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Studentenleben live

Die letzten paar Monate

Irgendwie komme ich meinem Leben gerade nicht hinterher. Ich habe in den letzten Wochen ein paar Blogbeiträge zu schreiben begonnen, aber dann wieder verworfen, weil sie ihre Aktualität verloren hatten, bevor ich die Zeit fand, sie zu beenden. Ich habe mich dazu entschlossen, eine Kapitelübersicht desjenigen Buches zu schreiben, das ich in den letzten Wochen hätte schreiben können:

Eins / Mission To-do-Liste 2014: Poetry Slam

Was ich mir schon seit Ewigkeiten vorgenommen hatte, wird endlich in die Tat umgesetzt: Ich bin Teilnehmerin eines Slam Workshops an meiner Hochschule und werde voraussichtlich am 3. Juni zum ersten Mal auf einer Bühne stehen. Am liebsten würde ich mich wie ein Gangsterrapper hinter irgendeiner Maske verstecken, aber da Requisiten verboten sind, wird das nichts. Mein Bruder dazu: „Naja, es weiß doch aber niemand, dass du in Wahrheit keine Burka trägst, oder?“

Zwei / Waldheim oder: Wie ich beschloss, im vierten Semester dann doch endlich mal sonderpädagogische Erfahrungen zu sammeln

Seit den Osterferien bin ich offiziell Mitarbeiterin in einem Evangelischen Waldheim in Stuttgart. Was ich daran liebe: Das Team, die Begegnungen mit verschiedenen Menschen und dass man „behindert“ und „füttern“ sagen darf, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Zum Vergleich: An der Uni gibt es Dozenten, die sich darüber aufregen, dass beim Down-Syndrom von „Chromosomenanomalien“ gesprochen wird – diese Menschen zu „Anormalen“ zu degradieren sei verwerflich.

Drei / Warum „Ein Dach über dem Kopf“ nicht automatisch „Ein Bett unter dem Arsch“ bedeutet

Es dürften knapp zwei Monate gewesen sein, die ich es nicht fertig brachte, mir ein Bett zu kaufen (und als ich es dann hatte: die ich es nicht fertig brachte, es aufzubauen). Schließlich schaffte ich es doch, aber nur unter größter Anstrengung.

Vier / Abrechnung mit dem Studentenwohnheim

Ich habe meine Zeit im Studentenwohnheim immer genossen und ich denke, sofern man die Mietsache nicht beschädigt, kann man auf jeden Fall sehr preiswert dort wohnen. Da ich aber meine Wand leicht (okay, mittelschwer) beschmutzte, durfte ich nun einen satten Schadensersatz von über 400 Euro leisten. (Immerhin waren davon 300 Euro schon durch die Kaution abgedeckt). Interessante Lektion, definitiv.

Fünf / Aus der Reihe „Unfreiwillige Selbstexperimente“: Vier Tage ohne Smartphone

Eine durchaus spannende Erfahrung, die ich vielleicht sogar wieder machen würde, wenn sie nicht so viel Geld und Nerven kosten würde. Letzte Woche habe ich mein Handy im Bus verloren und ich war zunächst so naiv zu glauben, dass mein altes Teil niemand mehr klauen würde. Da hatte ich wohl den Egoismus der Menschen unterschätzt. Schade. Jetzt habe ich wieder ein Smartphone, auf das ich sicherlich besser aufpassen werde, denn ich habe es ernsthaft vermisst, geschäftig auf den Bildschirm zu starren, wenn ich meine Ruhe haben wollte.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  May 26, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
May 26, 2014

Studentenleben live

Das Leben kann so "schöni" sein

Sommer – ist das nicht einfach die beste Jahreszeit? Jedenfalls in der Theorie. Die Sonne scheint, es ist warm, wird spät dunkel und das Leben findet draußen statt. Und trotz aller Vorurteile ist auch in Hamburg manchmal Sommer. Statt dann in der klimatisierten Bibliothek über den Büchern zu sitzen, schnappe ich mir eine Decke, die immer bereit in meinem Spind liegt, und suche mir ein Ziel aus. Wie wärs mit der Alsterwiese? Umgeben von den weißen Prachtbauten von Rotherbaum auf dem Rasen liegen, den Segelbooten zugucken und zur Abkühlung die Füße ins Wasser tauchen. Oder doch lieber der Elbstrand? Hier schippern die Riesen vorbei auf dem Weg zu den Weltmeeren, vollbeladen mit tonnenschweren Containern und immer einen Hauch von Abenteuer mit an Bord. Gibt es etwas Schöneres, als am nächsten Morgen in der Vorlesung den Sand aus der Tasche zu schütteln? Aber meistens bin ich faul und die Entscheidung fällt auf den Campus. Wieso auch nicht: Der Rasen grenzt direkt an den riesigen Park „Planten un Blomen“ und während ich auf der Decke liege, schauen immer wieder Freunde zum Quatschen vorbei – und meinen „Schöni“ (Schönfelder, die deutsche Gesetzessammlung) muss ich auch nicht so weit tragen. Denn trotz all dem Friede-Freude-Eierkuchen-Sonnenschein wird der Stapel an Skripten durch bloßes Auf-der-Decke-Liegen auch nicht kleiner. Aber bei der Planung unserer Trimester waren die Organisatoren der Stundenpläne gnädig: In den ersten zwei Jahren ist im Sommertrimester nicht so viel los, sodass das Leben trotz Skripten und Schönfelder schön ist. Schöni eben.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 26, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 26, 2014

Studentenleben live

Zeit zu überzeugen

In diesem Semester hatten wir drei Veranstaltungen unter dem Namen „Tutorial Seminar“. So weit, so gut. Diese Bezeichnung ist nicht wirklich sehr präzise. Man könnte sich viele verschiedene Sachen darunter vorstellen. In unserem Fall ging es darum, eine Präsentation über uns selbst zu gestalten, die einen potenziellen Arbeitgeber in einem Vorstellungsgespräch vollends überzeugen würde. Sozusagen ein Bewerbungstraining. Unser Professor ließ uns dabei ziemlich viele Freiheiten. Wir durften über alles sprechen, was wir als aussagekräftig und wichtig erachteten. Als es schließlich Zeit für die ersten Vorträge war, wurden die unterschiedlichsten Präsentationsarten zu Tage gebracht: Prezis, PowerPoint-Präsentationen oder auch einfach nur einstudierte Reden. Jeder aus unserem Kurs hatte acht Minuten, um herauszustellen, warum er genau die richtige Person für die Stellenbesetzung ist.

Anschließend ging es in die Feedbackrunde. Das war wirklich eine sehr hilfreiche Sache! Ich frage mich nur, warum man so etwas Ähnliches nicht auch schon im Bachelorstudium angeboten hat. Denn es gibt doch relativ viele Bachelorabsolventen, die direkt nach ihrem Abschluss ins Berufsleben einsteigen und nicht mehr weiter studieren wollen. Für sie wäre eine solche Veranstaltung sicher auch Gold wert. Ich weiß noch, dass wir ähnliche Bewerbungstrainings in der Schule hatten. Wir durften sogar an einem Assessment-Center-Training teilnehmen. Hat es mir geholfen? Ja, denn so konnte ich mich auf nachfolgende „echte“ Bewerbungsgespräche entsprechend vorbereiten und konnte im Voraus besser abschätzen, was von mir verlangt wird.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 23, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 23, 2014