interaktiv

Studentenleben live

Urban Gardening und Nachbarschaftsgärten

Autor:

Rubrik:
studium

10.04.2014

Genau wie ich sind viele Studenten zwar Habenichtse, aber sie haben Zeit und Ideen. So gibt es hier in Leipzig inzwischen einige quirlige Gärten auf den verschiedensten Freiflächen – häufig dort, wo im Zweiten Weltkrieg ein Haus zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Im Garten „Anna Linde“, nicht weit von mir, neben der Stadtteilbibliothek, werden in Hochbeeten in selbst gezimmerten Kisten Tomaten, Zucchinis und alles mögliche an Gemüse und Kräutern angebaut. In einem alten kleinen Bauwagen steht eine Kaffeemaschine, und immer wieder bringen ein paar Leute Kuchen mit, der dann dort günstig verkauft wird. Noch ist hier nicht jedes kleine Grundstück bebaut oder zugeparkt. Das gefällt mir so gut, dass ich dort ab und zu mithelfe.

In einem anderen Garten, nicht viel weiter, haben drei junge Studienabbrecher eine kleine Holzhütte gebaut, halten sich dort eine Ziege und ein paar Hühner. Auch hier kommen viele Leute auf einen Kaffee oder ein Stück Kuchen vorbei – es ist wie eine Mischung aus Biergarten und Bauernhof.

Im Laufe des Sommers wird das Gemüse dann geerntet, eingemacht oder zu feinem Essen verkocht. Gerade sind wir dabei, einen mobilen Pizza-Steinofen auf einem Anhänger zu bauen. Dann können wir die frischen Tomaten, Auberginen und den Basilikum verarbeiten.

Natürlich hat das Ganze nichts von Autarkie und funktioniert nur, weil wir das Mehl und den Mozzarella noch im Supermarkt bekommen; aber es geht ja eher darum, auch ein bisschen zu gärtnern, draußen zusammen zu sein und die Stadt ein bisschen freundlicher zu machen.

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