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Studentenleben live

Old school? Ohne mich!

Ich bin wie jeder andere Mensch auch. Ich möchte mich mitteilen und erzählen, was mich momentan beschäftigt. Im positiven wie im negativen Sinne. Und so spreche ich beispielsweise in der Uni von meiner Arbeit und umgekehrt. Aber wer jetzt denkt, dass ich nur genervte Blicke ernte, liegt falsch. Zwei Kolleginnen aus meinem Customer-Relationship-Management-Team zum Beispiel finden meine kleinen Uni-Geschichten äußerst interessant und sind durchaus beeindruckt, wenn sie von den verschiedenen Projekten hören, an denen ich gerade arbeite. Auch die Kurse kommen immer sehr gut an. „Ich finde es super, dass ihr einen Extra-Kurs nur über Online-Marketing habt – das ist heutzutage so wichtig!“ Natürlich darf man nicht vergessen, dass die Vergänglichkeit auch vor Online Marketing keinen Halt macht. Das, was heute brandneu und geradezu revolutionär ist, kann übermorgen schon wieder old school sein. Aber so ist es ja mit allen Dingen im Leben. Es freut mich jedenfalls sehr, dass mein Studiengang bei anderen so gut ankommt. Ich erhalte sehr oft anerkennende Worte, wenn ich erzähle, dass der Studiengang komplett auf Englisch ist.

Das nächste Vorstellungsgespräch kann also kommen. Ich bin wirklich gespannt, wie es bei meinem nächsten Arbeitgeber ankommen wird. Hoffentlich genauso gut! Aber jetzt mal ehrlich: Sollte es nicht eine Selbstverständlichkeit sein, dass Studiengänge relevante und vor allem aktuelle Themeninhalte behandeln? Schließlich sind wir zukünftigen Absolventen die Wirtschaftsdompteure von morgen!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 2, 2014

Studentenleben live

Sechstes Semester - Endspurt

Weil es Seminare und keine Vorlesungen sind, bedeutet das, dass ich auch jede Woche Studienleistungen erbringen muss. So muss ich zum Beispiel im Seminar „Medienaneignung: Mediatisierung des Alltags“ jede Woche Tagebuch über meinen Medienkonsum führen und mein Verhalten reflektieren, werde Interviews führen und eine kleine Feldforschung durchführen. All das muss ich dann auf eine Plattform im Internet hochladen und dort ein Portfolio erstellen. Zudem besuche ich noch die Seminare „Multimodalität“ und „Corporate-Identity-Kommunikation“. Außerdem möchte ich auch nicht nur für die Uni leben und engagiere mich freiwillig bei dem Verein „oikos“, einem Verein für nachhaltiges Wirtschaften. Aktuell planen wir eine Tagung zum Thema Lebensmittelproduktion in Deutschland und ich will voll mitarbeiten. Ich kann euch also nur raten, immer alles pünktlich abzugeben, damit noch Zeit für Herzensangelegenheiten bleibt.

Im sechsten Semester hätte ich eigentlich keine Veranstaltungen mehr gehabt, da ich alles pünktlich abgeschlossen und alle Seminararbeiten abgegeben habe. Mir war überhaupt nicht klar, dass gar nicht so viele in der Regelstudienzeit fertig werden – da merkt man eben doch, dass der Bachelor sehr straff organisiert ist. Der Plan war, erst die Master-Bewerbungen rauszuschicken und dann die Bachelorarbeit zu schreiben. Wie ich schon berichtet habe, brauche ich aber für viele Masterstudiengänge eine gewisse Anzahl an Leistungspunkten im Bereich Medien und Kommunikation. Statt mich also wie vorgesehen voll meiner Bachelorarbeit zu widmen, besuche ich drei Mal die Woche Seminare.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Apr 30, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Apr 30, 2014

Studentenleben live

Wem gehört die Maus?

Das ist die Frage, die mich und meinen Mitbewohner seit ein paar Tagen beschäftigt. Nein, es ist nicht so, dass wir nachts ein Fiepen und Trippelschrittchen hören würden, oder dass wir Nagespuren an unseren Lebensmitteln gefunden hätten. Man hört ja alles Mögliche aus WGs und ist bereit. alles zu glauben. Vom verrückten Mitbewohner, der unbedingt seine Kleidung in der Küche ausbreiten muss, weil er sonst nicht schlafen kann, über völlig vermoderte Buden, in denen alles verfällt. Unsere Wohnung ist allerdings sehr gut in Schuss und meine Mitbewohner ganz normal. Mein einziger Fehler war, dass ich völlig verzweifelt auf der Suche nach einem Kühlpad in unserem Tiefkühlfach war – und ein tote Maus fand. Säuberlich verpackt in einer Fischfutterdose, innen auf eine Serviette gebettet. Wie kommt man dazu, einen Mäusekadaver neben Gemüse und Pizza im Tiefkühler zu konservieren? Nach dem Motto: eine Maus sollte man immer da haben, es könnten ja schlimme Zeiten kommen? Oder als Futter für ein anderes Haustier? Soweit ich weiß, wohnt in unserer Wohnung kein Aasfresser. Aber was weiß ich schon, schließlich ahnte ich auch nichts von Minimaus' Existenz. Bei einem toten Fisch oder einem Stück Fleisch hätte ich mir wahrscheinlich weiter nichts gedacht, aber die Maus beschäftigt mich. Ich kann kaum noch zum Kühlschrank gehen, ohne dass sich ein Brechreiz bemerkbar macht. Die Vorstellung, dass jemand diese Maus vielleicht essen wollte, ist einfach zu eklig. Wir warten jetzt noch, bis unser dritter Mitbewohner nach Hause kommt, vielleicht kann er ja die Geschichte aufklären und es löst sich alles ganz logisch auf. Danach sollten wir die Maus aber schnellstmöglich beseitigen und ihr ein würdigeres Grab als unser Tiefkühlfach gewähren.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Apr 29, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Apr 29, 2014