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Studentenleben live

Von der Nichtstuerei

Versuchskaninchen für neue Medikamente, Telefonsextelefonistin, Darstellerin bei RTL-Gerichtsshows. Drei der Jobs von der Liste, die ich vor knapp vier Jahren einer Freundin als definitiv studentenjobtauglich präsentierte – natürlich nicht ganz ernst gemeint.

So richtig gejobbt im klassischen Sinne habe ich noch nie, ich bin und war schon Babysitterin, Nachhilfelehrerin (Mathe und Französisch), Tutorin und … da hört die Karriere auch schon auf. Meine beste Freundin hat während der Schulzeit gekellnert und war neben dem Studium erst Verkäuferin in diversen Klamottenläden und dann Kopierfrau in einer Anwaltskanzlei. Mein Freund verdient sich als Pizza-Lieferant etwas dazu und zu meinen besten Unifreundinnen gehören ein „Mädchen für alles“ bei einem Fernsehsender und eine studentische Hilfskraft beim Radio.

Der Grund dafür, dass ich so einen regelmäßigen Job bisher nicht längerfristig ausgeübt habe, liegt mit Sicherheit auch daran, dass meine Eltern mir das Studium finanzieren können. Ich muss nicht jeden Monat überlegen, wo ich das Geld herbekomme, um Miete, Essen und Studienmaterial zu bezahlen. Wenn ich mal wieder einen Abend lag auf meine Babysittingkids aufgepasst habe, habe ich ein paar Euro mehr, um mir Bücher, DVDs, einen Kino-Abend inklusive Popcorn oder ein Paar nicht notwendige, aber wunderschöne, neue Schuhe zu leisten.

Ich weiß, dass das ein ziemlicher Luxus ist und bin heilfroh darüber, nicht auf eine regelmäßige Arbeit neben dem Studium angewiesen zu sein. Dennoch nutze ich jede Möglichkeit, Geld zu verdienen. Man weiß schließlich nicht, ob es so weiter geht. In einem Jahr fängt meine Schwester vielleicht auch an zu studieren und meine Eltern müssen den Geldhahn etwas zudrehen. Außerdem finde ich es gut, verschiedene Job-Erfahrungen zu sammeln, dabei auch Kontakte zu knüpfen und Einblicke in Branchen zu erhalten, die man nicht jeden Tag sieht.

Bisher waren meine Einblicke relativ mau gesät. Das Tutorium hat etwas Geld gebracht und ich kann jetzt allen meinen Freunden erklären, wie die Uni-Website oder die Modulwahl im fünften Semester aussehen. Babysitten … naja, wie man Kinder dazu zwingt, sich die Zähne zu putzen, ist sicherlich förderlich für meine Fähigkeiten als Mutter in ein paar Jahren. Nachhilfe ist ebenfalls unspektakulär.

Dafür hatte ich vor ein paar Wochen die Möglichkeit, an einem richtigen Filmsets einen Blick hinter und vor die Kamera zu werfen und zu sehen, mit welchen Tricks dort gearbeitet wird – Zeitreise ins letzte Jahrhundert inklusive.

Im Internet war ich zufällig auf die Anzeige gestoßen. Drehort: Raum Düsseldorf. Komparsen von 18 bis 65 gesucht. Keine grell gefärbten Haare, Tattoos oder Piercings. Ach, bewerben kann man sich ja mal. Ein paar Wochen später klingelte dann mein Handy. „Hallo Janna. Hast du morgen spontan Zeit?“ Und so kam es, dass ich in einem Kinofilm mitspielte.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 31, 2014

Studentenleben live

Erste Woche Uni

Die erste Uni-Woche ist rum und ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit den Studieninhalten. Medienwissenschaft im Master an der Uni Tübingen hält wirklich, was es verspricht, nämlich den Praxisbezug. Von Anfang an sind kontinuierlich wir Studierenden gefordert. Sei es, dass wir eigene Themen für ein Printmedium recherchieren, Themen für den Hörfunk aufbereiten oder kritische Rezensionen schreiben. Am Wochenende hatten wir ein Blockseminar zum Thema Print, das von einem Autor des „Spiegel“ begleitet wurde, was wirklich wahnsinnig spannend war und wovon wir bestimmt sehr profitieren. Er wird uns bei unseren Fortschritten bei der Themenbearbeitung begleiten und uns durch seine Erfahrung unterstützen. Ich habe wirklich den Eindruck, dass wir hier gut betreut werden und kennenlernen, wie es in der Praxis zugeht. So ist das Seminar „Hörfunk“ zum Beispiel so aufgebaut, dass wir einen kompletten Arbeitsprozess durchlaufen, wie das ein Freiberufler beim Hörfunk auch machen würde: vom Exposé über die ersten Schritte im Feld bis zur endgültigen Abgabe. Die Professoren sind wirklich gut und viele kommen aus der Praxis, wissen also wirklich, wie es im Berufsalltag zugeht. Ein negativer Punkt bleibt, wenn der auch nicht groß ist: Es wird wahnsinnig viel verlangt. Es bleibt nicht viel Zeit, um Kommilitonen kennenzulernen oder die Stadt zu erkunden. Die Abgabefristen und Referatstermine stehen bereits und wir hecheln jetzt schon hinterher. Allerdings stehe ich hinter meinem Master noch einmal ganz anders, als hinter dem Bachelor: Ich will wirklich noch einmal zwei Jahre dranhängen und mache das mehr denn je mich uns selbst. Dass ich so ins kalte Wasser geworfen werde und viel leisten muss, ist im Endeffekt natürlich auch nur zu meinem Besten.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 31, 2014

Studentenleben live

In den Untiefen eines fremden Vorlesungsverzeichnisses

Womit geht klassischerweise das Semester an der Uni los? Richtig, mit der Wahl der Kurse. Zu Hause lief das bislang ganz einfach: In die Modulübersicht geschaut und festgestellt, welche Kurse mir noch fehlen, kurz abgeglichen mit den angebotenen Kursen, klick, zack, fertig, alles paletti.
Hier in Prag ist das Ganze etwas anders. Zunächst ist das Online-Verzeichnis komplett anders und meiner Meinung nach aus völlig unlogischen Strukturen zusammengesetzt. Zweitens ist es auf Tschechisch (ins Englische übersetzt existieren nur einzelne Kursbezeichnungen, sämtliche inhaltliche Beschreibungen sind – sofern vorhanden – natürlich auf Tschechisch). Und drittens fehlt mir ein Modulhandbuch! Normalerweise hat man ein „Learning Agreement“, das man sich ganz in Ruhe im Voraus aus dem alten Vorlesungsverzeichnis zusammengesammelt hat und richtet sich nun danach. Mein „Learning Agreement“ bestand aus wildem Notieren x-beliebiger Kurse, weil die Abgabefrist dafür schon lange vorbei war. Kurz gesagt: Das ist mir keine Hilfe mehr. Ich klicke mich also weiter munter mit Wörterbuch bewaffnet durch die Kurse, die so lustige Bezeichnungen tragen wie: „Wahlpflichtfach 1“ oder „Vorlesung des Gastdozenten“ ohne eine einzige weitere Information dazu. Ich werde mich wohl für die Katze im Sack entscheiden müssen. Gut, dass man alle Kurse noch wechseln kann!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Oct 30, 2014