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Studentenleben live

Zwischenstopp in Belgrad

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

01.04.2014

Bevor mich der Bus wieder nach Deutschland brachte, blieb mir ein Tag in der serbischen Hauptstadt Belgrad, der weißen Stadt. Zusammen mit drei Seminarteilnehmerinnen konnte ich sie erkunden. Es war für mich tatsächlich einer der schönsten Nachmittage meiner Reise. Ein angenehmer Wechsel nach acht Tagen Kleinstadtidylle.

Belgrad ist eine faszinierende Stadt. Erhaben ragen ihre hohen Gebäude in den Himmel, Sowjetcharme wechselt sich mit klassischen Bauten ab und von den Mauern der alten Festung aus lässt sich beobachten, wie sich die Flüsse Donau und Save vereinigen.

An wenigen Stellen in der Stadt lässt sich heute noch die Bombardierung von 1999 erkennen. Erst spät nachts, als wir zum Hostel zurückkehrten, machte uns Nina, die bereits mit uns auf dem Seminar gewesen war und uns die Stadt gezeigt hatte, auf einen verwahrlosten Koloss aufmerksam, dem eine Seitenwand fehlt. Dieser ist fast das letzte Kriegszeugnis, dass noch auf seinen Abriss wartet.

Währenddessen erstrahlt die Metropole nachts im Diskolicht. Sie hat sich einen Namen gemacht als Partymetropole des Südens und schon während der kurzen Nacht, die wir in Belgrad hatten, konnten wir einen lebhaften Eindruck ihres pulsierenden Lebens gewinnen. Eine zur Disko umfunktionierte Straßenbahn nahm Passagiere mit auf die Reise. Disko, Disko überall. Eine Bar, tapeziert mit alten Postern und skurrilen Subjekten, hat es uns schließlich angetan und schon bald tanzten wir zur rockigen Livemusik.

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