interaktiv

Studentenleben live

Kommunikations-Overkill

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

26.09.2014

Wenn Gruppen effektiv zusammenarbeiten wollen, aber geografisch weit voneinander entfernt leben, dann müssen sie auf Kommunikationsmittel zurückgreifen, die zumeist digitaler Art sind. Da braucht man ein Mittel, sich mündlich abzusprechen, sich formell abzusprechen, informell etwas anzubieten, gemeinsam ein Dokument zu verfassen etc. pp. Meistens ist es da mit Skype allein nicht getan. Facebook hat sowieso jeder, aber schließlich soll das Kommunikationsmedium dem Kommunikationszweck angepasst sein und alles geht dann doch nicht über Facebook. Und wehe dem, der kein Facebook hat, er wird zum Buhmann der ganzen Gruppe und das will ja im Grunde auch keiner sein. Man weicht also aus. Und da geht’s schon wieder los. Bei Google geht ohne passenden Account gar nichts und den hat auch nicht jeder. Wenn man dann noch einen Datenschützer der besonders hartnäckigen Sorte in seiner Gruppe hat, dann ist quasi jegliche Kommunikation über das Internet zum Scheitern verurteilt und man ist beinah auf den postalischen (das war dieses schwarze Horn auf Gelb, wisst ihr noch?) Weg angewiesen. Das ist natürlich völliger Blödsinn, also einigt man sich und findet (faule) Kompromisse, die letztendlich dazu führen, dass zumindest ich gefühlt dreihundert Passwörter für dreimal so viele Kommunikationsangebote habe und schlichtweg völlig durcheinanderwerfe, welche Arbeitsgruppe jetzt wie kommuniziert. Irgendwie müsste das doch einfacher gehen, oder?!

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