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Studentenleben live

Monument Men

Im Nebenjob arbeite ich bei einer politischen Stiftung als Seminarassistentin. Dies ist eine wirklich gute Sache, da ich auf diese Art und Weise öfter zu interessanten Veranstaltungen mitgehen kann.

Letzten Donnerstag ging es in das Örtchen Burg in ein kleines Theater, das hier als Kino dient. Es ist sogar der älteste Kinozweckbau Deutschlands. Der Direktor berichtete uns ganz stolz, dass gerade erst auf digitale Technik umgestellt wurde. Angesichts des Umstands, dass Bestellungen auf Bandtechnik kaum noch möglich sind das Theater beinahe hätte schließen müssen, ist das wirklich eine gute Nachricht!

Gezeigt wurde der Film „Monuments Men“ von George Cloonley. Es ist eine sehr amerikanische Geschichte über eine Gruppe von Männern, die sich gegen Ende des zweiten Weltkriegs für die Rettung und Rückgabe von gestohlener Kunst einsetzten. Dabei sind Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistoriker.

Das Filmgespräch nach der Veranstaltung erweiterte nochmals die Perspektive und beleuchtete auch Aspekte, die der Hollywoodstreifen nicht aufgegriffen hatte. Besonders interessant war, dass wohl einige Lutherrollen im Zuge des zweiten Weltkriegs in eine evangelische Kirche nach Amerika gelangten. Der Kirchenvorstand beschloss, dass sie zurückgegeben werden sollten, wenn der Osten nicht mehr unter russischer Kontrolle steht. Nach der Wende wurden dann die nötigen Schritte eingeleitet und der hiesige Museumsdirektor reiste zur feierlichen Übergabe nach Philadelphia. Sicher nicht die unangenehmste Reise.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  May 13, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
May 13, 2014

Studentenleben live

Auf nach Westernhüsen

Es wird Sommer, die Bäume grünen, die Blumen blühen, die Pollen fliegen und die Menschen laufen am Wochenende wieder Massen die Elbe hoch und runter – sehr zum Leidwesen der Loftbewohner, deren Kaffeetische permanent von Vorbeiziehenden inspiziert werden.

Mit ein paar Freunden habe ich die Hochwetterlage zum Anlass genommen, uns gegenseitig unsere Lieblingsorte in der Stadt zu zeigen. Der Lieblingsort der ersten Person lag schon so weit außerhalb des Zentrums, dass wohl nicht mehr viele weitere Orte folgen konnten, schließlich mussten wir auch wieder zurück. Doch es sollte zum genialen Ausflug werden. Am frühen Vormittag brachen wir zu sechst mit den Rädern auf gen Westernhüsen.

Westernhüsen liegt dort, wo man keine Stadt mehr erwartet. Es ist gewissermaßen ein Dorf mit Straßenbahnanbindung. Angeblich soll es dort die beste Pizza geben. Gesehen habe ich nur grüne Wiesen, die das Auge verwöhnen. Mit der historischen Gierseilfähre setzten wir unter Ausnutzung der Strömung auf die andere Seite der Elbe über, um auf den Deichen zurück zu fahren bis in das Schrebergärtchen, welches sich zwei Kommilitonen vor kurzem zugelegt haben. Den Rest des Tages verbrachten wir dort beim Picknick und mit ein paar Partien Kubb, dem Trendspiel aus Schweden.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
May 8, 2014

Studentenleben live

JuFo

Der Eintritt in das deutsch-tschechische Universum scheint das JuFo zu sein. JuFo, das ist die Kurzform für „deutsch-tschechisches Jugendforum“. Und was das genau ist, konnte ich lange Zeit nicht sagen. Die Neugier überwog wieder einmal, und so schrieb ich eilends und eher wenig überlegt meine Motivation nieder, legte mein Interesse zum Thema des JuFos („Welche Bildung brauchen wir?“) dar und harrte der Dinge, die da kommen würden.
Ich war ehrlich gesagt nicht groß überrascht, als bald eine Zusage und damit verbunden eine Einladung zum ersten Plenartreffen nach Prag eintrudelte – so immens ist die Nachfrage bei deutsch-tschechischen Projekten meist nicht.
Mit tausend Fragezeichen, aber hochmotiviert machte ich mich morgens um halb vier auf und war mittags um zwei am Ziel. Mich erwarteten lauter junge Leute aus Tschechien und aus Deutschland (damit hatte ich gerechnet) und ein Wochenende vollgestopft mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops (auch damit hatte ich gerechnet), an dessen Ende der Auftrag stand, Arbeitsgruppen für den weiteren Verlauf der immerhin 16-monatigen Amtszeit zu finden. Auch das hätte ich wissen müssen, es warf mich allerdings völlig aus der Bahn. 16 Monate?! Arbeitsgruppen?! Leicht panisch fragte ich mich, worauf um Himmels Willen ich mich da eigentlich eingelassen hatte, zumal ich schockiert auf die Terminplanung schaute: sechs Treffen in 16 Monaten? Plus Studium und diversen anderen Verpflichtungen bedeutet das: Ich hatte keine Freizeit mehr! So schien es jedenfalls anfangs. Als ich coole Leute in meiner Gruppe hatte und das abstrakte Ziel feststand, beruhigte ich mich jedoch wieder. 16 Monate, in denen man sich ausgiebig mit dem Thema Bildung beschäftigt, nach Gutdünken Referenten einlädt und im Idealfall ein Projekt mit Multiplikatorfunktion entwickelt. Klingt doch eigentlich gut, oder? Mal schauen, was daraus wird!

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 7, 2014