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Studentenleben live

ELiSe

Nein, ich teste gerade nicht neue Groß- und Kleinschreibregeln, diese Abkürzung steht für „Eignung für den Lehrerberuf in Schule erproben“ und bezeichnet Nordrhein-Westfalens Online-Portal, über das man sich für Eignungspraktika bewerben kann, die hier Voraussetzung für das Lehramtsstudium sind.

Mit den Filtereinstellungen Ort: Düsseldorf, Schulart: Gymnasium und Praktikumszeitraum: Februar und/oder März 2015 wurden mir Praktikumsplätze bei rund 20 Schulen aufgelistet. Nachdem ich alle Schulen in einzelnen Tabs nebeneinander aufgereiht hatte, begann ich mit dem Aussortieren.

Zuerst schloss ich die Tabs von Schulen, die definitiv zu weit vom Wohnheim entfernt liegen. Jede Schule hat bei ELiSe die Möglichkeit, in der Ausschreibung den Praktikumsplatz und die Schule zu beschreiben. Daher schloss ich als zweites die Schulen aus, die das Textfeld leer ließen oder ihren Anzeigentext für meinen Geschmack zu überkandidelt gestalteten. Eine Schule, die in einer Praktikumsausschreibung direkt betont, dass sie besonderen Wert auf Traditionen legt, zusätzlich natürlich die Naturwissenschaften und altgermanische Sprachen für wichtig hält und anschließend sämtliche Preise und Titel aufzählt, die sie in den vergangenen Jahren für ihre exorbitanten Leistungen erhalten hat, schreckt mich ein wenig ab. Bestimmt handelt es sich um eine gute Lehranstalt, aber zum einen frage ich mich, ob ich überhaupt leisten kann, was eine solche Schule von einer Eignungspraktikantin erwartet, zum anderen erschlägt eine solche Vielfalt an „guckt mal, wie toll wir sind“ ein wenig.

Zu guter Letzt strich ich von den übrig gebliebenen Schulen noch die in privater Trägerschaft. Obwohl ich weiß, dass die Unterschiede zu „normalen“ Schulen doch eher marginal sind, finde ich es nicht richtig, Geld für etwas zu zahlen, das zu den Grundrechten gehört.

Aus den verbliebenen Stellen entschied ich mich nach Sichtung der Schul-Websites für das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium bei mir um die Ecke. Die Bewerbung ist schon in Arbeit.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 2, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 2, 2014

Studentenleben live

Zwischenmieten in Berlin

Meine Planung für diesen Spätsommer ist etwas konfus. Eigentlich hatte ich auch gehofft, bereits im August mit der Masterarbeit fertig zu sein und habe mir deshalb ab September ein Praktikum für sechs Wochen organisiert.

Dieses Praktikum fällt in einen Bereich, der mir bisher noch fehlt: eine staatliche Abteilung. Ich hatte mich riesig gefreut, als ich für einen Platz im Arbeitskreis Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Bundestages akzeptiert wurde. Um dieses Praktikum machen zu können, hatte ich zuvor mit sehr vielen Menschen telefoniert und mich über Wochen mit Anrufen immer wieder in Erinnerung gerufen.

Da ich in Berlin viele Freunde habe, wovon ich viele seit längerem nicht mehr gesehen hatte, habe ich mir überlegt, mich bei ihnen einzumieten und ihre Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen. Die sechs Wochen verteilen sich nun auf fünf WGs und sieben Freunde. Einige andere kann ich in diesen Tagen dann hoffentlich noch auf einen Kaffee treffen.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Oct 2, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Oct 2, 2014

Studentenleben live

Vom Leben lernen

Eins der spannendsten Themen ist und bleibt die Rassendiskriminierung, die sich durch so viele Länder dieser Welt zieht, in Südafrika aber ein besonderes Ausmaß erfahren hat. Ich habe mich durch die 600-seitige Autobiographie von Nelson Mandela gewälzt, kurz darauf einen Ausflug nach Robben Island gemacht und den Film „Long Walk to Freedom“ gesehen. Das war ein kurzer Abstecher in die junge Geschichte des Landes und eine beeindruckende Demonstration der Ereignisse, die die Stimmung im Land auch heute noch prägen.

Ich bin unglaublich beeindruckt von Mandelas Weitsichtigkeit und seiner Fähigkeit zu vergeben. Sein andauernder Glaube an das Gute im Menschen fasziniert mich. Die Tatsache, dass er sein Leben dem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit gewidmet hat, inspiriert mich. Die ersten freien Wahlen fanden 1994 in Südafrika statt, also genau vor 20 Jahren. Die Szenen aus „Long Walk to Freedom“, die ein Südafrika vor der Schwelle zum Bürgerkrieg zeigen, schockieren mich. Wahnsinn, was für eine Entwicklung dieses Land in so kurzer Zeit durchgemacht hat. Die Menschen, die auf der Straße um Geld betteln, sind hier oftmals das Produkt eines unterdrückerischen Systems und nicht so sehr nur Folgen “unglücklicher Umstände”. Wie auch in Botswana und Namibia werde ich mir des Privilegs bewusst, einfach in ein Auto oder Flugzeug steigen und der Armut entfliehen zu können.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 29, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 29, 2014