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Studentenleben live

Krieg und Frieden

Das war das Thema des 39. Bardentreffens in Nürnberg, ein Open-Air-Festival, das sich über die komplette Altstadt erstreckt. Das Thema hört sich zunächst heftig an für ein eigentlich entspanntes, kostenloses Stadtmusikfestival. Aber auf der anderen Seite ist es vielleicht auch gar nicht so schlecht, politisch engagierte Künstler einzuladen. So wird einerseits deren Arbeit wertgeschätzt und andererseits konnte man aus erster Hand Lebens- und Landesgeschichten erfahren, während man die Musik mit den oft kritischen Texten hörte.

Zum Beispiel hat Aziza Brahim, eine Vertreterin der Volksgruppe der Sahrauis, die in der westlichen Sahara leben, über ihre Kindheit in Flüchtlingslagern berichtet. Und Billy Bragg, ein britischer politischer Liedermacher, prangerte so manchen sozialen Missstand an. Akua Naru hat darüber berichtet, wie schwierig es ist, sich als Frau in der Hip-Hop-Szene nach oben zu arbeiten und seine Träume zu verwirklichen. Dubioza Kolektiv, eine Band, die ich schon von meiner letztjährigen Osteuropa-Reise kenne, hat auch gespielt. Obwohl auch sie sehr politische Texte singen, standen bei ihrem Konzert aber eher Tanzen und Spaß haben im Vordergrund, schon allein deswegen, weil die Mehrheit der Anwesenden die serbokroatischen Texte nicht verstanden hat. Wieder andere Bands wie Dota, Soneros de Verdad oder Monsieur Periné haben einfach nur gute Musik gemacht und das Publikum unterhalten. Nicht alles war also schwere Kost.

Für mich ist das Bardentreffen jedes Jahr wieder ein riesiger Spaß! So tolle Musik – und das umsonst! Und nicht nur das: Schön ist natürlich auch, dass man viele alte Freunde und Bekannte trifft. Was ich auch interessant finde ist, dass die Stadt Nürnberg es mit dem Bardentreffen schafft, ein ganz gemischtes Publikum anzusprechen und man deswegen fast sagen könnte, dass das Bardentreffen Menschen verbindet. Es ist eben für jeden was dabei.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Aug 8, 2014

Studentenleben live

Bauarbeiten am Haus

Ein renoviertes Haus ist etwas Schönes, doch die Bauarbeiten zu ertragen, die dazu nötig sind, kann sehr nervenaufreibend sein. Das Haus, in dem ich lebe, ist ein Altbau mit breiten Fensterbrettern und dicken Wänden. An der Hausmauer im Eingangsbereich befanden sich alle möglichen Stencil-Art-Graffitis und rot-gelbe Schmetterlinge. Der Stadtteil nennt sich Buckau und gilt als das kreative Zentrum in Magdeburg. Unsere Eingangstür war Teil dieser Szene – nun ist alles überpinselt und strahlt im Einheitsweiß.

Die Schmetterlinge waren so auffällig, dass ich alle Besucher neben der Hausnummer auf diese verwies, damit sie den Eingang leichter finden können. Seitdem sie übermalt sind, laufe ich selbst manchmal fast am Haus vorbei. Zu viele schwarze Türen markieren jetzt Eingänge zwischen weißen Wänden.

Auch wenn ich es schade finde um die Insekten, war der weitaus größere Verlust der letzten zwei Monate die Möglichkeit, ausreichend zu lüften und das Tageslicht zu sehen. Die Bauarbeiter hatten uns die Fenster abgeklebt und eine Plane außen am Haus entlang gespannt. Da sie, wenn sie arbeiteten, schon vor 8 Uhr begannen, war auch die Privatsphäre extrem eingeschränkt. Leider arbeiteten sie die meiste Zeit aber nicht, und der Endtermin wurde immer wieder hinausgezögert – wirklich kein schönes Wohnen.

Wir hatten versucht, für diesen Zeitraum eine Mietminderung zu erwirken. Unsere Vermieter willigten aber nicht ein und wir hätten zur Klage übergehen müssen – ein Aufwand, den uns die Bequemlichkeit verbot. Es gibt dann doch Wichtigeres zu tun: zum Beispiel die anstehende Masterarbeit.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Aug 7, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Aug 7, 2014

Studentenleben live

Es geht los!

Ein Auslandstrimester, eingeklemmt zwischen Klausuren und Praktikum, schreit nach ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Fünf Tage Klausuren, fünf Tage alte Heimat genießen, und dann geht es los: ins Abenteuer Afrika (light). Wo bleibt zwischen Packen und Pauken Zeit für Abschied nehmen, Vorfreude genießen und sich mental auf die nächsten vier Monate einstimmen? Wenig. Mein Glück: die Reiseberichte eines Kommilitonen, deren Lektüre mich auf die kommende Zeit einstimmt.

Warum reise ich überhaupt nach Südafrika? An meiner Uni kann man aus einer Liste mit Partneruniversitäten sein Traumziel heraussuchen. 94 Unis in 31 Ländern warten. Da ich bereits als Austauschschülerin in den USA war, habe ich kurzerhand den kompletten Kontinent (sorry, Kanada!) samt 37 Partneruniversitäten gestrichen. Wo wir schon mal dabei sind: Ich finde, Australien ist fast wie Amerika, in Neuseeland war ich schon, Europa ist mir zu nah und für Südamerika ist mein Spanisch zu schlecht. Übrig blieben Partnerunis im leistungsorientierten China, in Japan, Indien, Singapur, Südafrika und Südkorea. Aufgrund meiner Auswahlkriterien „Andersartigkeit und Entspannung“ blieben mir nur noch Indien und Südafrika. Eine Qual der Wahl! Was will ich? Abenteuer und ein anderes Weltbild. Was will ich nicht? Eingeschränkt sein. Und mit einer eineinhalbstündigen Tuktuk-Fahrt in die nächstgrößere Stadt wäre ich das in Indien gewesen. Und so stieg ich Ende Juli in den Flieger in das nächste große Abenteuer. Hallo Kapstadt!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 6, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 6, 2014