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Studentenleben live

Multitasking

Heute kam eine Mail meines Professors, der mich bei der Bachelorarbeit betreut: Ich solle ihm doch bitte bis in zehn Tagen alles vorlegen, was ich bereits habe, inklusive Gliederung (Gliederung klingt wenig, ist aber die halbe Miete und muss gut durchdacht sein). Außer der Fragestellung und ein paar Texten, habe ich aber noch gar nichts, weil ich gleichzeitig 20 Masterbewerbungen auf meinem Schreibtisch liegen habe. Ich muss dringend mit der Bachelorarbeit anfangen, denn ich habe nur vier Monate Zeit zum Schreiben. Dann müssen meine Professoren schnell genug korrigieren, damit ich mich im Falle einer Zusage an der neuen Uni einschreiben kann.

Die Masterbewerbungen sind anspruchsvoller als ich gedacht hatte. Man merkt, dass nicht alle Studierenden einen Platz bekommen können. So muss ich fast jeder Uni ein ein- bis dreiseitiges Motivationsschreiben vorlegen, in dem ich nicht nur begründe, warum ich dort studieren möchte, sondern auch, was ich später beruflich machen möchte, worüber ich im Master forschen möchte und so weiter. Ich muss alles, was ich gelernt habe, penibel aufführen, Krankenversicherungsbescheinigungen schicken, Essays verfassen, an Aufnahmetests und Auswahlgesprächen (teils auf Englisch) teilnehmen sowie dreimonatige Vorpraktika absolvieren (Wann soll ich das unterkriegen?!). Ich denke dabei immer: Wenn ich schon so in Stress komme – und ich gehöre zu den Schnellen, die sich im Lernen leicht tun – wie geht es dann wohl weniger gut Organisierten oder Lernbegabten? Man muss aber auch dazu sagen, dass ich es nicht so leicht habe, weil ich von der Kulturwissenschaft in die Kommunikationswissenschaft beziehungsweise Medienwissenschaft wechseln will. Und wenn es schon die Studierenden mit einem Bachelor in Kommunikationswissenschaft schwer haben, in den aufbauenden Master zu kommen, wie soll ich als Kulturwissenschaftlerin dann reinkommen? Deshalb bewerbe ich mich bei vielen Unis, auch in Österreich, und hoffe, dass es irgendwo klappt.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 7, 2014

Studentenleben live

Stadtführung von Platten zu Hundertwasser

Seitdem ich in Magdeburg wieder Fuß gefasst habe, kamen viele Freunde, um mich zu besuchen und den Ort kennenzulernen. Mittlerweile bin ich schon eine ganz passable Fremdenführerin geworden, kann unterhaltsame Anekdoten und Geschichten zu den Winkeln und Ecken dieser Stadt erzählen.

Magdeburg hat tatsächlich eine sehr bewegte Geschichte und auf engstem Raum treffen historische Architektur der Romantik und Gotik fast unmittelbar aufeinander. Es gibt Bauwerke aus dem Klassizismus, Plattenbauten und Schmuckstücke wie die Grüne Zitadelle, welche eines der letzten Werke des österreichischen Künstlers Hundertwasser darstellt. Das Zentrum dieser Stadt gleicht somit einem bunten Würfelkasten der Architekturgeschichte. Weiter außerhalb des Kerns offenbart sich dann der „abgefuckte Charme der Stadt“, wie es eine Freundin nannte. Viele Industriehallen stehen leer und haufenweise Häuser stehen halbverfallen inmitten von Wohngegenden, während entlang der Elbe teure Lofts entstehen.

Ich mag diese Stadtrundgänge und zeige meinen Gästen gerne die Gegend: ausgehend von der Elbe zur Hubbrücke, weiter zur Kathedrale, zum Hundertwasserhaus, vorbei am „Kloster Unsere Lieben Frauen“ bis zum Rathaus, wo der ehemalige Bürgermeister und Entdecker des Vakuums Otto von Guericke grüßend auf einem Podest wartet.

Mit jedem Besucher weitet sich auch der eigene Blick auf die Gegend. So habe ich auch beim letzten Besuch wieder Neues erfahren und andere Wege entdeckt, die anscheinend nur sonntags geöffnet sind. Ein Besuch in dieser Stadt lohnt sich jedenfalls!

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  May 6, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
May 6, 2014

Studentenleben live

Mit Karacho ins letzte Semester

Was eigentlich ein letztes chilliges, sonniges und entspanntes Sommersemester werden sollte, entpuppte sich schon gleich zu Beginn als Stressmarathon. Warum alle zu belegenden Kurse an zwei Tagen stattfinden und warum im letzten Semester, das ja eigentlich der Niederschrift der Bachelorarbeit gewidmet sein soll, trotzdem noch sieben Pflichtkurse anberaumt sind, bleibt rätselhaft. Aber zum Kopfzerbrechen – und das liegt in der Natur der Sache – hat man als Student keine Zeit.
Nach einigen hartnäckigen Kämpfen um Kursverschiebungen, stellt sich in der zweiten Semesterwoche langsam so etwas wie Normalität ein, fünf Kurse am Dienstag und entsprechend fünf Klausuren am letzten Dienstag des Semesters sind dann wohl ein zu akzeptierendes Übel. Umso geruhsamer sind dafür dann die anderen Wochentage … würde man sich denken. Aber wenn man die Vor- und Nachbereitung der Kurse ebenso ernst nimmt wie die Dozenten, dann sind die beiden freien Tage in der Woche locker ausgelastet. Übersetzungen anfertigen, Recherchearbeit, Paralleltexte lesen, Glossare anfertigen und nebenbei ein Bachelorarbeitsthema finden und Tschechisch lernen – das ist momentan alles ein bisschen viel.
Und irgendwie habe ich es geschafft, schon in der allerersten Semesterwoche alle Wochenenden bis Juli verplant zu haben. Während meine Mitbewohner sich über die vielen Feiertage freuen, an denen Partys ohne Ende steigen, denke ich mir „Juhu, Zeit um Stoff nachzuarbeiten!“ Verrückt. Hoffentlich legt sich das alles, wenn meine Anfangsmotivation wieder gesunken ist und ich das mit der Kursvorbereitung nicht mehr ganz so ernst nehme…

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 5, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 5, 2014