Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Ich mag Vögel

Viele Menschen haben kein Verständnis für meine spezielle Leidenschaft. Aber wo andere durch ein simples Ballspiel mit 22 Menschen in emotionale Höchstlagen katapultiert werden, da reicht bei mir oft schon ein vorbeihuschendes Federvieh. Ich finde Vögel ganz wunderbar und es ist nicht erst einmal vorgekommen, dass ich in völliger Entzückung am Wegesrand abrupt anhielt, um in den Baumwipfeln nach dem Sänger der schönen Melodie zu suchen.

Große Verwirrung herrscht immer wieder bei unseren Gästen, wenn sie das große Fernglas am Küchenfenster entdecken. Nein, ich bin nicht Hobbyspanner, und auch wenn mein Blick ehrlicherweise auch mal zu Nachbars Gardine schweift, so sind es doch eindeutig die kleinen und großen Vögel, die ich mit dem Fernglas beobachte.
Es gibt nur wenige Menschen, mit denen ich mein Hobby teilen kann. Einer davon ist mein Vater. Von seiner Begeisterung habe ich mich vermutlich auch anstecken lassen. Als Kind fand ich es manchmal ätzend, wenn man Vater doch ernsthaft beim Autofahren anhielt, nur weil er scheinbar irgendwo einen Storch oder Ähnliches entdeckt hatte. Meine eigene Begegnung mit einem Storch während meines Auslandsjahrs mitten in Ostafrika rührte mich hingegen sehr. Nicht nur, dass ich dort im fernen Afrika zwischen Löwen und Elefanten durch diesen Vogel an meinen Vater erinnert wurde. Ich war auch enorm begeistert, diesem Tier sozusagen im Winterurlaub zu begegnen.

Ich habe zwar ein Fernglas und gute Vogelführer, aber bevor man einen Vogel sieht, hört man ihn meistens. Vögel lassen sich vor allem an ihrer Stimme erkennen. Daher ist mein ehrgeiziges Ziel, jedes Frühjahr ein paar mehr Vögel an ihrem Gesang zu erkennen. Das klappt bei manchen schon ganz gut, bei anderen, die sich unsichtbar im Blätterwerk versteckt halten und nur durch ihren genialen Gesang auf sich aufmerksam machen, ist das schon deutlich schwieriger. Um den Sängern aber doch auf die Schliche zu kommen, habe ich angefangen, mir Vogelstimmen auf meinem Smartphone anzuhören, sehr zur Belustigung meiner Mitmenschen. Na ja, wie gesagt, ich mag Vögel nun mal.

 

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jun 5, 2014

Studentenleben live

Europe 14/14 – Geschichte live erleben

Anlässlich des 100. Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs veranstaltete die Bundeszentrale für politische Bildung das Festival „Europe 14/14“. Es waren 400 Teilnehmer aus 40 Ländern und wir waren die Zukunft Europas. So wurde es uns zumindest auf dem History Campus eingebläut, als Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier zu den „jungen Historikerinnen und Historikern“ sprachen. Fünf Tage lang sollten sich Jugendliche in verschiedenen Workshops mit unterschiedlichsten Aspekten des Ersten Weltkriegs befassen. Leicht geschichtsaffin, mit einem Faible für Jugendbegegnungen und einer Zusage für den in meinen Augen interessantesten Workshop „Peace renegotiated“ („Frieden, neu verhandelt“) war das genau das Richtige für mich.

Prioritäten setzend, blieb ich am Mittwoch, Donnerstag und Freitag sämtlichen universitären Veranstaltungen fern und tobte stattdessen in Berlin herum. Nach der Eröffnungsparty im Gorki Theater ging es am nächsten Tag mit den Workshops los. Meiner stellte sich als absolut anstrengend und zeitraubend heraus: Man hastete vom Frühstück zum Workshop zum Mittagessen und wieder zum Workshop. Als Abwechslung bot das Gorki Theater ein vielseitiges Abendprogramm, das für uns Teilnehmer natürlich kostenlos war! Ich verhandelte also tagsüber Friedensverträge in meinem Workshop, genoss abends ein fantastisches Theaterprogramm und verbrachte den Rest der Nacht damit, mit Teilnehmern aus aller Welt tiefgreifende Diskussionen zu führen.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jun 4, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jun 4, 2014

Studentenleben live

Ausflug nach Rostock

Ich nutzte die Zeit bei meinen Eltern, um einen Abstecher nach Rostock zu meiner ehemaligen Studienstadt zu machen. Das Wetter war super und die Vorfreude stieg mit jedem zurückgelegten Kilometer. Mit zwei Freundinnen war ich am Strand verabredet.

Dort angekommen, tauchte ich ein in die frische Brise und leicht salzige Luft die dem Meer entstieg. Die Möwen kreischten, die Wellen wogten. Wir hatten uns schon seit längerer Zeit nicht mehr gesehen. Es ist auffällig wie wir uns mit dem herannahenden Studienende verändern und wie sich die Themen verändern, über die wir reden. Doch gleich blieb der erste Anlaufpunkt unseres Ausfluges: Die Eisdiele, wo es das beste Eis der Stadt gibt, produziert in einem kleinen Familienbetrieb, der kurz nach dem Krieg eröffnet worden war.

Wieder am Strand war es warm genug, um die Schuhe auszuziehen und den feinkörnigen Sand weich unter den Füßen zu spüren. Auch als wir später zurückfuhren, fanden wir noch jede Menge Sand in den umgeschlagenen Hosen und später in den Schuhen. Ein Stückchen Ostsee, das mitkommen wollte.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 2, 2014