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Studentenleben live

Schwächen der Kulturwissenschaftler

BWL, Marketing oder rechtliche Grundlagen werden bei uns nicht thematisiert. Es gibt zwar ein Modul zu Organisationskulturen, da geht es aber darum, dass jede Institution eine Kultur hat, die das Handeln der Mitwirkenden prägt. Wir hatten auch ein Modul zum Kulturmanagement, haben uns da aber eher ausprobiert. Fachliches Wissen wurde mir dabei leider nicht vermittelt.

Obwohl wir uns im Studium mit fremden Kulturen befassen, werden meines Wissens keine Sprachkurse angeboten. Das ist vor allem für diejenigen ein Problem, die beruflich später in die interkulturelle Kommunikation oder in einen transkulturellen Bereich gehen wollen, da sind Sprachen unumgänglich.

Den kompetenten Umgang mit Computern, Medienprogrammen oder Präsentationsprogrammen muss man auch weitgehend eigenverantwortlich lernen. Ich hatte in den drei Jahren meines Studiums nur zwei Tage lang einen Workshop zum Erstellen eines Imagefilms.

Für besonders wichtig halte ich es, das man Kontakte in die Arbeitswelt knüpft, denn oft sind Beziehungen alles. Zudem ist es natürlich immer gut, sich durch Praktika auszuzeichnen (aber auch nicht wahllos und ewig unbezahlt). Auch Fortbildungen schärfen das Profil. Man kann beispielsweise ein Bewerbungstraining machen und sich auf Assessment-Center vorbereiten. Ganz wichtig ist auch die mentale Einstellung. Es wird nicht leicht werden, denn gerade für Kulturwissenschaftler gibt es äußerst selten Stellen, auf die sie genau passen. Also heißt es durchhalten, selbstbewusst und flexibel sein. 

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Aug 19, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Aug 19, 2014

Studentenleben live

Studentenleben

Ein bisschen überrascht habe ich nach meiner Ankunft festgestellt, dass ich hier ja tatsächlich auch zur Uni gehe – das Trimester war für mich schon als Spaß, Freizeit und Abenteuer abgestempelt. Doch so quälte ich mich am ersten Morgen in der Dunkelheit aus dem Bett, während der Tafelberg in Wolken gehüllt blieb, schmiss den kleinen Tata (ein indischer Kleinwagen) an und brauste zur Uni. Wie überall hier, wurde ich freundlich in Empfang genommen. Bei Schokomuffins mit Käse obendrauf und ganz viel gebratenem Fleisch wählte ich meine Kurse – zwei, damit ich mich nicht übernehme. Am Dienstagnachmittag habe ich jetzt also „Punishment and Human Rights“ und mittwochs übe ich beim „Mediation“-Kurs drei Stunden lang mein (legal) English. Eine Anwesenheitspflicht gibt es hoffentlich nicht, also warten mit diesem Stundenplan goldene Zeiten auf mich. Circa zehn andere Austauschstudenten wählen auch Jura-Kurse, darunter vier Deutsche und sechs Dänen.

Nach der Kurswahl stieg ich zusammen mit ein paar neuen Kommilitonen die Hügel hoch auf den Upper Campus, um weitere Formalitäten wie die Student-ID-Card und die Parkplakette zu erledigen. Bis jetzt läuft das Auslandssemester gut an, mit Fahrten an das Kap der guten Hoffnung, Wanderungen auf den Lion's Head (neben dem Tafelberg der zweite Hausberg Kapstadts) und dem einen oder anderen Strandbesuch. Wenn hier mal die Sonne scheint, wird es auch im Winter angenehm warm. Und weil auch in der ersten Woche die Kurse nur langsam anlaufen und wir alle noch nicht viel tun müssen, unternehmen wir gleich mal einen mehrtägigen Ausflug zur „Garden Route“ (eine Region an der Südküste Südafrikas). So könnte ich mir studieren in Deutschland auch vorstellen!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 13, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 13, 2014

Studentenleben live

Festival vs. Masterarbeit

Ich sitze an meinem Schreibtisch und versuche, mich auf das vor mir liegende Buch zu konzentrieren, doch es will nicht gelingen. Die Sonne scheint durch meine Fenster, der Himmel ist leuchtend blau, Menschen unterhalten sich auf der Straße und ... ja, und Musik klingt von den Straßen herein – es ist die Musik vom Upgrade-Festival.

Das Upgrade ist ein sehr kleines, eintägiges Festival in Magdeburg im Abtshof. Dieses Jahr traten dort unter anderem Volxstanz, The Footnotes und Nevertheless auf. Die erste Band war richtig gut und tanzbar. Mit der Musik im Hinterkopf durchflog ich rasch mein Buch – mehr oberflächlich als mit wahrem Interesse –, um alsbald die paar Straßenzüge entlangzulaufen und ein paar Stunden lang den Sommer zu genießen.

Ich kann wirklich niemandem empfehlen, die Masterarbeit im Sommer zu schreiben. Da gibt es immer Schöneres zu tun als am Schreibtisch auszuharren, während die Menschen rund um einen herum im See planschen. Der Sommer ist zu kurz und zu schön, um ihn für so eine Arbeit zu opfern.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Aug 12, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Aug 12, 2014