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Studentenleben live

Als ich mir den Mittelhandknochen brach

Direkt nach der heißen Phase der Bachelorarbeit ging es für mich auf nach Dagneux, in der Nähe von Lyon, als Teil des vierköpfigen Leitungsteams einer deutsch-französischen Jugendbegegnung. Es lief prima an, die Stimmung war gut, die ersten drei Tage vielversprechend. Am Dienstagmorgen stand ein Tagesausflug nach Avignon zum international bekannten Theaterfestival auf dem Programm – der allerdings ohne mich stattfinden sollte.

Kurz vor acht Uhr trug ich die letzten Materialien in den Bus. Von einem dumpfen Knall begleitet, landete ich auf der zweiten Treppenstufe des Reisebusses und vernahm ein helles Knacken verbunden mit einem scharfen Schmerz in der linken Hand. Ich stand auf, lachte leicht verlegen und entfernte mich von Teilnehmern und Busfahrer, um den Schaden zu begutachten. Mein Ringfinger war leicht abgeknickt, der Fall war klar: gebrochen. Mit ungewöhnlich heller, brüchiger Stimme rief ich meine Leitungskollegin herbei, wir alarmierten den Krankenwagen. Nach wenigen Minuten standen zwei Rettungswagen, die Polizei, 25 höchst verdutzte Teilnehmer und ich, angesichts des absolut übertriebenen Aufgebots leicht amüsiert, auf dem Hof. Die Polizei vermerkte den Arbeitsunfall in ihren Akten, die Teilnehmer fuhren mit den beiden anderen Betreuern nach Avignon, die Besatzung des einen Krankwagens zog unverrichteter Dinge ab und ich befand mich mit einer weiteren Betreuerin mit Blaulicht auf dem Weg ins Krankenhaus Lyon-Rilieux, das für die nächsten zwei Tage mein Zuhause werden sollte.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Sep 9, 2014

Studentenleben live

Warum nichts ohne netzwerken geht

„Mit Vitamin B kommst du überall rein!“ Diese Aussage dürfte der Mehrheit wohl nur allzu bekannt sein. Denn genau das ist es, was einem immer und immer wieder gepredigt wird: netzwerken, netzwerken, netzwerken…! Denn man weiß ja nie, welche neuen Möglichkeiten sich ergeben könnten. Natürlich hat man schon oft davon gehört, dass einige Privat-Unis die besten Kontakte in die Wirtschaft & Co. haben. Studentisches Pflichtpraktikum bei einem Top-Unternehmen? Kein Problem! Doch es geht selbstverständlich auch – wenn auch etwas zeitintensiver – über den ganz „normalen“ Weg: mit Top-Noten, einem Top-Assessment-Center-Ergebnis und einem überzeugenden Bewerbungsgespräch.

Ich kann euch an dieser Stelle nur empfehlen, sich auch auf den Social Media-Kanälen dem freudigen Knüpfen von Kontakten zu widmen. Damit meine ich jetzt nicht, jeden x-beliebigen Facebook-Nutzer zu adden, sondern vielmehr ein ansprechendes (und wahrheitsgetreues!) Profil auf XING oder LinkedIN anzulegen. Jeder weiß: Hier sind viele Headhunter unterwegs. Eine super Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Fleißig Kontakte knüpfen kann sich hier schnell auszahlen. Egal ob Arbeitskollegen, Kommilitonen, Professoren, Dozenten oder Bekanntschaften auf Job-Börsen etc. – je mehr Kontakte sich in deiner Liste befinden, desto weiter kann sich auch dein Profil verbreiten. Ich selbst habe zum Beispiel über XING schon viele interessante Angebote für die Zeit nach meinem Studienabschluss erhalten. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend: Bis ich meinen Abschluss habe, werde ich noch weiter netzwerken, netzwerken, netzwerken.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 9, 2014

Studentenleben live

Perspektive wechseln

Natürlich bin ich zum Studieren in Kapstadt, aber ich habe auch ein paar ambitioniertere Ziele: Ich möchte über das Leben lernen. Und so rede ich mit meinen „schwarzen“ Freunden viel über Apartheid und Diskriminierung.

Einer von ihnen hat ein arabisches Äußeres. Bis jetzt wurde er fünf Mal am Flughafen in den „Terrorist Tract“ geführt und äußerst gründlich durchsucht. Er hat die Größe, Rassismus als das Problem der anderen zu sehen und nicht als sein eigenes. Ja, er zieht seine Diskriminierung sogar meiner „Diskriminierung“ vor: Immerhin kann er durch Asien, Südamerika und Afrika reisen, ohne angebettelt zu werden, weil er eher für arm als für reich gehalten wird. Doch während dieses Klischee positiv konnotiert ist, kann man das über die Vorurteile gegenüber Schwarzen nicht gerade sagen.

Neulich nahm uns ein Bekannter mit in eine Township, in der er zwei Jahre lang Freiwilligenarbeit geleistet hatte. Eine beeindruckende Erfahrung. Die Township Langa hat 52.000 Einwohner, von Mittel- bis Unterklasse. Doch selbst in den armen Gegenden wurden wir neugierig angeguckt und freundlich angelächelt, die Kinder rannten uns hinterher und hängten sich an unsere Hände. Die richtig armen Gegenden der Township besuchten wir nicht, das wäre wahrscheinlich zu gefährlich gewesen. Ich bewundere die Unbeschwertheit der Südafrikaner, die mit ein paar Trommeln und ein bisschen Gesang auch umgeben von Wellblechhütten eine magische Atmosphäre zaubern können.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 8, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 8, 2014