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Studentenleben live

Monument Men

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

13.05.2014

Im Nebenjob arbeite ich bei einer politischen Stiftung als Seminarassistentin. Dies ist eine wirklich gute Sache, da ich auf diese Art und Weise öfter zu interessanten Veranstaltungen mitgehen kann.

Letzten Donnerstag ging es in das Örtchen Burg in ein kleines Theater, das hier als Kino dient. Es ist sogar der älteste Kinozweckbau Deutschlands. Der Direktor berichtete uns ganz stolz, dass gerade erst auf digitale Technik umgestellt wurde. Angesichts des Umstands, dass Bestellungen auf Bandtechnik kaum noch möglich sind das Theater beinahe hätte schließen müssen, ist das wirklich eine gute Nachricht!

Gezeigt wurde der Film „Monuments Men“ von George Cloonley. Es ist eine sehr amerikanische Geschichte über eine Gruppe von Männern, die sich gegen Ende des zweiten Weltkriegs für die Rettung und Rückgabe von gestohlener Kunst einsetzten. Dabei sind Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistoriker.

Das Filmgespräch nach der Veranstaltung erweiterte nochmals die Perspektive und beleuchtete auch Aspekte, die der Hollywoodstreifen nicht aufgegriffen hatte. Besonders interessant war, dass wohl einige Lutherrollen im Zuge des zweiten Weltkriegs in eine evangelische Kirche nach Amerika gelangten. Der Kirchenvorstand beschloss, dass sie zurückgegeben werden sollten, wenn der Osten nicht mehr unter russischer Kontrolle steht. Nach der Wende wurden dann die nötigen Schritte eingeleitet und der hiesige Museumsdirektor reiste zur feierlichen Übergabe nach Philadelphia. Sicher nicht die unangenehmste Reise.

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