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Studentenleben live

"Ahoj.info"

Zunächst hatte ich starke Zweifel ob des Sinns dieses Unterfangens: zwölf Stunden Fahrt, ein Workshop zu einem Thema, das ich eigentlich schon kannte, hohe Fahrtkosten. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und überhaupt fällte ich diese Entscheidung mal wieder mit dem Bauch und weniger mit dem Kopf. Ich nahm also teil, am „ahoj.info“-Seminar zum Thema „Identität unter der Lupe“ – und bereute es nicht eine Minute. Seminarort war eine Unterkunft im Nichts hinter Bayerisch Eisenstein. Schon als ich in München in die Regionalbahn nach Passau stieg, fühlte ich mich sprachlich im Ausland. Es regnete das ganze Wochenende, das tat dem Spaß aber keinen Abbruch, denn auch im Regen ließ es sich durch das kleine tschechische Dorf und den Böhmerwald laufen. Die Kulturmodelle, denen wir uns während der Workshopzeit widmeten, kannte ich größtenteils schon. Aber eine nette Auffrischung war es allemal. Kleiner Höhepunkt der Veranstaltung, bei der es um interkulturelles Lernen ging, waren die mitgebrachten Kinderfotos und natürlich jede Menge kleiner Spielchen, verbunden mit Sprachanimation. Aber es war auch schwierig in einer Gruppe mit so unterschiedlichen Vorkenntnissen. Aber eigentlich war ich ja auch wegen des Drumherums da – und wurde nicht enttäuscht. Ich traf coole Leute, genoss das eine oder andere Pivo bei einem großzügigen Barkeeper und nahm an einem tschechischen Musikabend teil. Als Michaela dann noch ihre Geige holte und die tschechischen Stimmen begleitete, war das Seminar perfekt. Pampa, Knödel, Pivo, Musik – so muss das Leben sein!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jun 25, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jun 25, 2014

Studentenleben live

Mittendrin

Letzte Woche hatte ich es endlich hinter mir: Die Seminararbeit über 20 Seiten zum Thema „Branchenanalyse Clubtourismus“ war abgegeben. Auch das Planspiel habe ich mit einer grandiosen 1,7 gemeistert! Doch freuen kann ich mich nicht wirklich, denn in vier Wochen sind schon Prüfungen und das heißt lernen in jeder freien Minute. So viel Zeit bleibt mir dafür eigentlich gar nicht, denn ich kümmere mich auch noch um meinen Nebenjob und suche einen Praktikumsplatz. Nach zwei gescheiterten Bewerbungsgesprächen liegt die Motivation nun langsam im Keller. Was mache ich bloß, wenn ich keinen Platz bekomme? Langsam verstehe ich die vielen arbeitslosen BWL-Absolventen. Es gibt einfach zu wenige Jobs für zu viele Studenten. Und so entwickelt sich ein harter Kampf um die gute Stellen in bekannten Firmen.

Zudem plane ich zum nächsten Semester zu meinem Freund zu ziehen. Er lebt in einer anderen Stadt, von der aus ich täglich eine Stunde zur FH pendeln muss. Das ist es mir aber wert. Jedoch erfordert dies natürlich viel Planung und Zeit, die wir beide im Moment eigentlich nicht haben.

Wenn also in fünf Wochen alles geschafft ist, werde ich mehr als sonst aufatmen und die Freizeit genießen, denn dieses Semester ist definitiv das anstrengendste in meinem bisherigen Bachelorstudium.

Aber es gibt auch gute Entwicklungen: Zumindest einige Professoren halten nun bereits keine Kurse mehr, sodass ich die Zeit zum Lernen nutzen kann. Und: Über Pfingsten war ich mit meiner Familie eine Woche auf Mallorca. Das war eine willkommene Abwechslung und hat mich zu einem der gebräuntesten Mädels der FH macht – wo ich doch sonst so blass bin.

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Jun 25, 2014
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Jun 25, 2014

Studentenleben live

Freikirchen, Hare Krishna und Burek

„Hey, we are Kylie and Tina from the US. We are travelling here in Slovenia. Do you have a minute?“ Etwas verdutzt sah ich von meinem Buch auf, mit dem ich es mir gerade am Ufer der Ljubljanica, Ljubljanas schönem Fluss, gemütlich gemacht hatte. Schon am Tag vorher hatten mich zwei andere Amerikanerinnen angesprochen, da hatte ich es aber eilig. Diesmal wollte ich wissen, warum plötzlich so viele Amerikanerinnen zu zweit herumlaufen und junge Menschen ansprechen. Wie man hätte vermuten können, wollten sie mir keinen Staubsauger verkaufen, sondern mit mir über Gott und Jesus Christus sprechen.

Darauf hatte ich wiederum keine Lust (den Staubsauger hätte ich vermutlich auch nicht genommen), dafür fing ich an, sie auszufragen, wie sie denn nach Slowenien kämen und warum sie hier missionieren wollten. Das schien sie etwas zu verblüffen. Auch die Frage, ob sie denken, dass in post-sozialistischen Ländern vielleicht mehr Menschen auf der Suche nach einer religiösen Identität seien, konnten sie mir leider nicht beantworten. Oder sie hatten über diesen Aspekt noch nie nachgedacht. Schade eigentlich, das wäre doch interessant gewesen. Dafür erzählten sie mir ausführlich, wie sie zum Glauben gefunden hatten.

Aber nicht nur Freikirchen versuchen hier ihr Glück. Jeden Sonnabend, wenn ich zum Yoga oder einfach zur Entspannung in den größten Park der Stadt gehe, den Tivoli, treffe ich eine Prozession von Hare Krishna Anhängern, die singend und betend über die Wiesen ziehen. Sie wollten mit mir zwar bis jetzt noch nicht über Gott sprechen, dafür sollte ich doch ihr heiliges Buch mitnehmen und es zu Hause lesen. Da konnte ich mich sehr höflich entziehen mit der sehr praktischen, aber leider auch wahren, Ausrede, dass mein Slowenisch nicht gut genug sei, um Bücher zu lesen. Dafür luden sie mich in ihr Restaurant ein. Die Hare Krishna Gemeinde betreibt sogar zwei in Ljubljana. Beide sind vor allem für Vegetarier interessant, weil sie weder Fleisch, noch Fisch anbieten und auch vegane Speisen im Angebot haben.

Das kleinere ist direkt hinter der Philosophischen Fakultät und zeigt sehr gut, wie verschiedene Kulturen verschmelzen können. Der Raum ist mit vielen bunten Bildern geschmückt, die Hare Krishna zeigen. Ansonsten hat es das Ambiente eines Fastfoodrestaurants. Gegessen wird von Plastiktellern oder aus Styroporschalen. Die Studierenden stehen Schlange, weil es alle Gerichte umsonst gibt. Denn der slowenische Staat gibt jedem Studi 20 mal 2,60 Euro im Monat als Subvention, die man in verschiedenen Restaurants oder auch beim Pizzalieferservice einlösen kann. Meist allerdings mit Zuzahlung. Und was für Gerichte bietet die Hare-Krishna-Gemeinde den Studis? Ein Currygericht mit Reis und so wie überall in Ljubljana: Burek und Pizza.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jun 20, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jun 20, 2014