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Studentenleben live

Ready for Take-off

Manchmal denke ich, was kann ich eigentlich? Unser Studium ist so breit gefächert, dass schwer zu sagen ist, auf welchem Gebiet wir wirklich gut sind. Aber genau diese Vielseitigkeit ist unsere Stärke. Kulturwissenschaftler sind in vielen Bereichen einsetzbar, weil sie ein breites Allgemeinwissen haben, flexibel sind und mit Methoden aus verschiedenen Fächern Sachverhalte bearbeiten können. Das ist in einer zunehmend differenzierten und globalisierten Gesellschaft nicht zu unterschätzen. Gerade in Wirtschaftsunternehmen oder Institutionen treffen immer öfter Menschen aus verschiedenen Kulturen und somit unterschiedlichen Wertesystemen und Weltanschauungen aufeinander. Da ist es wichtig, die Dinge nicht nur aus einer Perspektive zu sehen und kulturelle Sensibilität zu besitzen.

Im Studium lernen wir, analytisch zu denken, wissenschaftlich zu arbeiten und zu schreiben, komplexe Texte zu verstehen, sie zielgruppengerecht aufzubereiten und gegebenenfalls zu präsentieren. Da von Anfang an Selbstständigkeit von uns verlangt wurde, können wir Wissen beschaffen und aufbereiten, uns in neue Sachverhalte einarbeiten, strukturiert arbeiten, kreativ sein, organisieren und interdisziplinär arbeiten.

Immer wieder werden Kulturwissenschaftler bei Bewerbungen abgelehnt, weil den Entscheidungsträgern nicht klar ist, was Kulturwissenschaft eigentlich ist und was einen Kulturwissenschaftler auszeichnet. Da das Fach noch sehr jung ist, wünsche ich mir, dass mehr Kulturwissenschaftler die Chance erhalten, zu zeigen, was in ihnen steckt und warum man Kulturwissenschaftler heute mehr denn je braucht.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Aug 21, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Aug 21, 2014

Studentenleben live

Beziehungstief

Selbst in den besten Liebschaften kriselt es mal, das war mir klar, aber irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, dass es mich je so hart treffen könnte wie jetzt. Nein, Entwarnung, bei meinem Freund und mir ist weiterhin alles gut, aber das Verhältnis zu meiner Uni ist nicht mehr so rosig wie noch vor einem Jahr. Den HHU-Pulli trage ich zwar immer noch gerne (wenn es denn mal kalt genug ist), aber in gewisser Weise bin ich fast schon froh, nächstes Jahr fertig zu sein und die Möglichkeit zu haben, irgendwo anders neu anzufangen.

An den Lehrveranstaltungen liegt es nicht. Ich bin meistens diejenige im Seminar, die von den Dozenten nur dann drangenommen wird, wenn sich sonst keiner meldet, damit die Gruppendiskussion nicht in einem Zwiegespräch endet. Und ich bin diejenige, die in der Vorlesung zeitgleich am Handy spielt und mit ihrer Sitznachbarin redet, aber trotzdem immer wieder abrupt ein „pscht, ich muss mal eben kurz mitschreiben“ einwirft und sich konzentriert, bis das, was der Dozent sagt, wieder unwichtig genug wird. Mein Interesse und meine Lernbegierde lassen sich nicht bremsen und werden mit ausreichend guten Noten belohnt, um weiterhin motiviert zu bleiben.

Was mich vielmehr ärgert, sind mehrere Dinge, die zusammenkommen, um eine negative Grundstimmung dem Konstrukt Uni gegenüber aufzubauen. Zum einen wäre da die bereits erwähnte Nicht-Berücksichtigung der Ergänzungsfächler in Soziologie. Dass man Sachen nur dann bekommt, wenn man nachfragt und zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist – und das nur, weil man im Ergänzungsfach statt im Kernfach studiert –, stößt mir immer wieder negativ auf.

Germanistik begeistert mich allerdings auch nicht mehr so sehr wie noch vor einem Jahr. Das Tutorium im dritten Semester hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Umso enttäuschter war ich, als ich vor wenigen Wochen dann zufällig erfuhr, dass es dieses Semester weder ein Tutoren-Casting gibt, noch dass ich irgendwie sonst die Möglichkeit haben werde, erneut ein Tutorium zu leiten. Die Tutoren werden dieses Jahr von den Fachschaftsräten ausgewählt – oder so ähnlich. Bisher hat niemand, den ich gefragt habe, vollständigen Durchblick. Dennoch versuche ich, mir davon nicht die Laune verderben zu lassen. Mit Engagement und Hartnäckigkeit werde ich dieses Semester wohl endlich in die notwendigen Soziologie-Kurse reinkommen. Und kein weiteres Tutorium geben zu können, ist zwar schade, aber so habe ich immerhin mehr Zeit, mich auf meine Kurse zu konzentrieren.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Aug 20, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Aug 20, 2014

Studentenleben live

Der Traum vom eigenen Garten

Ach ja, ein eigener Garten. Das wär doch was. Das hätte ich gerne. Als ich mich mit meinem Mann vor gut einem Jahr auf die Suche nach einer Wohnung machte, war ich auch etwas wehmütig, als während der Suche klar wurde, dass das mit dem eigenen Garten wohl nichts wird.

Letztendlich entschieden wir uns also für eine Wohnung ohne Garten, dafür aber mit Balkon. Als erste Amtshandlung wurde dann auch der liebevoll bestückte Trostgarten meiner Mutter (ein Blumenkasten) angebracht und es folgten viele weitere Pflanzen. Mit großer Leidenschaft säte ich Blumensamen in kleine Töpfe und freute mich wie ein Kind über jeden grünenden Keim. Im Mai wurden dann härtere Geschütze aufgefahren: In großen Bottichen kamen Paprika, Gurken und vor allem Tomatenpflänzchen auf den Balkon. Seitdem hat sich der Balkon mehr und mehr in ein grünes Paradies verwandelt. Wobei die Tomatenpflanzen mit ihren teilweise über zwei Metern Höhe auch schon fast für ein Dschungelflair sorgen.

Und was hab ich nicht gelitten mit dem Grünzeug. Hin und wieder knickt eine Tomatenranke um, das schmerzt mich dann sehr. Wenn die Pflanzen nach heißen Tagen alle Blätter hängen lassen, fühlt sich das an wie ein Schlag in Gesicht und man muss bangen, ob das Grünzeug den durch die eigene Nachlässigkeit herbeigeführten Wassermangel überlebt. Aber am allerschlimmsten sind die Läuse. Es ist grausam zuzuschauen, wie diese Biester ganz langsam den Lebenssaft aus den Pflanzen ziehen. Chemische Pestizide verwenden mag ich nicht, also hab ich mich durch die Hausmittelchen durchprobiert. Ein Sud aus Brennnesseln brachte dann endlich den gewünschten Effekt. Die Läuse verschwanden wieder. Allerdings war mir nicht bewusst, wie sehr dieses Gebräu stinkt. Beim nächsten Befall hab ich das geruchstarke Läusegift in eine Sprühflasche gebracht, damit kann man den starken Saft besser dosieren und es stinkt nicht ständig.

Und jetzt ist es endlich soweit: Ich kann die ersten Früchte meiner Arbeit ernten. Was für ein Erlebnis: die erste eigene Gurke! Und was haben wir uns gefreut an den kleinen grünen Perlen, die dann endlich an den Tomatenpflanzen wucherten.

Es heißt ja immer: Auch ein kleiner Garten macht große Arbeit. Ich möchte hinzufügen: aber auch große Emotionen!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Aug 19, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Aug 19, 2014