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Studentenleben live

Auf nach Westernhüsen

Es wird Sommer, die Bäume grünen, die Blumen blühen, die Pollen fliegen und die Menschen laufen am Wochenende wieder Massen die Elbe hoch und runter – sehr zum Leidwesen der Loftbewohner, deren Kaffeetische permanent von Vorbeiziehenden inspiziert werden.

Mit ein paar Freunden habe ich die Hochwetterlage zum Anlass genommen, uns gegenseitig unsere Lieblingsorte in der Stadt zu zeigen. Der Lieblingsort der ersten Person lag schon so weit außerhalb des Zentrums, dass wohl nicht mehr viele weitere Orte folgen konnten, schließlich mussten wir auch wieder zurück. Doch es sollte zum genialen Ausflug werden. Am frühen Vormittag brachen wir zu sechst mit den Rädern auf gen Westernhüsen.

Westernhüsen liegt dort, wo man keine Stadt mehr erwartet. Es ist gewissermaßen ein Dorf mit Straßenbahnanbindung. Angeblich soll es dort die beste Pizza geben. Gesehen habe ich nur grüne Wiesen, die das Auge verwöhnen. Mit der historischen Gierseilfähre setzten wir unter Ausnutzung der Strömung auf die andere Seite der Elbe über, um auf den Deichen zurück zu fahren bis in das Schrebergärtchen, welches sich zwei Kommilitonen vor kurzem zugelegt haben. Den Rest des Tages verbrachten wir dort beim Picknick und mit ein paar Partien Kubb, dem Trendspiel aus Schweden.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
May 8, 2014

Studentenleben live

JuFo

Der Eintritt in das deutsch-tschechische Universum scheint das JuFo zu sein. JuFo, das ist die Kurzform für „deutsch-tschechisches Jugendforum“. Und was das genau ist, konnte ich lange Zeit nicht sagen. Die Neugier überwog wieder einmal, und so schrieb ich eilends und eher wenig überlegt meine Motivation nieder, legte mein Interesse zum Thema des JuFos („Welche Bildung brauchen wir?“) dar und harrte der Dinge, die da kommen würden.
Ich war ehrlich gesagt nicht groß überrascht, als bald eine Zusage und damit verbunden eine Einladung zum ersten Plenartreffen nach Prag eintrudelte – so immens ist die Nachfrage bei deutsch-tschechischen Projekten meist nicht.
Mit tausend Fragezeichen, aber hochmotiviert machte ich mich morgens um halb vier auf und war mittags um zwei am Ziel. Mich erwarteten lauter junge Leute aus Tschechien und aus Deutschland (damit hatte ich gerechnet) und ein Wochenende vollgestopft mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops (auch damit hatte ich gerechnet), an dessen Ende der Auftrag stand, Arbeitsgruppen für den weiteren Verlauf der immerhin 16-monatigen Amtszeit zu finden. Auch das hätte ich wissen müssen, es warf mich allerdings völlig aus der Bahn. 16 Monate?! Arbeitsgruppen?! Leicht panisch fragte ich mich, worauf um Himmels Willen ich mich da eigentlich eingelassen hatte, zumal ich schockiert auf die Terminplanung schaute: sechs Treffen in 16 Monaten? Plus Studium und diversen anderen Verpflichtungen bedeutet das: Ich hatte keine Freizeit mehr! So schien es jedenfalls anfangs. Als ich coole Leute in meiner Gruppe hatte und das abstrakte Ziel feststand, beruhigte ich mich jedoch wieder. 16 Monate, in denen man sich ausgiebig mit dem Thema Bildung beschäftigt, nach Gutdünken Referenten einlädt und im Idealfall ein Projekt mit Multiplikatorfunktion entwickelt. Klingt doch eigentlich gut, oder? Mal schauen, was daraus wird!

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 7, 2014

Studentenleben live

Multitasking

Heute kam eine Mail meines Professors, der mich bei der Bachelorarbeit betreut: Ich solle ihm doch bitte bis in zehn Tagen alles vorlegen, was ich bereits habe, inklusive Gliederung (Gliederung klingt wenig, ist aber die halbe Miete und muss gut durchdacht sein). Außer der Fragestellung und ein paar Texten, habe ich aber noch gar nichts, weil ich gleichzeitig 20 Masterbewerbungen auf meinem Schreibtisch liegen habe. Ich muss dringend mit der Bachelorarbeit anfangen, denn ich habe nur vier Monate Zeit zum Schreiben. Dann müssen meine Professoren schnell genug korrigieren, damit ich mich im Falle einer Zusage an der neuen Uni einschreiben kann.

Die Masterbewerbungen sind anspruchsvoller als ich gedacht hatte. Man merkt, dass nicht alle Studierenden einen Platz bekommen können. So muss ich fast jeder Uni ein ein- bis dreiseitiges Motivationsschreiben vorlegen, in dem ich nicht nur begründe, warum ich dort studieren möchte, sondern auch, was ich später beruflich machen möchte, worüber ich im Master forschen möchte und so weiter. Ich muss alles, was ich gelernt habe, penibel aufführen, Krankenversicherungsbescheinigungen schicken, Essays verfassen, an Aufnahmetests und Auswahlgesprächen (teils auf Englisch) teilnehmen sowie dreimonatige Vorpraktika absolvieren (Wann soll ich das unterkriegen?!). Ich denke dabei immer: Wenn ich schon so in Stress komme – und ich gehöre zu den Schnellen, die sich im Lernen leicht tun – wie geht es dann wohl weniger gut Organisierten oder Lernbegabten? Man muss aber auch dazu sagen, dass ich es nicht so leicht habe, weil ich von der Kulturwissenschaft in die Kommunikationswissenschaft beziehungsweise Medienwissenschaft wechseln will. Und wenn es schon die Studierenden mit einem Bachelor in Kommunikationswissenschaft schwer haben, in den aufbauenden Master zu kommen, wie soll ich als Kulturwissenschaftlerin dann reinkommen? Deshalb bewerbe ich mich bei vielen Unis, auch in Österreich, und hoffe, dass es irgendwo klappt.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 7, 2014