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Studentenleben live

So schlimm wie an der Bucerius kann es nicht sein

Kennt ihr das, wenn ihr negativ über eine Sache redet, bis sich herausstellt, dass euer Gegenüber ein ganz großer Fan davon ist? Peinlich sowas. Ich war Zeugin, als sich ein Mädchen mit einer meiner Kommilitoninnen unterhielt. Meine Kommilitonin - damals noch vor Studienbeginn – machte sich Sorgen, welche Sorte von Leuten ihr wohl in ihrem Jurastudium begegnen würde. Nichtsahnend, dass sie an der Bucerius anfangen würde, sagt das Mädchen: „So schlimm wie an der Bucerius Law School können die Jurastudenten der Uni Hamburg gar nicht sein!“ Aus Furcht vor peinlichen Momenten folgte keine Aufklärung. Aber da ist sie, die Konfrontation mit den Vorurteilen, sodass man sich gar nicht mehr traut zu sagen, wo man Jura studiert.

Als mein Vater hörte, dass ich überlege, an einer privaten Hochschule zu studieren, war er, gelinde gesagt, entsetzt. In Deutschland kostet Bildung nichts, und dann soll man einen Batzen Kohle für genau den gleichen Abschluss hinblättern, den man anderswo für einen Appel und ein Ei bekommt? Meine Vorurteile von Schnöseln und Anzugträgern konnte ich auch erst abschütteln, als ich mir die Uni dann mal selbst angeguckt habe. Und wer denkt, hier studieren nur geldgeile Karrieretypen, der irrt sich. Auf dem Campus lümmeln lauter weltoffene, interessante und interessierte Studenten herum. Durch alternative Finanzierungsmöglichkeiten tummeln sich hier prozentual genauso viele BAföG-Empfänger wie an anderen Unis. Und auch die eine oder andere Rastalocke verirrt sich hierher. Ob eine Privatuni jetzt wirklich besser ist als eine öffentliche, kann ich nicht sagen. Da habe ich keinen Vergleich. Aber die persönliche Entwicklung, die ich in den letzten zwei Jahren durchlaufen habe, spricht Bände.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jun 10, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jun 10, 2014

Studentenleben live

Und nun komm, du alter Besen!

Was unterscheidet den Beginn und das Ende einer Prüfungs- oder Schreibphase? Während des Beginns ist der Haushalt so sauber wie selten und während der Endphase bleiben alle anderen Aufgaben liegen.

So ist es auch diesmal. Gerade fertig mit den letzten Zeilen, entfliehe ich dem Chaos und drehe draußen im Rotehornpark eine Runde im Sonnenschein. Die Elbe zieht ruhig dahin und glitzert verführerisch im Tageslicht, während ein paar Kanuten und ein Drachenboot rhythmisch die Ruder schlagend vorbeiziehen.

Wieder zurück in der Wohnung begutachte ich das Chaos: Berge von dreckigem Geschirr stapeln sich. Der Teppich ist gespickt mit Dreck. Die Wäsche macht eine Party in der Ecke. Mein Mitbewohner hat mir schon demonstrativ das Putzzeug an die Badezimmertür gestellt und zu allem Überdruss ist mein Fahrradreifen schon wieder platt, obwohl der Drahtesel vor zwei Wochen erst in der Werkstatt war. Diesmal gibt es keine Ausrede, den Reifen nicht selbst zu flicken.

Lauter Aufgaben, die nicht wichtig sind, aber doch dringend erledigt werden müssen. So hole ich seufzend den Besen aus dem Schrank und wünsche mir einen Zauberspruch wie in Goethes altem Zauberlehrling. Statt des Zauberschwurs lockt schon bald ein beschwingter Cumbia-Rhytmus den Esprit an, welcher den Besen leichter schwingen lässt und die Tassen fliegen ... und dank Rainers Youtube-Anleitung hat auch mein Hinterrad im Handumdrehen wieder Luft.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 9, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 9, 2014

Studentenleben live

Ich mag Vögel

Viele Menschen haben kein Verständnis für meine spezielle Leidenschaft. Aber wo andere durch ein simples Ballspiel mit 22 Menschen in emotionale Höchstlagen katapultiert werden, da reicht bei mir oft schon ein vorbeihuschendes Federvieh. Ich finde Vögel ganz wunderbar und es ist nicht erst einmal vorgekommen, dass ich in völliger Entzückung am Wegesrand abrupt anhielt, um in den Baumwipfeln nach dem Sänger der schönen Melodie zu suchen.

Große Verwirrung herrscht immer wieder bei unseren Gästen, wenn sie das große Fernglas am Küchenfenster entdecken. Nein, ich bin nicht Hobbyspanner, und auch wenn mein Blick ehrlicherweise auch mal zu Nachbars Gardine schweift, so sind es doch eindeutig die kleinen und großen Vögel, die ich mit dem Fernglas beobachte.
Es gibt nur wenige Menschen, mit denen ich mein Hobby teilen kann. Einer davon ist mein Vater. Von seiner Begeisterung habe ich mich vermutlich auch anstecken lassen. Als Kind fand ich es manchmal ätzend, wenn man Vater doch ernsthaft beim Autofahren anhielt, nur weil er scheinbar irgendwo einen Storch oder Ähnliches entdeckt hatte. Meine eigene Begegnung mit einem Storch während meines Auslandsjahrs mitten in Ostafrika rührte mich hingegen sehr. Nicht nur, dass ich dort im fernen Afrika zwischen Löwen und Elefanten durch diesen Vogel an meinen Vater erinnert wurde. Ich war auch enorm begeistert, diesem Tier sozusagen im Winterurlaub zu begegnen.

Ich habe zwar ein Fernglas und gute Vogelführer, aber bevor man einen Vogel sieht, hört man ihn meistens. Vögel lassen sich vor allem an ihrer Stimme erkennen. Daher ist mein ehrgeiziges Ziel, jedes Frühjahr ein paar mehr Vögel an ihrem Gesang zu erkennen. Das klappt bei manchen schon ganz gut, bei anderen, die sich unsichtbar im Blätterwerk versteckt halten und nur durch ihren genialen Gesang auf sich aufmerksam machen, ist das schon deutlich schwieriger. Um den Sängern aber doch auf die Schliche zu kommen, habe ich angefangen, mir Vogelstimmen auf meinem Smartphone anzuhören, sehr zur Belustigung meiner Mitmenschen. Na ja, wie gesagt, ich mag Vögel nun mal.

 

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jun 5, 2014