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Studentenleben live

Erste Woche Uni

Die erste Uni-Woche ist rum und ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit den Studieninhalten. Medienwissenschaft im Master an der Uni Tübingen hält wirklich, was es verspricht, nämlich den Praxisbezug. Von Anfang an sind kontinuierlich wir Studierenden gefordert. Sei es, dass wir eigene Themen für ein Printmedium recherchieren, Themen für den Hörfunk aufbereiten oder kritische Rezensionen schreiben. Am Wochenende hatten wir ein Blockseminar zum Thema Print, das von einem Autor des „Spiegel“ begleitet wurde, was wirklich wahnsinnig spannend war und wovon wir bestimmt sehr profitieren. Er wird uns bei unseren Fortschritten bei der Themenbearbeitung begleiten und uns durch seine Erfahrung unterstützen. Ich habe wirklich den Eindruck, dass wir hier gut betreut werden und kennenlernen, wie es in der Praxis zugeht. So ist das Seminar „Hörfunk“ zum Beispiel so aufgebaut, dass wir einen kompletten Arbeitsprozess durchlaufen, wie das ein Freiberufler beim Hörfunk auch machen würde: vom Exposé über die ersten Schritte im Feld bis zur endgültigen Abgabe. Die Professoren sind wirklich gut und viele kommen aus der Praxis, wissen also wirklich, wie es im Berufsalltag zugeht. Ein negativer Punkt bleibt, wenn der auch nicht groß ist: Es wird wahnsinnig viel verlangt. Es bleibt nicht viel Zeit, um Kommilitonen kennenzulernen oder die Stadt zu erkunden. Die Abgabefristen und Referatstermine stehen bereits und wir hecheln jetzt schon hinterher. Allerdings stehe ich hinter meinem Master noch einmal ganz anders, als hinter dem Bachelor: Ich will wirklich noch einmal zwei Jahre dranhängen und mache das mehr denn je mich uns selbst. Dass ich so ins kalte Wasser geworfen werde und viel leisten muss, ist im Endeffekt natürlich auch nur zu meinem Besten.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 31, 2014

Studentenleben live

In den Untiefen eines fremden Vorlesungsverzeichnisses

Womit geht klassischerweise das Semester an der Uni los? Richtig, mit der Wahl der Kurse. Zu Hause lief das bislang ganz einfach: In die Modulübersicht geschaut und festgestellt, welche Kurse mir noch fehlen, kurz abgeglichen mit den angebotenen Kursen, klick, zack, fertig, alles paletti.
Hier in Prag ist das Ganze etwas anders. Zunächst ist das Online-Verzeichnis komplett anders und meiner Meinung nach aus völlig unlogischen Strukturen zusammengesetzt. Zweitens ist es auf Tschechisch (ins Englische übersetzt existieren nur einzelne Kursbezeichnungen, sämtliche inhaltliche Beschreibungen sind – sofern vorhanden – natürlich auf Tschechisch). Und drittens fehlt mir ein Modulhandbuch! Normalerweise hat man ein „Learning Agreement“, das man sich ganz in Ruhe im Voraus aus dem alten Vorlesungsverzeichnis zusammengesammelt hat und richtet sich nun danach. Mein „Learning Agreement“ bestand aus wildem Notieren x-beliebiger Kurse, weil die Abgabefrist dafür schon lange vorbei war. Kurz gesagt: Das ist mir keine Hilfe mehr. Ich klicke mich also weiter munter mit Wörterbuch bewaffnet durch die Kurse, die so lustige Bezeichnungen tragen wie: „Wahlpflichtfach 1“ oder „Vorlesung des Gastdozenten“ ohne eine einzige weitere Information dazu. Ich werde mich wohl für die Katze im Sack entscheiden müssen. Gut, dass man alle Kurse noch wechseln kann!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Oct 30, 2014

Studentenleben live

Bewerbungskrise, die Zweite

Die Bewerbungsmail war abgeschickt. Alles sollte gut sein und ich ging stolz schlafen. Dann rief ich am nächsten Tag meine Mails ab. Und fand eine von ELiSe: „Die Schule Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium hat Ihre Bewerbung auf die Praktikumsstelle angenommen. Bitte nehmen Sie Kontakt zur Schule auf.“

Der erste Satz ließ mein Herz höher schlagen und als ich schnell auf ELiSe meinen Bewerbungsstatus abrief, stand dort auch wunderschön nicht mehr nur „abgeschickt“, sondern „akzeptiert“. Was genau „akzeptiert“ bedeutet, war und ist mir bisher allerdings nicht ganz klar, die Statusoptionen umfassen nämlich neben dem unmissverständlichen „durch die Schule abgelehnt“ und „Bewerbung durch den Bewerber zurückgezogen“ auch „durch die Schule vorgemerkt“.

Der zweite Satz hingegen irritierte mich. Warum kam diese Mail jetzt? Ich hatte mich doch am Tag zuvor gemeldet? Reicht das nicht aus? Nervös wusste ich mal wieder nicht, was ich tun sollte, und nahm das Wochenende als Schonfrist. Zwei Tage, an denen ich jeden, der mich nicht unmittelbar unterbrach, mit meiner zweiten Bewerbungskrise zuquatschte: von Internetfreundinnen über meinen Freund, meine beste Freundin am Telefon, meine Schwester am Tablet, meinen schlafenden Bruder, der immerhin nicht weglaufen konnte, bis hin zu meinen Eltern. Für letztere war die Sache klar: „Du rufst Montag da an und fragst nach.“

Anrufen. Eine Schule. Ihr kennt ja meine Telefon-Phobie. Mir war aber klar, dass die einzige Alternative lautete: „Ich rufe nicht bei der Schule an und bringe mich in den nächsten Wochen um meinen Seelenfrieden, weil ich mich Tag für Tag fragen werde, ob ich mich ein zweites Mal hätte melden sollen.“

Beim sechsten Versuch kam ich endlich durch und eine nette Frau sagte mir, ich müsse mir keine Sorgen machen, es würde sich jemand bei mir melden.

Beruhigt bin ich jetzt, dennoch überprüfe ich alle paar Tage meinen Bewerbungsstatus und jeden Tag meine Mails. Jetzt ist Warten angesagt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 23, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 23, 2014