interaktiv

Studentenleben live

Der letzte Monat in Koblenz

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

28.08.2014

Während ich an meiner Bachelorarbeit geschrieben habe, habe ich mich immer auf die freie Zeit danach gefreut. Jetzt ist es soweit! Ich habe noch fünf Wochen, bis ich ins schöne Tübingen ziehen darf. Doch im Moment weiß ich nichts mit mir anzufangen. Kennt ihr das? Wenn ihr lange und intensiv an einem Projekt gearbeitet habt und das dann auf einmal beendet ist? Man fällt in ein Loch und fragt sich, was man denn sonst immer getan hat. Meine Freunde sind größtenteils auch schon weitergezogen – entweder ins Praktikum oder auf Reisen. Und so wird es still in Koblenz. Aber da ich ja weiß, dass die erste Zeit in Tübingen recht turbulent werden wird (es gibt viel zu entdecken, viel zu erledigen usw.), sollte ich es jetzt genießen, mit einem Buch im Bett zu liegen oder einfach nur Musik zu hören. Oft gehe ich durch die Stadt, lasse mich treiben und setze mich ins Café, bummle durch Geschäfte und so weiter. Immer mal wieder schreibe ich mit meinen zukünftigen Mitbewohnerinnen – das ist irgendwie seltsam, weil sie mir jetzt noch so fremd sind, ich aber weiß, dass wir vermutlich einmal recht eng sein werden.

Nein, Abschiede liegen mir nicht, so sehr ich das Neue auch liebe. Ich habe mir hier was aufgebaut, meine Freunde waren praktisch meine Familie, und jetzt ist diese Zeit vorbei. Tröstende Worte helfen da nur bedingt, weil es meiner Meinung auch wichtig ist, den Gedanken, dass das jetzt zu Ende ist, an sich ranzulassen und loszulassen (auch wenn die Freundschaften bestehen bleiben werden und mir die Erinnerung niemand nehmen kann, ich weiß). Manche Menschen werden auch nur für diese Zeit hier in meinem Leben gewesen sein und verschwinden bald wieder. Das muss man auch akzeptieren und eben nicht den Verlust sehen, sondern die Erfahrungen, die es einem gebracht hat.

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