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Studentenleben live

Bauarbeiten am Haus

Ein renoviertes Haus ist etwas Schönes, doch die Bauarbeiten zu ertragen, die dazu nötig sind, kann sehr nervenaufreibend sein. Das Haus, in dem ich lebe, ist ein Altbau mit breiten Fensterbrettern und dicken Wänden. An der Hausmauer im Eingangsbereich befanden sich alle möglichen Stencil-Art-Graffitis und rot-gelbe Schmetterlinge. Der Stadtteil nennt sich Buckau und gilt als das kreative Zentrum in Magdeburg. Unsere Eingangstür war Teil dieser Szene – nun ist alles überpinselt und strahlt im Einheitsweiß.

Die Schmetterlinge waren so auffällig, dass ich alle Besucher neben der Hausnummer auf diese verwies, damit sie den Eingang leichter finden können. Seitdem sie übermalt sind, laufe ich selbst manchmal fast am Haus vorbei. Zu viele schwarze Türen markieren jetzt Eingänge zwischen weißen Wänden.

Auch wenn ich es schade finde um die Insekten, war der weitaus größere Verlust der letzten zwei Monate die Möglichkeit, ausreichend zu lüften und das Tageslicht zu sehen. Die Bauarbeiter hatten uns die Fenster abgeklebt und eine Plane außen am Haus entlang gespannt. Da sie, wenn sie arbeiteten, schon vor 8 Uhr begannen, war auch die Privatsphäre extrem eingeschränkt. Leider arbeiteten sie die meiste Zeit aber nicht, und der Endtermin wurde immer wieder hinausgezögert – wirklich kein schönes Wohnen.

Wir hatten versucht, für diesen Zeitraum eine Mietminderung zu erwirken. Unsere Vermieter willigten aber nicht ein und wir hätten zur Klage übergehen müssen – ein Aufwand, den uns die Bequemlichkeit verbot. Es gibt dann doch Wichtigeres zu tun: zum Beispiel die anstehende Masterarbeit.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Aug 7, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Aug 7, 2014

Studentenleben live

Es geht los!

Ein Auslandstrimester, eingeklemmt zwischen Klausuren und Praktikum, schreit nach ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Fünf Tage Klausuren, fünf Tage alte Heimat genießen, und dann geht es los: ins Abenteuer Afrika (light). Wo bleibt zwischen Packen und Pauken Zeit für Abschied nehmen, Vorfreude genießen und sich mental auf die nächsten vier Monate einstimmen? Wenig. Mein Glück: die Reiseberichte eines Kommilitonen, deren Lektüre mich auf die kommende Zeit einstimmt.

Warum reise ich überhaupt nach Südafrika? An meiner Uni kann man aus einer Liste mit Partneruniversitäten sein Traumziel heraussuchen. 94 Unis in 31 Ländern warten. Da ich bereits als Austauschschülerin in den USA war, habe ich kurzerhand den kompletten Kontinent (sorry, Kanada!) samt 37 Partneruniversitäten gestrichen. Wo wir schon mal dabei sind: Ich finde, Australien ist fast wie Amerika, in Neuseeland war ich schon, Europa ist mir zu nah und für Südamerika ist mein Spanisch zu schlecht. Übrig blieben Partnerunis im leistungsorientierten China, in Japan, Indien, Singapur, Südafrika und Südkorea. Aufgrund meiner Auswahlkriterien „Andersartigkeit und Entspannung“ blieben mir nur noch Indien und Südafrika. Eine Qual der Wahl! Was will ich? Abenteuer und ein anderes Weltbild. Was will ich nicht? Eingeschränkt sein. Und mit einer eineinhalbstündigen Tuktuk-Fahrt in die nächstgrößere Stadt wäre ich das in Indien gewesen. Und so stieg ich Ende Juli in den Flieger in das nächste große Abenteuer. Hallo Kapstadt!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 6, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 6, 2014

Studentenleben live

Israel

Entscheidungen waren noch nie so mein Ding. Ob es dabei um Schuhe geht, um Meinungen zu kontrovers diskutierten Themen, um die Frage, ob ich gerade eher Lust auf süß oder herzhaft habe oder worüber ich meine Hausarbeit schreiben will – Entscheidungs-Apps sind ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden.

Diesmal geht es um ein bisschen mehr und ich glaube, es wäre in diesem Fall nicht zielführend, die Entscheidung an mein Handy abzugeben. Fast täglich werde ich von Freunden, Verwandten und teilweise auch Personen, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass sie meine Pläne kannten, angesprochen, ob ich denn nun wirklich noch an meinem Auslandssemester festhielte. In Israel sähe es ja gerade gar nicht gut aus. Ob ich keine Angst hätte. Ach, die Flüge werden jetzt bestimmt billiger sein“, war meine erste Reaktion, die bei den wenigsten auf positive Resonanz oder Verständnis stieß. Ich nahm das Ganze offensichtlich zu locker und als ich dann selbst mal die Reise- und Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt checkte, war ich ein bisschen geschockt.
Das Auslandsamt unserer Hochschule sprach einfach gar nicht mit uns, und auf unsere Nachfrage hin hielten sie uns einen Monolog darüber, dass das eine sehr individuelle persönliche Entscheidung sei, die wir aus dem Bauch heraus zu treffen hätten – aha. Dass unsere Bäuche Kriegsszenen nur aus Nachrichten und Geschichtsbüchern kennen und wir absolut nicht einschätzen können, wie es vor Ort aussieht, wie viel man von dem ganzen Spektakel mitbekommt und wie sich das alles anfühlt, schienen sie irgendwie nicht bedacht zu haben. Natürlich ist diese Entscheidung unsere, aber ein bisschen mehr Unterstützung hatten wir uns irgendwie doch erhofft.

Nachdem ich nun also von meinem Vater ein ausdrückliche Verbot erhielt, von Freunden, die sich als mein Bauchgefühl ausgaben, gebeten wurde, zu bleiben, von ein paar kundigen Menschen die Prognose bekam, dass sich bis Oktober wieder viel beruhigen wird, und von meiner Kommilitonin den Entschluss hörte, die Reise auf jeden Fall durchzuziehen, war es plötzlich irgendwie doch ganz einfach. Dieser Gedanke daran, dass Nora ohne mich ein aufregendes Semester in Israel haben wird, während ich zu Hause sitze und erkennen muss, dass ich doch hätte gehen können, wenn ich nur mutig genug gewesen wäre, war letztendlich mein Auslöser. So wird nun in den nächsten Tagen der Flug gebucht und dann beginnt im Oktober ein spannendes Semester für mich. Und wenn's mir doch zu krass ist, kann ich ja immer noch wiederkommen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 25, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 25, 2014