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Studentenleben live

Generation Praktikum mal anders

Meine Altersgenossen und ich sind bekanntermaßen die „Generation Praktikum“ (= Kopieren + Kaffee kochen + Däumchen drehen. Oder Variante zwei: vollwertige Arbeitskraft ersetzen + Überstunden machen + Aufgaben übernehmen, die allen anderen zu doof sind + keinen Cent kriegen).
Ein bisschen anders sieht es aus, wenn man später nicht in die freie Wirtschaft, sondern in die Wattewelt der Kindheit und Jugend zurück möchte, nämlich in die Schule. In Baden-Württemberg muss man dafür zwei Wochen vor dem Studium und 13 Wochen während des Studiums in einer Schule ein Praktikum absolvieren.Von meinen dreizehn Wochen sind nun zwei um und ich musste noch kein einziges Mal kopieren oder Kaffee kochen. Im Gegenteil, ich bekomme vom Küchenpersonal sogar Kaffee gekocht und das auch noch gratis!
Aber was hat man denn so als Schulpraktikant zu tun, wenn der Kaffee einem schon gekocht wird? Man versucht das zu lernen, was man an der Uni nicht lernen kann: Wie gehe ich mit Schülern um, wie schaffe ich es, ihnen den Stoff zu vermitteln, ohne dass sie einschlafen, und was habe ich neben dem Unterricht noch für organisatorische Aufgaben zu erledigen?
Dafür klette ich mich wie das fünfte Rad am Wagen an ein oder zwei Lehrkräfte und hospitiere. Ich bin also wörtlich gesehen zu Gast bei ihnen. Daher kopiere ich keine Arbeitsblätter für sie (obwohl das vielleicht eine sinnvolle Aufgabe wäre), sondern sitze mit im Unterricht und schaue zu. Ab und an kann ich während einer Gruppenarbeitsphase mit durch die Klasse gehen, aber das war es eigentlich auch schon an Unterstützung von meiner Seite. Natürlich sollen wir nicht einfach passiv eine Unterrichtsstunde an mir vorüberziehen lassen. Sondern beobachten, wie die Lehrkraft vorgeht, wie sie für Disziplin sorgt, wie die Stunde aufgebaut ist, welche Medien eingesetzt werden und so weiter und so fort. Trotzdem erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich zurück in mein Dasein als Schülerin abdrifte, obwohl ich doch jetzt endgültig zur anderen Seite der Macht gewechselt habe. Ich höre zu und langweile mich, vor allem, weil der Stoff für mich ja nicht neu ist (wäre ja auch traurig, wenn die lateinische Grammatik aus der siebten Klasse für mich ein Novum wäre!). Manchmal bin ich kurz davor mich zu melden, bisher konnte ich mich aber – toi, toi, toi – zusammenreißen.
Das einzig wirklich interessante, wofür ich auch hart arbeiten musste, waren die Stunden oder Teilstunden, die ich schon unterrichten durfte. Hier ist klar, auf welcher Seite ich stehe. Ich muss mich nur noch daran gewöhnen, dass das Niveau viel, viel niedriger ist als an der Uni.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Oct 9, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Oct 9, 2014

Studentenleben live

Letztes Praktikum in Peru

Wer Friedens- und Konfliktforschung studiert, tut das in der Regel nach einem längeren Auslandsaufenthalt. Viele meiner Kommilitonen haben Auslandspraktika oder Studienaufenthalte sogar bereits in mehreren Ländern absolviert. Einer unserer Dozenten hat uns zu Beginn des Studiums auch angeraten, jeweils ein Praktikum in einer NGO, einer staatlichen Institution (etwa einer Botschaft) und einer internationalen Einrichtung zu absolvieren (beispielsweise bei einer UN-Einrichtung).

So eine Praktikumskarriere erfordert jedoch so einige Ressourcen und Zeit. Im Studienplan ist kaum Zeitraum für praktische Erfahrungen vorgesehen. Zwar ist ein Praktikum regulär geplant, jedoch kann das nur einen Monat dauern. Und es ist recht unrealistisch, ein relevantes Praktikum von vier Wochen irgendwo zu bekommen.

So blieb es auch für mich ein schwieriges Abwägen. Sollte ich nach dem Abschluss nochmal ein Praktikum machen? Ich habe mich nun dafür entschieden und wurde von einer staatlichen Einrichtung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) akzeptiert. Ich werde nach Peru gehen und in einem Programm zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen arbeiten. Besonders freut mich, das die GIZ den Auslandsaufenthalten komplett finanziert.

Für mich bedeutet diese Praktikum eine gute Möglichkeit, nochmal ein anderes Land kennenzulernen und in einen anderen Bereich Einblick zu erhalten, bevor es dann auf den „richtigen“ Arbeitsmarkt geht.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Oct 8, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Oct 8, 2014

Studentenleben live

Ich packe meinen Umzugswagen

In einer Woche ist es endlich soweit: Ich ziehe nach Tübingen, um dort meinen Master zu machen. Obwohl ich am liebsten direkt losstürmen würde, gilt es, den Umzug sorgfältig zu planen, damit am Ende alles klappt und die Lust nicht zu Frust wird.

Zunächst einmal stellte ich mir die Frage, wer mir beim Umzug hilft. In meinem Bekanntenkreis sind das fast immer die Eltern, seltener auch Freunde. Dann stellt sich die Frage, wie man die Kisten und Möbel transportieren will. Manche haben Eltern ein großes Auto. Ich habe einen Transporter gemietet. Das kostet mich für zwei Tage 150 Euro, aber ich denke, das Geld ist gut investiert, wenn man dafür nicht so oft hin und her fahren muss. Damit wir vor dem Haus, in dem meine neue Wohnung liegt, parken können, musste ich eine Sondergenehmigung beim Bürgeramt einholen. Das kostet 15 Euro. Damit meine Post auch an der neuen Adresse ankommt, musste einen Nachsendeantrag stellen. Das kostet 20 Euro.

Ich musste Übergabetermine mit den Vermietern ausmachen und die alte Wohnung davor in Schuss bringen. Dann musste geklärt werden, wie ich an den Schlüssel für die neue Wohnung komme, wenn niemand daheim ist. Und ich muss unbedingt daran denken, eventuell vorhandene Mängel direkt schriftlich festzuhalten, damit ich nicht nachher dafür hafte. Außerdem muss ich klären, ob die erste Miete bereits im Voraus überwiesen sein muss. Noch habe ich ein bisschen Zeit und werde das alles schaffen. Und wenn dann die letzte Kiste hochgetragen und ausgeräumt ist, kann ich mit meinen neuen Mitbewohnern den Einzug feiern.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 6, 2014