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Studentenleben live

Starke Frauen

Das war mal wieder so eine richtige Pseudo-Gleichstellungs-Veranstaltung: Eine Rechtsanwältin aus einer Großkanzlei, die sich vor die Studenten stellt und erzählt, dass man auch als Frau Karriere machen kann. Vor die Studenten? Naja, eher vor die Studentinnen. Da wird dann wieder über die Frauenquote geredet, Diskriminierung am Arbeitsplatz, aber gerade diese Veranstaltung ist der beste Beweis dafür, dass Frauen und Männer immer noch nicht gleichgestellt sind. Sonst hatte man die Veranstaltung vielleicht „Familie und Karriere“ genannt und sie auch männlichen Kommilitonen schmackhaft gemacht.

Aber zum Glück habe ich genügend weibliche Vorbilder, um mich nicht abschrecken zu lassen. Unsere ehemalige Präsidentin zum Beispiel, die gerade zur Bundesverfassungsrichterin ernannt wurde. Beim Big-Band-Sommerkonzert kam Frau König gerührt auf die Bühne, als die Law School Gemeinde „God save the Queen“ für sie sang. Und beim Gang durch den Flur hörte ich, wie sie einer Kollegin begeistert berichtete, dass es bei ihr in der neuen Wohnung in Karlsruhe zum Glück einen Aldi um die Ecke gibt.

Außerdem die Mutter einer Freundin von mir, die sich endlich ihren lang ersehnten Wunsch erfüllt hat: studieren. Ihr Vater hatte ihr nur eine Ausbildung erlaubt, und jetzt, mit Mitte 40, hat sie endlich ihre Bachelorarbeit eingereicht – und sich nebenbei noch um den Haushalt gekümmert. Alles ganz selbstverständlich!

Und dann eine Bekannte meiner Mutter, die als Richterin mal eben von Privatrecht zu Strafrecht gewechselt hat. Die Lernsachen für Strafrecht waren im Urlaub mit dabei und jetzt ächzt sie jeden Tag unter meterhohen Stapeln Akten, wobei sie keine Ahnung hat, was im Gottes Namen sie genau damit machen soll. Motto: erstmal sortieren, dann weiterschauen. Aber so ist das – man wächst mit seinen Aufgaben. Und so bin ich optimistisch, trotz irgendwo anzukommen, wo es mir gefällt.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 8, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 8, 2014

Studentenleben live

Hürden bei der Bachelorarbeit - Der Studi-Ausweis

Wer es nicht im Kopf hat, der muss es halt in den Beinen haben. Wie wahr. Die Bachelorarbeit, die Vorbereitungen für meinen Auslandsaufenthalt, meine Sommerpläne, den Umzug, und ich weiß nicht was noch alles, begleiten mich Tag für Tag und Minute für Minute. Mein Kopf ist so voll, dass ich denke, er muss bald platzen. Dazu kommen eine fast chronische Müdigkeit und Kopfschmerzen von der schlechten Bibliotheksluft. Mission impossible für mich, unter solchen Umständen an alles zu denken. Schon zum zweiten Mal in diesem Monat heißt es: Wo ist mein Studi-Ausweis?! Das letzte Mal hatte ich ihn auf dem Tablett in der Mensa liegen gelassen (ich zweifle an meiner Intelligenz …), da hatte er sich aber immerhin schnell wieder angefunden. Jetzt zermartere ich mir schon stundenlang den Kopf, wo diese kleine viereckige Karte sein könnte – erfolglos. Mensa, Bibliothek, Univerwaltung, Studentenwerk, nirgendwo ist dieser Ausweis aufgetaucht! Und ich fühle mich ohnmächtig! Wie soll ich denn bitte mit meiner Arbeit vorankommen, wenn ich nichts scannen, kopieren, ausleihen, nicht einmal essen oder waschen kann?! Mal ganz abgesehen davon, dass ich heute den zweiten Tag damit verbringe, durch die ganze Stadt zu laufen und überall nach meinem Ausweis zu fragen. Womit wir beim Problem der Zeit wären …

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jul 7, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jul 7, 2014

Studentenleben live

Ausblick und Rückblick

Es ist soweit: Nach einigem Suchen hab ich nun endlich ein Thema für meine Bachelorarbeit gefunden. In den nächsten Monaten werde ich mich sehr viel mit Biogas beschäftigen, denn in meiner Bachelorarbeit geht es um Zwerg-Holunder, eine strauchige Pflanze, die vielleicht eines Tages als Alternative zum Mais angebaut werden kann, um damit Biogasanlagen zu füttern. Ich freue mich, dass ich endlich ein Thema gefunden habe, das mich interessiert. Ein kleinwenig unsicher bin ich noch, da der leitende Dozent, ein sehr sympathischer Pflanzenökologe, einen so beiläufigen Eindruck vermittelt, dass ich noch ein bisschen bange, ob das alles wirklich so sicher ist mit dieser Bachelorarbeit. Was auch schwierig ist, ist die Tatsache, dass ich noch nie eine Bachelorarbeit geschrieben habe. Gut, vor diesem Problem stehen alle zukünftigen Bachelorabsolventen. Aber mit einem so lässigen Betreuer weiß ich gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll. Wenn ich mich an meinen Kommilitonen orientiere, die meisten stecken schon in der Schlussphase ihrer Arbeiten, dann ist es kein Fehler, mich jetzt schon kräftig in das Thema einzulesen, auch wenn die eigentliche Arbeit wohl erst Ende September mit dem Ernten der Pflänzchen beginnt.

Unterdessen tröpfelt dieses Semester langsam aus. Die Luft ist ziemlich raus. Für mich war dieses Semester in Bezug auf mein Studium relativ entspannt. Geprägt hat es vor allem die Mitarbeit in einer christlichen Hochschulgruppe (Studenten Mission Deutschland), die ich dieses Jahr mit zwei Jungs geleitet habe. Da gab es viel zu organisieren, zu besprechen, zu bangen und zu beten. Am Ende kamen viele geniale gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen zustande. Nervenaufreibend war für mich zu erleben, wie schwierig es manchmal ist, andere von einer Idee zu begeistern oder auch feststellen zu müssen, dass manche schöne Ideen wegen mangelnder Helfer nicht umgesetzt werden können. Ich durfte viel lernen und denke, dass ich vor allem in meiner Beziehung zu Gott wachsen durfte.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jun 30, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jun 30, 2014