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Studentenleben live

Des Rätsels Lösung

Im letzten Blogeintrag fragte ich noch: Wem gehört die Maus? Und machte mich ein bisschen darüber lustig, dass sie vielleicht Tierfutter für einen Aasfresser in unserer netten WG sein könnte (Für alle, die meinen letzten Eintrag nicht gelesen haben: Wir hatten eine tote Maus in unserem Tiefkühlfach entdeckt!). Gestern kam es dann dicke: Mein Mitbewohner, der eigentlich nie mit mir spricht, und nur grüßt, wenn ich zuerst grüße, klopfte an meine Zimmertür. Es musste also etwas sehr Wichtiges passiert sein. „Habt ihr etwas aus dem Kühlschrank genommen?“, fragte er trocken, ohne jegliche Einleitung. Ich wusste natürlich sofort, wovon er sprach, fragte aber etwas naiv: „Meinst du aus dem Tiefkühlfach?“ „Ja, aus dem Tiefkühlfach.“ „Ach, meinst du die Maus? Die haben wir weggeschmissen. Weil wir sie eklig fanden.“ Eigentlich hatte sich mein anderer Mitbewohner erbarmt, die Maus zu beseitigen, bevor sie dort noch weiter vor sich hin frieren konnte. Ich wollte dieses Tier unter keinen Umständen anfassen. „Das war das Futter für meine Schlange, und das ist sehr teuer!“. Deine Schlange, ach so, alles klar, was denn sonst?! Wir haben also doch einen vierten Mitbewohner! Gut zu wissen. Ich hoffe, diese Schlange lebt in einem Terrarium und kriecht nicht irgendwann durch unsere Wohnung! Und warum genau frisst dieses Vieh tote Mäuse? Naja, das hat die Natur wahrscheinlich so eingerichtet, nicht ahnend, dass ihre Schöpfung eines Tages in Mietwohnungen hausen würde. Und wo kriegt man in Ljubljana tote Mäuse her? Bestellt man die im Internet? Oder fährt man aufs Land und sucht in Heuhaufen? Ich habe mir verkniffen, all diese Fragen zu stellen, mein Mitbewohner war offensichtlich stinksauer, dass wir das teure Futter für sein geliebtes Haustier weggeschmissen hatten. Aber ganz ehrlich – ich habe kein schlechtes Gewissen. Schließlich hätte er ja mal mit uns reden können. Wenn einer in einer WG wohnt, dann kann er was erzählen!

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
May 22, 2014

Studentenleben live

Kostümparty im Schloss Einstein

Mottopartys können sehr witzig sein. Erst recht, wenn viele Leute mitmachen. So war es auch kürzlich. Das Motto war „Märchen“ und es war eine Hausparty. In vier von fünf Etagen waren alle Türen geöffnet und im Eingang tümmelten sich bereits Goldmarie, der Bär, Hänsel und Gretel. Sterntaler und Frau Holle kamen in Begleitung des bösen Wolfs die Treppe runter. Der Froschkönig spielte mit Aladin, Scheherazade und dem Fussball-Sommermärchen Flunkyball im Innenhof.

Durch die Märchen und Geschichten stieg ich die Treppe des Schlosses Einstein – wie die Bewohner ihr Haus nennen – bis ins Turmzimmer hinauf. Ganz oben erwartete mich Rapunzel. Sie war eine der wenigen Gäste, die ich auf der Party kannte. Doch durch die Kostüme war es leicht, ins Gespräch zu kommen. Die Stimmung war aufgelockert und die Musik wechselte von Etage zu Etage.

Ich selbst hatte mir für die Party rasch ein Blumenkleid übergeworfen und die Efeuranke, die sonst unseren Badezimmerspiegel ziert, um den Körper geschlungen. Erkannt hat die Kostümierung ehrlich gesagt niemand. Auch dann noch nicht, als ich dazu überging, anderen etwas vorzusingen, in Anspielung auf das singende, klingende Bäumchen. Tatsächlich war ich der Märchenwald und fand auf der Fete doch wirklich auch das Schüttel-mich-Bäumchen.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  May 21, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
May 21, 2014

Studentenleben live

Praha ahoj!

Irgendwie ist es ein Déjà-vu, irgendwie aber auch was ganz Neues: Nach einer gefühlt unendlich langen Zeit des Bewerbungschreibens schwamm ich in Unsicherheit. Himmelhochjauchzender Optimismus wechselte sich mit kohlrabenschwarzem Pessimismus ab, meine Zukunft leuchtete in allen Farben und verschwand dann plötzlich in einem schwarzen Loch. Aber jetzt ist es endlich soweit: ein JA! Eine Zusage! Schwarz auf Weiß: Ich werde ab Oktober an der Karls-Universität in Prag studieren!
Stille. „Warst du nicht schon mal länger in Tschechien?“ „Ja.“ „Und jetzt nochmal?! Das ist doch Zeitverschwendung!“ „Vielleicht.“
Ja, ich war schon zehn Monate in Tschechien, direkt nach meinem Abitur. Insofern ist es vielleicht wirklich ein Déjà-vu. Zwischen Abi und Studium nach Tschechien und zwischen Bachelor und Master nochmal. Aber wer möchte denn auch vom Bachelor direkt in den Master stolpern?
Außerdem habe ich einiges nachzuholen. Längst habe ich nicht alle Ecken Prags kennengelernt, Tschechisch kann ich auch nicht perfekt, Ski fahren habe ich auch nicht gelernt und Knödel kann ich auch nicht zubereiten. Reichen diese Gründe nicht aus? Ich finde schon. Und all das werde ich ab September nachholen, vor allem die Sache mit den Tschechischkenntnissen. Irgendwann einmal werde ich diese Sprache so gut beherrschen, dass ich sie problemlos dolmetschen kann. Simultan.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 19, 2014