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Studentenleben live

Medienflut

Bevor ich mit meiner Bachelorarbeit angefangen habe, stellte ich fest, dass ich zunehmend Probleme hatte, mich zu konzentrieren. Meine Aufmerksamkeitsspanne wurde allgemein immer kürzer, ich arbeitete immer kürzer am Stück an etwas und vertiefte mich gar nicht mehr so sehr in ein Thema wie früher.

Ich erkläre mir das so, dass ich ständig von den Reizen unterbrochen werde, die von Medien ausgehen (z. B. klingelt das Smartphone, ich schaue neben meiner eigentlichen Arbeit fern, lese beim Recherchieren etwas, das mich auf einen anderen Gedanken bringt usw.) oder mir einfällt, dass ich jetzt keine Lust mehr habe, zu arbeiten und beginne aktiv, ein Medium zu nutzen. Meist passiert das, wenn mir meine Aufgabe keinen Spaß macht oder ich erschöpft bin. Seitdem ich aber so viele Zerstreuungsmöglichkeiten habe, bin ich viel schneller erschöpft und möchte mich immer häufiger mit ihnen „belohnen“.

Durch die ständige Flut an Informationen stelle ich bei mir auch ein gewisses Halbwissen fest. Ich weiß selten, woher ich die Information bezogen habe (was ihre Verlässlichkeit in Frage stellt) und auch nicht, was genau ich gehört habe. So beginne ich viele Sätze mit: „Ich hab mal gehört, dass...“ und ende mit „aber genau weiß ich das nicht mehr“. Oft merke ich auch selbst, dass irgendwas an der Sache nicht stimmt, habe aber selten die Muse oder Zeit, das nachzuprüfen.

Immer wieder versuche ich mir zu verbieten andere Medien zu nutzen, wenn ich eigentlich Wichtigeres zu tun habe oder wenn mir wieder einmal auffällt, wie viel Zeit dabei verloren geht. Dann sperre ich Facebook mit einem Programm, das wie eine Kindersicherung für Erwachsene ist, mache das Handy lautlos und drehe es um und ziehe das Kabel für die Internetverbindung. Dann fühle ich mich plötzlich befreit und mit mehr Zeit beschenkt. Lange halte ich das aber leider nie aus.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Sep 4, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Sep 4, 2014

Studentenleben live

Leute kennenlernen

Nach den ersten paar Wochen, in denen ich noch viel zu sehr damit beschäftigt war, die Umgebung zu erkunden, mit den vielen tollen Stränden, den Bergen und den wilden Tieren – Wale und Pinguine – ist es langsam mal an der Zeit, sich in das südafrikanische Studentenleben zu integrieren. Am besten lernt man Leute wohl über Hochschulgruppen kennen und so meldete ich mich gemeinsam mit einer Bekannten kurzerhand in einer Standarttanz-Gruppe an. Unser Plan ging auf: Schon in der ersten Tanzstunde wurden wir von den netten und offenen Südafrikanern angequatscht und eingeladen. Hat man erst mal einen Fuß in der Tür, geht die Sache ganz einfach: Wir lernen Freunde von Freunden kennen, dann deren Freunde und so weiter. Einen neuen „Freund“ habe ich mal gefragt, wer denn sein bester Freund ist. Die typisch afrikanische Antwort: „Everyone! Either they are already or they will be soon!“ Diese lockere Art vermisse ich in Deutschland. Wohin man hier auch geht, immer wird man angelächelt. Die Leute winken einem zu und ein bisschen Smalltalk ist auch immer drin. Zwar wird hier nicht jeder mein bester Freund werden, aber der Alltag definitiv schöner.

Natürlich ist hier auch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Die Armut schwelt immer im Hintergrund. In der weißen Gegend, in der ich wohne, ist man davon ziemlich unbehelligt, aber an den großen Highways tummeln sich Menschen, die in Decken gehüllt sind, und halten ihre Hände auf. Wird es dunkel, fallen die dunklen Gestalten, die an den Straßenecken herumlungern, umso mehr auf. Und wenn man die Stadt verlässt, fährt man an den unzähligen Wellblechhütten der Townships vorbei.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 2, 2014

Studentenleben live

Praktikum (Teil 2)

Jetzt bin ich also für zwei Monate Praktikantin bei der Bioenergieregion Bayreuth.
Ich muss gestehen, dass ich vor dem Praktikum sehr euphorisch war und große Vorstellung von meiner Arbeit dort hatte. Ich sah mich schon eigene Kunstworkshops veranstalten und als Botschafterin für Kunst und Energiewende mit Landwirten sprechen. Ganz so sensationell ist meine Arbeit dann aber doch wieder nicht. Ich erlebe, wie viel Organisation hinter jeder kleinen Aktion steckt und dass es einer Kaskade von kleinen und großen Absprachen, Änderungen und Nachfragen bedarf, bis ein Vorhaben gelingt.
Etwas eingeschüchtert bin ich auch von der ständigen Aufgabe, die finanzielle Förderung fortzuführen. Nicht genug, dass man seinen Förderern mit ständiger Dokumentation seiner Arbeit zeigen muss, dass die Mittel nicht in den Sand gesetzt werden. Gleichzeitig hängt wie ein Damoklesschwert auch das Ende der Förderperiode über dem Projekt und ruft dazu auf, sich immerfort und nebenher um neue Fördermöglichkeiten zu bemühen.
Ich bin gespannt, wie es in meinem Praktikum weiter geht. Man ist ja auch Praktikant, um Fehler zu machen, aber im Moment bin ich in meiner Arbeit noch etwas eingeschüchtert. Hoffentlich finde ich noch so weit rein, dass ich danach sagen kann; Ich habe viel gelernt und das Projekt bereichert.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 2, 2014