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Studentenleben live

Veränderte Arbeitsbedingungen?

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

19.09.2014

Im vorherigen Blog-Eintrag habe ich mein Verhältnis zu meinem Smartphone beschrieben. Diese Überlegung ging aus dem Seminar Medienaneignung hervor. Wir sollten darüber nachdenken, wie wir Medien benutzen und was diese mit uns machen. Mir fiel dabei eine Art Hassliebe auf – zum einen fühle ich mich durch sie kontrolliert und gezwungen, immer erreichbar zu sein. Zum anderen will ich auch ständig wissen, was bei den anderen so los ist und all die tollen Features nutzen.

Im Rahmen des Seminars habe ich auch darüber nachgedacht, wie sich meine Arbeitsbedingungen verändert haben. Als ich Teenager war, kam der Computer für den häuslichen Gebrauch gerade auf. Ich bekam einen, um in der Schule optimal mitarbeiten zu können, brauchte ihn anfangs aber kaum. Je mehr Ausarbeitungen ich machen musste, desto mehr nutzte ich ihn.

Heute regele ich fast alles für die Uni mit meinem Macbook. Ab sofort möchte ich es auch in die Vorlesungen mitnehmen. Trotzdem drucke ich meine Texte immer aus, mache mir handgeschriebene To-do-Listen und habe einen Kalender aus Papier. Ich mag es nicht, nur am Computer zu lesen oder immer auf mein Handy-Display zu schauen. Ich kann mit Texten viel intensiver arbeiten, wenn ich wichtige Stellen markiere, kommentiere und so verbinde. Und ich habe ein viel besseres Gespür für aktuelle Projekte, kann besser einschätzen, was ich noch zu tun habe, wenn die Papierstapel auf meinem Schreibtisch liegen. Die kleinen Symbole auf dem Computer-Bildschirm lassen sich leichter ignorieren.

Ich bin mal gespannt, wie sich unsere Arbeitsbedingungen in Zukunft entwickeln und was ich dazu in meinem Masterstudium lernen werde. Jedenfalls merkt man auch schon als junger Mensch, dass man nicht bei allem mitmachen will und schon einiges nicht mehr versteht. Abgesehen davon „ging es doch früher auch ohne“.

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