interaktiv

Studentenleben live

Hürden bei der Bachelorarbeit – Die Zeit

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

09.07.2014

Das Semester würde sechs Wochen früher enden. Das war genau die Zeitspanne, in der ich angedacht hatte, meine Bachelorarbeit zu schreiben. Juhu, dachte ich mir, buchte zwei Wochen Urlaub in Frankreich, zwei Wochen Sprachkurs in Tschechien und legte ein Seminar in diese Zeit. Dann blieben mir, Semesterferien mit eingerechnet, komischerweise insgesamt nur noch drei Wochen.

Das fiel mir allerdings erst auf, als die „Schreibzeit“ schon angebrochen war. Ich hatte kein Thema, keine Idee, keinen Plan und eigentlich auch keine Lust. Irgendwie schaffte ich es doch, mich einzulesen, raffte mich auf, endlich in die Sprechstunde zu gehen und schon mal ein Thema abzusprechen. In der ungewöhnlich langen Schlange vor dem Arbeitszimmer des Professors hörte ich mich vorsichtig nach dem Arbeitsstand meiner Kommilitoninnen um: Die eine stellte gerade ihre Gliederung vor, die andere war schon bei der Hälfte angelangt, der Dritten fehlte nur noch der Feinschliff. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Jetzt wurde es doch ganz schön stressig. Das erkannte ich vor allem an der Reaktion meiner Mitmenschen auf die Aussage: Ich habe noch drei Wochen. Sie reichten von unbändigem Mitleid bis hin zu der Frage, wie mein Plan B sei. Stressig. Drei Wochen – das schafft man doch wohl! Und jetzt ab in die Bibliothek. Alle gucken Fußball oder liegen in der Sonne. Inga guckt zwischen Uhr und Literatur hin und her.

Diesen Artikel teilen