interaktiv

Studentenleben live

Die letzten paar Monate

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

26.05.2014

Irgendwie komme ich meinem Leben gerade nicht hinterher. Ich habe in den letzten Wochen ein paar Blogbeiträge zu schreiben begonnen, aber dann wieder verworfen, weil sie ihre Aktualität verloren hatten, bevor ich die Zeit fand, sie zu beenden. Ich habe mich dazu entschlossen, eine Kapitelübersicht desjenigen Buches zu schreiben, das ich in den letzten Wochen hätte schreiben können:

Eins / Mission To-do-Liste 2014: Poetry Slam

Was ich mir schon seit Ewigkeiten vorgenommen hatte, wird endlich in die Tat umgesetzt: Ich bin Teilnehmerin eines Slam Workshops an meiner Hochschule und werde voraussichtlich am 3. Juni zum ersten Mal auf einer Bühne stehen. Am liebsten würde ich mich wie ein Gangsterrapper hinter irgendeiner Maske verstecken, aber da Requisiten verboten sind, wird das nichts. Mein Bruder dazu: „Naja, es weiß doch aber niemand, dass du in Wahrheit keine Burka trägst, oder?“

Zwei / Waldheim oder: Wie ich beschloss, im vierten Semester dann doch endlich mal sonderpädagogische Erfahrungen zu sammeln

Seit den Osterferien bin ich offiziell Mitarbeiterin in einem Evangelischen Waldheim in Stuttgart. Was ich daran liebe: Das Team, die Begegnungen mit verschiedenen Menschen und dass man „behindert“ und „füttern“ sagen darf, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Zum Vergleich: An der Uni gibt es Dozenten, die sich darüber aufregen, dass beim Down-Syndrom von „Chromosomenanomalien“ gesprochen wird – diese Menschen zu „Anormalen“ zu degradieren sei verwerflich.

Drei / Warum „Ein Dach über dem Kopf“ nicht automatisch „Ein Bett unter dem Arsch“ bedeutet

Es dürften knapp zwei Monate gewesen sein, die ich es nicht fertig brachte, mir ein Bett zu kaufen (und als ich es dann hatte: die ich es nicht fertig brachte, es aufzubauen). Schließlich schaffte ich es doch, aber nur unter größter Anstrengung.

Vier / Abrechnung mit dem Studentenwohnheim

Ich habe meine Zeit im Studentenwohnheim immer genossen und ich denke, sofern man die Mietsache nicht beschädigt, kann man auf jeden Fall sehr preiswert dort wohnen. Da ich aber meine Wand leicht (okay, mittelschwer) beschmutzte, durfte ich nun einen satten Schadensersatz von über 400 Euro leisten. (Immerhin waren davon 300 Euro schon durch die Kaution abgedeckt). Interessante Lektion, definitiv.

Fünf / Aus der Reihe „Unfreiwillige Selbstexperimente“: Vier Tage ohne Smartphone

Eine durchaus spannende Erfahrung, die ich vielleicht sogar wieder machen würde, wenn sie nicht so viel Geld und Nerven kosten würde. Letzte Woche habe ich mein Handy im Bus verloren und ich war zunächst so naiv zu glauben, dass mein altes Teil niemand mehr klauen würde. Da hatte ich wohl den Egoismus der Menschen unterschätzt. Schade. Jetzt habe ich wieder ein Smartphone, auf das ich sicherlich besser aufpassen werde, denn ich habe es ernsthaft vermisst, geschäftig auf den Bildschirm zu starren, wenn ich meine Ruhe haben wollte.

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