interaktiv

Studentenleben live

Mühsame Sommerzeit

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

08.04.2014

Komplett fertig und eigentlich schon wieder absolut bereit für eine Urlaubsverlängerung, habe ich meinen ersten Tag zurück im Uni-Alltag hinter mich gebracht. Erschwert wurde das Ganze durch eine Stunde Schlafminimierung; schließlich wurde die Uhr auf Sommerzeit umgestellt. Meine Müdigkeit kann man aber auch darauf schieben, dass ich heute schon einige Stahlrohre in den Boden hauen musste. Das Bodenchemie-Praktikum, das ich diese Woche besuche, ist so zu umschreiben: Verwirrte Studenten stolpern durch den Wald und über Wiese, klopfen mit Hämmern Stahlrohre in den Boden, um sie dann (das soll einer verstehen) wieder rauszuziehen und den Dreck in Tüten zu füllen. Nachdem wir den Dreck ins Labor gebracht haben, durften wir alle sieben. Ich liebe es ja: buddeln im Dreck, Steinchen aus Stahlzylindern popeln und dann statt „Regenwurm“ ganz intellektuell „Lumbricus terrestris“ durch die Gegend zu brüllen, wenn man denn einen erwischt hat. Dass man bei so viel Aufregung und Aktion nach so einem Praktikumstag erschöpft ist, müsste jetzt eigentlich jeder verstehen.

Mal schauen wie die nächste Woche wird, aber ich hoffe mal, dass ich es schaffe, vom Urlaubsmodus in den Lern- und Arbeitsmodus zu schalten. In diesem Sinne an alle Saubermänner und Sauberfrauen da draußen: Falls ihr die Zeitumstellung noch vollkommen unbeeindruckt hingenommen habt und immer noch erst dann aufsteht, wenn die Sonne schon hoch am Himmel steht, dann sollte ihr euch doch schleunigst wieder auf ein anderes Tempo einstellen. Da kann ich euch nur nahelegen, dem Beispiel aller Geoökologen zu folgen und mal raus in die schöne Frühlingslandschaft zu gehen. Dann ist man abends ordnungsgemäß müde und hat durch Dreckklumpen basteln oder wahlweise auch an Blumen schnuppern gleich noch was für die Abwehrkräfte getan.

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