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Studentenleben live

Punkte sammeln

Mein Studium der Kulturwissenschaft neigt sich dem Ende zu. Ich schreibe nun nur noch die Bachelorarbeit und belege freiwillig ein paar Kurse, um noch Punkte zu sammeln. Eines wurde uns nämlich nicht gesagt: Man kann zwar an der Uni nicht durch zusätzliche Kurse für den Bachelor mehr Punkte sammeln. Wenn man sich aber für den Master bewirbt, werden oft fachspezifische Punkte verlangt. Ich zum Beispiel will in den Bereich Kommunikation und Medien wechseln und bräuchte dafür zwischen 40 und 60 Leistungspunkte. Ich kann durch mein Studium aber nur 20 vorweisen. Die paar Kurse, die ich jetzt noch zusätzlich belege, werden es auch nicht mehr rausreißen, aber dann weiß ich wenigstens, dass ich alles getan habe. Ebenfalls kann es hilfreich sein, die Bachelorarbeit in dem Bereich zu schreiben, in den man wechseln will. Manche der Unis, an denen ich mich bewerben will, geben dafür auch Extrapunkte. Ende April werde ich mich dann mal durch die Master-Bewerbungen arbeiten. Das werden wohl ganz schön viele werden, weil ein Fächerwechsel von Kulturwissenschaft in den Kommunikations- und Medienbereich nicht ganz einfach ist. Bei vielen Unis werden zur Bewerbung noch Motivationsschreiben verlangt und es müssen Aufnahmetests bestanden oder Auswahlgespräche geführt werden. Ich hab schon ein ganz schön mulmiges Gefühl im Bauch.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Mar 31, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Mar 31, 2014

Studentenleben live

Youth Goes Europe

Seit fünf Tagen bin ich beim internationalen Trainingskurs „Inclusive Gender Rights“ im kleinen, idyllischen Ort Vrnja?ka Banja in Serbien. Das ganze Projekt findet im Rahmen des EU-Programms „Youth Goes Europe“ statt, welches die Zusammenkunft von Jugendlichen aus ganz Europa und deren Arbeit zu einem Überthema fördert. Die 22 Teilnehmer des Seminars kommen aus Albanien, Mazedonien, Rumänien, Kroatien, der Türkei, Italien, Spanien und Serbien. Aus Deutschland bin ich die Einzige.

Während der Seminareinheiten sprechen wir die meiste Zeit über die Vor- und Nachteile, die Personen aufgrund ihres Geschlechts erleben, und versuchen vor diesem Hintergrund Wirtschaftskonzepte zu erdenken, die gegen soziale Ungleichheit vorgehen.

Zwischen den Theorie- & Praxiseinheiten gibt es so viel und regelmäßig Essen, dass wir uns schon bald nur noch kugelnd fortbewegen werden. Den Länderabend haben wir aufgrund der Fülle von Köstlichkeiten in zwei Teile gesplittert. So bleibt auch mehr Zeit für jedes einzelne Land. Ich war positiv von den ansprechenden Präsentationen der anderen Teilnehmer überrascht und konnte einen Einblick in den Balkan als Region gewinnen.

Weitere Höhepunkte werden der freie Nachmittag zur Erkundung der Ortschaft und der Besuch einer Kafana, einer typisch serbischen Kneipe mit Bistro, am letzten Abend sein. Auch die allabendlichen Feiern, bei denen wir spielen oder tanzen, sind großartig. Sobald es ans Rumsitzen geht, fallen mir jedoch immer bald schon die Augen zu.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 27, 2014

Studentenleben live

Die Sprache der Liebe

Wer bisher dachte, Französisch oder Italienisch seien die romantischsten Sprachen der Welt, den muss ich jetzt enttäuschen. Die eigentliche Sprache der Liebe ist Slowenisch. Wie ich zu dieser Behauptung komme? Im Slowenischen gibt es zwar viele Laute, die wir als hart empfinden, daher kann es in puncto Klang wahrscheinlich mit den Romanischen Sprachen nicht mithalten – obwohl man bei Klängen und Musik bekanntermaßen unterschiedlicher Meinung sei kann. Dafür aber gibt es den Dual, womit keine der angeblichen „Liebessprachen“ dienen kann. Der Dual (Zweizahl) ist ein grammatisches Phänomen, das zwei Menschen oder Sachen bezeichnet. Er liegt zwischen unserem Singular und Plural und lässt sich auf Deutsch nicht ausdrücken. Slowenisch ist eine der wenigen Sprachen, in der es dieses Phänomen noch gibt. Mir war es bisher nur aus meinem Alt-Griechischstudium bekannt.

Zum lernen ist der „Formenreichtum“ natürlich mühsam. Man muss sowohl bei den Nomen eine Spalte mehr lernen (zwei Männer, zwei Frauen, zwei Kinder), als auch bei den Personalpronomen (wir zwei Männer, wir zwei Frauen, wir zwei Kinder und so weiter).

Für Slowenen, so versicherte mir eine Kommilitonin, sei es aber ein wichtiger Bestandteil der Sprache. So ist es zum Beispiel eine Beleidigung, zwei Leute in einem Café im Plural zu fragen: Was möchtet IHR trinken? Es müsste heißen: Was möchtet IHR ZWEI trinken. Diese für uns so fremde Form wird hier tatsächlich benutzt und ist nicht etwas, was nur im Lehrbuch steht und kein Einheimischer korrekt bilden kann.

Was kann es bitte Romantischeres geben, als von sich und der/dem Liebsten als „wir zwei“ (midva) zu sprechen? Eben.

P.S. Für alle Slowenischfans und die, die es werden wollen: Das Wort „Kind“ (otrok) ist natürlich maskulin, ich habe es hier nur als deutsches Beispiel für ein Neutrum benutzt.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Mar 25, 2014