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Studentenleben live

Praha ahoj!

Irgendwie ist es ein Déjà-vu, irgendwie aber auch was ganz Neues: Nach einer gefühlt unendlich langen Zeit des Bewerbungschreibens schwamm ich in Unsicherheit. Himmelhochjauchzender Optimismus wechselte sich mit kohlrabenschwarzem Pessimismus ab, meine Zukunft leuchtete in allen Farben und verschwand dann plötzlich in einem schwarzen Loch. Aber jetzt ist es endlich soweit: ein JA! Eine Zusage! Schwarz auf Weiß: Ich werde ab Oktober an der Karls-Universität in Prag studieren!
Stille. „Warst du nicht schon mal länger in Tschechien?“ „Ja.“ „Und jetzt nochmal?! Das ist doch Zeitverschwendung!“ „Vielleicht.“
Ja, ich war schon zehn Monate in Tschechien, direkt nach meinem Abitur. Insofern ist es vielleicht wirklich ein Déjà-vu. Zwischen Abi und Studium nach Tschechien und zwischen Bachelor und Master nochmal. Aber wer möchte denn auch vom Bachelor direkt in den Master stolpern?
Außerdem habe ich einiges nachzuholen. Längst habe ich nicht alle Ecken Prags kennengelernt, Tschechisch kann ich auch nicht perfekt, Ski fahren habe ich auch nicht gelernt und Knödel kann ich auch nicht zubereiten. Reichen diese Gründe nicht aus? Ich finde schon. Und all das werde ich ab September nachholen, vor allem die Sache mit den Tschechischkenntnissen. Irgendwann einmal werde ich diese Sprache so gut beherrschen, dass ich sie problemlos dolmetschen kann. Simultan.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 19, 2014

Studentenleben live

Oikos

Vergangenen Sommer war ich einmal in einem Freilichtkino, das, wie ich im Laufe des Abends erfuhr, von „Oikos“, einem studentischen Verein für nachhaltiges Wirtschaften, organisiert worden war. Im Anschluss an den Film haben alle, die noch Lust hatten, darüber diskutiert, wie wichtig uns Konsum und Akkumulation von Kapital ist, ob es immer um Wachstum gehen muss, oder ob auch andere Konzepte funktionieren könnten. Die Themen interessierten mich und so ging ich zum nächsten Treffen der Gruppe. Dort erfuhr ich, das „Oikos“ auf der ganzen Welt vertreten ist und auch in Deutschland gibt es schon einige Ausläufer. „Oikos Koblenz“ wurde jedoch erst kürzlich gegründet und zwar unüblicherweise von Mitgliedern von gleich drei Hochschulen: der Uni Koblenz, der WHU in Vallendar (Otto Beisheim School of Management) und der FH Koblenz – und von mir.

Um „Oikos“ als richtigen Verein eintragen zu können, erstellten wir auf einem Strategiewochenende unsere Satzung und überlegten, welchen Schwerpunkt unsere Gruppe verfolgen solltee. Wichtig sind für uns vor allem reduzierter und bewusster Konsum sowie Ressourcenschutz. Wir haben beispielsweise schon zwei Veranstaltungen organisiert, bei denen ungebrauchte Kleider getauscht werden konnten. Gerade konzipieren wir einen Tag zum Thema Lebensmittelproduktion in Deutschland. Aktuell wollen wir auch einen Stadtrundgang zum Thema kritischer Konsum auf die Beine stellen und über die Hintergründe der Produktionsbedingungen bekannter Unternehmen berichten

Wer jetzt denkt, dass sich bei „Oikos“ nur Ökos treffen, der täuscht sich. Es sind Studenten aller Studienrichtungen vertreten (bei uns hauptsächlich BWL, Bio-Geo-Wissenschaften, Informationsmanagement und Kulturwissenschaft). Und wir haben immer viel Spaß.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 16, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 16, 2014

Studentenleben live

Ein Projekt nach dem anderen

In diesem Semester hagelt es ständig praktische Aufgaben. In jedem Kurs gibt es eine kombinierte Prüfungsleistung. Das bedeutet, dass am Ende nicht nur die Klausur für die Endnote ausschlaggebend ist, sondern auch entweder eine Präsentation oder ein Projekt mit in die Benotung einfließen. Die Fächer, in denen wir ein Projekt ausarbeiten sind „Marketing Project“ und „Online Marketing Project“ – hört sich ziemlich ähnlich an, aber beide Projekte sind von Grund auf verschieden. Dennoch gibt es eine entscheidende Gemeinsamkeit: In beiden Fällen arbeiten wir jeweils in Studentengruppen von vier Leuten mit einem echten Unternehmen beziehungsweise einer Agentur zusammen. Von wegen Fake-Projekt – wir arbeiten wie eine kleine, eigenständige Marketing-Beratung, und zwar mit dem Ziel, dass unsere Projekte eins zu eins nach unseren Konzepten implementiert werden. Wenn das mal kein Ansporn ist! Natürlich erfordern diese Projekte viel Arbeit und Engagement.

Es ist so, wie es nachher auch im Berufsalltag sein wird: Zeitmanagement, Organisation, Kreativität, analytisches Denken, Koordination und Teamfähigkeit – all diese Komponenten entscheiden über den Erfolg unserer Projekte. Spannung hoch zehn! Und vor allem tausend Mal besser als die starren Theoriebeispiele! Meiner Meinung nach ein Must-have für jedes Studium, denn wie könnte man sich besser auf die Berufswelt vorbereiten?!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 15, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 15, 2014