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Studentenleben live

Stadtführung von Platten zu Hundertwasser

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

06.05.2014

Seitdem ich in Magdeburg wieder Fuß gefasst habe, kamen viele Freunde, um mich zu besuchen und den Ort kennenzulernen. Mittlerweile bin ich schon eine ganz passable Fremdenführerin geworden, kann unterhaltsame Anekdoten und Geschichten zu den Winkeln und Ecken dieser Stadt erzählen.

Magdeburg hat tatsächlich eine sehr bewegte Geschichte und auf engstem Raum treffen historische Architektur der Romantik und Gotik fast unmittelbar aufeinander. Es gibt Bauwerke aus dem Klassizismus, Plattenbauten und Schmuckstücke wie die Grüne Zitadelle, welche eines der letzten Werke des österreichischen Künstlers Hundertwasser darstellt. Das Zentrum dieser Stadt gleicht somit einem bunten Würfelkasten der Architekturgeschichte. Weiter außerhalb des Kerns offenbart sich dann der „abgefuckte Charme der Stadt“, wie es eine Freundin nannte. Viele Industriehallen stehen leer und haufenweise Häuser stehen halbverfallen inmitten von Wohngegenden, während entlang der Elbe teure Lofts entstehen.

Ich mag diese Stadtrundgänge und zeige meinen Gästen gerne die Gegend: ausgehend von der Elbe zur Hubbrücke, weiter zur Kathedrale, zum Hundertwasserhaus, vorbei am „Kloster Unsere Lieben Frauen“ bis zum Rathaus, wo der ehemalige Bürgermeister und Entdecker des Vakuums Otto von Guericke grüßend auf einem Podest wartet.

Mit jedem Besucher weitet sich auch der eigene Blick auf die Gegend. So habe ich auch beim letzten Besuch wieder Neues erfahren und andere Wege entdeckt, die anscheinend nur sonntags geöffnet sind. Ein Besuch in dieser Stadt lohnt sich jedenfalls!

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