interaktiv

Studentenleben live

Krieg und Frieden

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

08.08.2014

Das war das Thema des 39. Bardentreffens in Nürnberg, ein Open-Air-Festival, das sich über die komplette Altstadt erstreckt. Das Thema hört sich zunächst heftig an für ein eigentlich entspanntes, kostenloses Stadtmusikfestival. Aber auf der anderen Seite ist es vielleicht auch gar nicht so schlecht, politisch engagierte Künstler einzuladen. So wird einerseits deren Arbeit wertgeschätzt und andererseits konnte man aus erster Hand Lebens- und Landesgeschichten erfahren, während man die Musik mit den oft kritischen Texten hörte.

Zum Beispiel hat Aziza Brahim, eine Vertreterin der Volksgruppe der Sahrauis, die in der westlichen Sahara leben, über ihre Kindheit in Flüchtlingslagern berichtet. Und Billy Bragg, ein britischer politischer Liedermacher, prangerte so manchen sozialen Missstand an. Akua Naru hat darüber berichtet, wie schwierig es ist, sich als Frau in der Hip-Hop-Szene nach oben zu arbeiten und seine Träume zu verwirklichen. Dubioza Kolektiv, eine Band, die ich schon von meiner letztjährigen Osteuropa-Reise kenne, hat auch gespielt. Obwohl auch sie sehr politische Texte singen, standen bei ihrem Konzert aber eher Tanzen und Spaß haben im Vordergrund, schon allein deswegen, weil die Mehrheit der Anwesenden die serbokroatischen Texte nicht verstanden hat. Wieder andere Bands wie Dota, Soneros de Verdad oder Monsieur Periné haben einfach nur gute Musik gemacht und das Publikum unterhalten. Nicht alles war also schwere Kost.

Für mich ist das Bardentreffen jedes Jahr wieder ein riesiger Spaß! So tolle Musik – und das umsonst! Und nicht nur das: Schön ist natürlich auch, dass man viele alte Freunde und Bekannte trifft. Was ich auch interessant finde ist, dass die Stadt Nürnberg es mit dem Bardentreffen schafft, ein ganz gemischtes Publikum anzusprechen und man deswegen fast sagen könnte, dass das Bardentreffen Menschen verbindet. Es ist eben für jeden was dabei.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.