinte Martin, um zu wissen, was so viele andere lesen. Martin hatte das Gefühl, kaum verstanden zu werden und ging nicht besonders siegessicher nach Hause. Da hat er sich wohl bei der falschen Stiftung beworben.

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